Business Visualisierung – jede Woche neu

Diese Woche zeigt Daniel, wie man ganz einfach Figuren und „Männchen“ zeichnet.

Das visuelle Alphabet

Das aktuelle Video ist eine Woche lang für ALLE freigeschalten. Die Bibliothek der älteren Beiträge bleibt Abonnenten vorbehalten.

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Neue Video-Reihe auf LinkedIn Learning

Auf LinkedIn Learning startet gerade unsere neue wöchentliche Video-Reihe: Business Visualisierung – agil und kreativ. Hier geht´s zum Trailer:

Willkommen zu Business Visualisierung – agil und kreativ: Jede Woche neu aus Business Visualisierung – agil und kreativ: Jede Woche neu von Christian Botta, Bernhard Schloß und Daniel Reinold

Und ansonsten gibt es zum Thema Business Visualisierung immer noch unser Buch. (Hier der Link zu den Verlagsseiten mit einer Vorschau und hier der Bestell-Link bei Amazon.)

Best of… openPM

Wer mich kennt, weiß, dass ich für openPM und die PMCamp-Bewegung unterwegs bin.

Und jede Menge Inhalte gibt es natürlich auch:

Und vieles mehr.

openPM e.V. ist mittlerweile auch Träger dreier PMCamps (Karlsruhe, Stuttgart und München).

Nutzen kann openPM jeder, auch ohne Anmeldung. Wer aktiv beitragen will, muss sich allerdings registrieren. Wer uns finanziell unterstützen will, wird entweder Mitglied oder spendet an den gemeinnützig anerkannten e.V.  (es gibt natürlich eine Spendenquittung für das Finanzamt).

Wer zur Weiterentwicklung von e.V. und/oder Plattform beitragen will, meldet sich am besten unter info@openpm.info. Mitstreiter sind immer herzlich willkommen!

 

We call it a Klassiker: Offene Punkte Liste

One of the favorites bei meinen Lesern ist das Excel-Template zur offenen Punkte-Liste. Das Nachhalten von Themen ist ein Klassiker und wird niemals an Relevanz verlieren. Hier geht es zum Original-Artikel:

#333 (Selbst-)Organisation mit Listen (2)

Samt Excel-Template:

Der Beitrag #333 stammt übrigens bereits aus dem Jahr 2012. Das Thema aber ist absolut zeitlos.

Gelesen: #PM2025

Heiko Bartlog und Olaf Hinz sind zwei von mir sehr geschätzte Kollegen, die gerade das Buch „#PM2025 Projekte. Gut. Machen.“ mit 7 Thesen zur Zukunft der Projektarbeit herausgebracht haben. Aber keine Angst, das Buch ist bei weitem nicht so Theorie geschwängert, wie es der Titel vielleicht vermuten lässt. Die 7 Thesen bieten vielmehr die Gliederung für einen prall gefüllten Werkzeugkasten für die aktuellen Herausforderungen nicht nur in der Projektarbeit, sondern generell in der modernen Arbeitswelt. Projekte und Projektmanagement bilden den Ausgangspunkt ihrer Betrachtung und das prinzipienbasierte Projektmanagement am Ende des Buches ist quasi das Programm, wie wir uns diesen Herausforderungen stellen sollten.

Die 7 Thesen zeigen Entwicklungstendenzen auf und dann wird jeweils ein Korb mit 8-10 Werkzeugen angeboten, die bei der Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen in der praktischen Projektarbeit helfen. Entgegen dem ersten Augenschein ist das Buch daher vor allem für Praktiker:

– die sich zunehmend in ihrer Projektarbeit mit komplexen Systemen und nicht nur mit komplizierten Anforderungen auseinandersetzen müssen

– die dabei zunehmend eine planbare Welt verlassen und Pionierarbeit leisten müssen

– die einerseits immer mehr Dinge parallel statt sequentiell machen müssen und das nicht allein, sondern im Team

– die feststellen, dass unsere Probleme und Aufgabenstellungen sich immer weniger abgrenzen lassen, weil wir in der Regel mit offenen anstatt mit geschlossenen Systemen konfrontiert sind

– die für ihre Arbeit mehr brauchen als „nur“ Management, nämlich Führung

– die feststellen, dass es nicht reicht sich auf Standards zurückzuziehen, sondern die ganzheitliche Integration als ihre Herausforderung sehen

Die Vielzahl der beschriebenen Werkzeuge reicht von Canvas-Modellen, Prototyping, Effectuation bis hin zu Working Out Loud und Facilitation (wobei eigentlich fast alle Werkzeuge Facilitation-Techniken sind). – Also ganz mein Ding!

Die grafische Gestaltung macht Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Eine Vorschau zum Reinschmöckern gibt es auf den Seiten des mind.any Verlages.

Heiko Bartlog, Olaf Hinz, #PM2025 – Projekte. Gut. Machen. – 7 Thesen zur Zukunft der Projektarbeit., Berlin, 2018, ISBN 978-3-9819917-1-0, Link zu Amazon

Komplexe Systeme

Mit der Unterscheidung kompliziert – komplex nehmen es viele nicht so genau, dabei ist sie durchaus sinnvoll. Komplizierte Systeme sind (auch wenn es nicht einfach ist) trotz allem planbar, steuerbar und beherrschbar. Bei komplexen System haben wir vielleicht eine Ahnung oder können ex-post Erklärungsmuster liefern, durch ihre Vernetzung, Rückkopplung und Wechselwirkung überraschen sie uns immer wieder aufs Neue oder wie es mein Beraterkollege Olaf Hinz sagt: „Komplexität bedeutet, da kommt immer noch was nach.“ (Das Zitat stammt übringens aus dem frisch erschienen Buch #PM2025.)

Nimmt man es mit der Unterscheidung nicht so genau, dann kann das schon einmal unfreiwillig komisch werden, wie in diesem Werbespot aus dem Internet,  über den ich zufällig gestolpert bin. Expertenwissen á la Dr. Best und Komplexitätsunverständnis auf Youtube:

Das Uhrwerk, von dem die Expertin weiß, wie man es am Laufen hält ist ein kompliziertes System, aber kein komplexes – sonst könnte sie das nie so genau wissen.

Ein komplexes System ist allerdings in der Tat die Verdauung. Dieses lässt sich auch mit Medikamenten behandeln, aber sicher nicht vollständig beherrschen´- zumindest können das weder Pharmazie noch Medizin, aber die sind ja auch keine Ingenieure…

Die Unterscheidung kompliziert – komplex ist jetzt nicht nur akademisch, sondern hochgradig sinnvoll, weil es im Umgang mit komplizierten Systemen andere Strategien erfordert als bei komplexen Systemen. Im Cynefin-Modell werden daneben noch einfache und chaotische Systeme unterschieden.

Mehr dazu in meinem Beitrag zur letztjährigen Blog-Parade für das PM-Camp Berlin: Vielfalt statt Beliebigkeit

Buchempfehlungen Projektmanagement

Aus dem Dialog mit Rolf, einem unserer Absolventen unseres Projektmanagement-Kurspfades bei LinkedIn Learning, entspann sich eine Diskussion um Projektmanagement-Bücher.

Die Disksussion – respektive die darin enthaltenen Buchempfehlungen sind allemal einen Blogpost hier Wert:

  • Erst fragt mich Rolf nach meiner Meinung zu Patzak/Rattay.
    Ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht kenne, aber schon beim Inhaltsverzeichnis steigt mir die Galle hoch:
    Klare Prioritäten  schon im ersten Kapitel „Grundlagen“.
    Die Begriffsklärung ist noch ok, aber dann kommt Qualitätsmanagement vor Risikomanagement, vor dem Team. Ich könnte kotzen. Bitte verzeihen Sie diese Ausdrucksweise. Allein die Reihenfolge ist bereits menscheverachend.
  • Ich mag die dicken Projektschwarten nicht sonderlich. Zum Nachschlagen ok, aber wenig inspirierend und viel zu dogmatisch.
  • Sehr inspirierend hingegen „Der Termin“ von Tom DeMarco. Auch „Wien wartet auf dich“ ist ein Klassiker. Ein kleines deutsches Büchlein, dass ich sehr mag: „Prozesskompetenz in der Projektarbeit„.
  • Ansonsten bevorzuge ich eher themenspezifische Bücher. z.B. das Turn Around-Buch. Lesenswert auch die Kollegen Olaf Hinz und Berta Schreckeneder. Und wenn es um eine betriebswirtschaftliche Perspektive auf Projekte geht dann Bea/Scheuerer/Hesselmann.
  • Eine ziemlich umfangreiche Literaturliste gibt es übrigens bei openPM.
  • Auf meiner eigenen Leseliste steht noch der PMI-Kollege Oliver Lehmann. Bislang ruhen seine Werke aber noch auf meinem Kindle…

PM-Krimi (6): Frühstück

Am nächsten Morgen hatten sich Sherlock und Drings zum Frühstück verabredet. Es war nicht zu übersehen, dass die anderen Workshop-Teilnehmer die beiden mieden und so blieben die Plätze um die beiden herum frei, so dass sie ganz für sich und ungestört waren. Draußen tobte noch immer der Sturm.
„Wissen Sie eigentlich , was älter ist: Klassisches Projektmanagement oder agiles Projektmanagement,“ fragte Drings seinen gegenüber.
„Natürlich das klassische,“ tappte Sherlock ins Drings rhetorische Falle.
„Falsch. Früher gab es nur Projektmanagement – egal in welcher Ausprägung und nach welcher Facon. Klassisches Projektmanagement gibt es erst durch die Entwicklung des agilen Projektmanagement und die Abgrenzung zwischen agil und klassisch,“ dozierte Drings mit einem Schmunzeln.
Kopfschüttelnd erwiderte Sherlock: „Sie wollen mir also erklären, dass agiles Projektmanagement älter ist als klassisches?“
„Das Etikett auf jeden Fall und die Inhalte sind ja auch nicht wirklich neu. Iteratives, zyklisches Vorgehen wurde doch schon im Qualitätsmanagement mit dem PDCA-Zyklus oder Deming-Kreis populär und auch da wurde es nicht erfunden. Ich habe einmal in einem Buch gelesen, dass selbst die Herleitung des soviel strapazierten Wasserfall-Modells eigentlich iterativ war. Die Reduktion auf ein rein sequentielles einfaches Phasenmodell war rein didaktisch und nicht ideologisch motiviert.“
Sherlocks Augenbraue ging wieder nach oben.
Der Frühstücksraum hatte sich zwischenzeitlich wieder geleert. Die meisten Workshop-Teilnehmer hatten sich auf ihre Zimmer verkrochen. Wohl aus Angst. Der Umgang mit Unsicherheit ist halt nicht jedermanns Sache.
Nur Sherlock und Drings saßen noch im Frühstücksraum und an einem anderen Tisch Sigrid Meier mit dem Digitalisierungsberater und Ägidius Holzapfel.
„Was halten Sie von einer Konfrontationsstrategie,“ fragte Sherlock seinen gegenüber, stand unvermittelt auf und ging auf den Tisch der drei verbliebenen Fühstücksgäste zu.
Drings war verblüfft.
„Guten Morgen. Das haben Sie aber geschickt eingefädelt: Ist der Konkurrent um eine attraktive Position erst einmal liquidiert, wird auch seine bisherige Stelle frei und Frau Meier kann nachrücken und der Digitalisierungshelfer wird fürstlich mit neuen Aufträgen belohnt. Und zwei Sündenböcke haben Sie auch gleich parat. Habe ich Recht, Herr Holzapfel?“
Ägidius Holzapfel konnte sich einen selbstzufriedenen Gesichtsausdruck nicht verkneifen. „Gratulation, hätte nicht gedacht, dass Sie so schnell dahinter kommen, aber nachweisen können Sie uns das nicht. Pech gehabt. Jetzt stehen Sie als Hauptverdächtige da und wir gewinnen alles!“
In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Frühstücksraum und ein uniformierter Beamter betrat den Raum: „Die beiden Herren müssen auch nichts weiter nachweisen. Ihre Aussage allein, bestätigt durch den leitenden Polizeibeamten, der im Vorraum alles mithören konnte, dürften vollkommen ausreichen.“
Die Miene von Ägidius Holzapfel war wie versteinert. Der Digitalisierungshipster war aschfahl im Gesicht und Sigrid Meier begann zu schluchzen.
„Chapeau, lieber Sherlock, über diese Konfrontationsstrategie müssen wir uns noch ein wenig unterhalten. Da würde ich gerne von Ihnen lernen.“
„Nur zu, lieber Drings. Es ist mir eine Ehre Mein Wissen mit einem alten Hasen zu teilen,“ erwiderte Sherlock.
Es schien als hätten sich zwei neue Weggefährten gesucht und gefunden.


Das war die letzte Folge des kleinen PM-Krimi auf schlossBlog.
Was bisher geschah:

Intro: Klassisch. Agil. – Ein Projektmanagement-Krimi
Teil 1: Ein Workshop in den Bergen
Teil 2: Ein Toter
Teil 3: Antipoden Klassisch. Agil.
Teil 4: Das Bargespräch
Teil 5: Dekonstruktion



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