Projektleiter „P“: Wie entstehen Projekte?

Als kleine Fingerübung entstand dieses Erklärvideo über die Entstehung von Projekten.

Mal schauen, vielleicht wird das auch eine lose Video-Reihe hier im Blog. Solche Trainingsvideos sind ein Beispiel für visuelle Kommunikation, deren Bedeutung immer mehr zunehmen wird und deren Einsatzmöglichkeiten immer vielfältiger und auch einfacher werden.

LinkedIn Learning Trainings mit PDUs

Das Thema Zertifizierung und Rezertifizierung ist nicht immer der Brüller. Eine sehr elegante Möglichkeit PDUs für das amerikanische Project Management Institute (PMI) zu sammeln bieten mittlerweile die Online-Video-Trainings von LinkedIn Learning. Dabei sind natürlich auch viele unserer Kurse, wie der Lehrpfad „Ihr Weg zum Projektmanager“ mit am Start, aber auch weitere Kurse wie das „Agile Projektmanagement“ und das „Stakeholdermanagement“. Das Angebot wird darüber hinaus auch noch kontinuierlich ausgebaut.

Erst vor 2 Wochen war ich wieder in Graz um neue Kurse aufzunehmen.

Neben den im Tweet bereits erwähnten Kursen über „Änderungsmanagement“ und „Scope Creep“ haben wir auch noch ein Training „Projektmanagement: Ethik & Compliance“ und speziell für PMI/PMBOK-Interessierte ein „Integration Management“ aufgenommen. Aktuell sind diese Kurse in Grafik und Postproduktion und werden sukzessive in den kommenden Wochen/Monaten veröffentlicht.

Brandeins: Kognitive Dissonanz und Disruption

Stephan A. Jansen beschreibt (brandeins 06/2019), wie wir trotz aller Sensibilisierung für disruptive Entwicklungen unsere Augen vor dem Offensichtlichen verschließen und verweist auf schwere Kognitionsstörungen: „Warum wir auch sehr naheliegende Entwicklungen nicht früher sehen können, liegt in dem begründet, was wir in der Forschung kognitive Routinen nennen. Das sind Beobachtungsprogramme, bei denen weniger die Ergebnisse interessieren als das Programm selbst: Was gefunden wird, ist immer abhängig von der Such-Logik.“

Wen wundert es da, dass sich Unternehmen mit permanenter Selbstbestätigung immer tiefer ein Schlammassel wie den Diesel-Skandal reinreiten oder ausschließlich Menschen einstellen, die so sind, wie die Menschen, die bereits in der Organisation sind – auch das eine Form von Selbstbestätigung mit der Gefahr von inzestiösen Tendenzen.

Brandeins: Bürokratie & Verwaltung

Ebenfalls in Wolf Lotters Essay über Unabhängigkeit (brandeins 06/2019) findet sich eine sehr treffende Passage über Bürokratie und Verwaltung, die er mit einem Metapher über die Geschichte der Computer-Betriebssysteme einleitet: „ In der Urzeit des Computers gab es keine einheitlichen Betriebssysteme, was dazu führte, dass man meistens gut damit ausgelastet war, das System des Systems wegen aufrechtzuerhalten. Das ist die Grundlage jeder Bürokratie, also einer Herrschaftsform, die zum Selbstzweck geworden ist.

Bürokratie bleibt dabei nicht nur der (öffentlichen) Verwaltung vorbehalten, sondern ist auch in Unternehmen zu finden, „[dabei besteht die Aufgabe der Verwaltung eigentlich darin,] Freiraum für das Wesentliche zu schaffen, den Menschen. Das ist in Ämtern und Konzernen, bei Start-Ups und Betriebssystemen ganz ähnlich. Verwaltung und Markt sind damit ebenfalls kein Widerspruch.“

Brandeins: New Work

Das Beste über New Work – obwohl dieses Buzzword mit keiner Silbe erwähnt wird -, was ich in letzter Zeit zu diesem Thema gelesen habe, findet sich in der aktuellen Ausgabe (06/2019) von brandeins. Mit Wolf Lotters tiefsinnigen Essays werde ich nicht immer warm, aber diesmal sehr wohl. Er schreibt eben nicht über New Work, sondern über Unabhängigkeit  – und trifft es damit weit besser als das ganze Rauschen der New Work-Filterblase.

Es geht um das Ermöglichen und um eine Auseinandersetzung mit guten und schlechten Abhängigkeiten. Es geht um Selbstbestimmung.

Ein Zitat des Soziologen Georg Vobruba bringt die Diskussion um unsere Arbeitswelt auf den Punkt: „[Es geht nicht darum], sich der Illusion hinzugeben, wir könnten vollkommen autonom sein, vollkommen selbstbestimmt und unabhängig. Es geht um Autonomiegewinne, mehr Freiraum.“

Ob das mit einem Hype/einer Blase gelingen kann, wage ich zu bezweifeln. Dafür braucht es Demut.

Niki Lauda


Obwohl ich kein Motorsport- oder Formel 1-Fan bin, entstand im letzten Jahr diese Grafik von Niki Lauda. Mit Sicherheit eine sehr extreme, aber auch extrem beeindruckende Persönlichkeit. Abgesehen von rennfahrerischen Leistungen, die mich eigentlich weniger interessieren, ein echter Kämpfer, der sich nach seinem schweren Unfall selbst wieder zurückgekämpft hat und der auch nach seiner (Rennfahrer-)Karriere erneut als Unternehmer und als Kommentator eine neuerliche Karriere erfolgreich gestartet hat. Am 20. Mai ist er verstorben. R.I.P.
Das Bild entstand übrigens zur Erweiterung meiner Inspiration Cards. Niki Lauda reiht sich da ein in eine Reihe prominenter virtueller Ratgeber. Was würde einer wie er in unserer Situation sagen oder tun? Wie würde er sich verhalten? Wie würde er sich zurückkämpfen. Gerade für das Zurückkämpfen war er eine sinnbildliche Figur, aber auch für seine Direktheit.

Gelesen: Agilität & Kommunikation

Sascha Demarmels, Agilität & Kommunikation – Agile Kommunikation und Kommunikation im agilen Kontext, Baden-Baden, Zürich 2018

Ein kleines aber feines Buch von Sascha Demarmels thematisiert Kommunikation im agilen Kontext. Zweifelsohne spielt Kommunikation in jeder Form des Projektmanagements eine entscheidende Rolle, aber die Autorin bringt es in Bezug auf Agilität auf den Punkt: Agilität baut auf Selbstorganisation „…und ist daher noch fundamentaler auf die Verständigung zwischen den Mitarbeitenden angewiesen.“
Das Buch ist in der Reihe VERSUS kompakt erschienen und folgt dem Aufbau der Reihe: Zunächst knapp 60 Seiten mit allem Wesentlichen zum Thema, dann ein A-Z von Methoden, Modellen und Instrumenten und schließlich ein Praxisteil mit Beispielen.
Auf letzteren hätte ich gerne verzichten können, denn solche Success-Stories haben gerne einen faden Beigeschmack, weil sich doch jeder im besten Licht präsentieren will und wenn dann eine Beitragende gleich ihre eigene Masterarbeit zitiert, dann wird das unfreiwillig komisch. Dem Gesamteindruck macht dies aber keinen Abbruch (und die Kritik ist sicherlich auch Geschmackssache).
Wer in das Thema Kommunikation näher einsteigen will – egal wie groß oder klein Agilität im eigenen Umfeld geschrieben wird – dem kann ich dieses Buch gerne empfehlen. Der eine oder andere Leser wird erstaunt sein wie wenig explizit agile Methoden dabei eine Rolle spielen. Natürlich tauchen User Stories, Time-Boxes und Poker auf, aber eben auch grundsätzliche Themen wie die 4-Seiten-einer-Nachricht von Schulz von Thun, Feedback und Gesprächsführung. Agilität hat Kommunikation nicht neu erfunden, ist aber ganz besonders auf sie angewiesen.
Das Buch ist als Einstieg und als Nachschlagewerk geeignet. wer schon tiefer im Thema steckt, wir wenig Überraschendes finden, aber das ist ja auch kein Manko, dem eigenen Anspruch eine kompakte Übersicht zu geben wird es vollstens gerecht. Die Gestaltung ist ansprechend mit einer ganze Reihe eingestreuter Sketchnotes und farbigen Übersichten in den Innenseiten des Buchcovers.

Visualisierung hilft!

Ein Crashkurs in visuellem Denken und Graphic Facilitation.

In meinem Beitrag zur Leipziger Autorenrunde geht es natürlich um Visualisierung, aber nicht im Sinne von „Zeichnen“, sondern von visuellem Denken, also vor allem um Wahrnehmung und Vorstellungskraft.

Das obige Video erschien ursprünglich als Beitrag hier auf schlossBlog unter dem Titel: Visual Thinking im Business Kontext.

Auch über Dan Roams Prozess des visuellen Denkens war hier schon die Rede.

Facilitation erklärt der englische Wikipedia-Artikel ganz gut.

Und zum Thema Canvas gibt es auf openPM einen guten Einstieg.

Hier noch eine Beschreibung der Empathy Map auf agile-teams.de.

Ach ja, und da gibt es noch unser Buch Business Visualisierung

Leipziger Buchmesse

Vom 21. bis 24. März ist Buchmesse in Leipzig.

Auf Einladung unseres Verlegers, darf ich dort 2 Mini-Workshops im Rahmen der Leipziger Autorenrunde halten. Natürlich geht es wieder um visuelles Denken – wie könnte es auch anders sein.

Ich freu mich drauf!

Achso und wer unser Buch „Business Visualisierung“ noch nicht kennt, bekommt hier einen kleinen Vorgeschmack:

Best of 2018: Inspiration Cards

Wie schreibt mein lieber Kollege Christian Botta im Projektmagazin über Inspiration Cards:

Inspiration Cards ergänzen das traditionelle Brainstorming um neue, kreative Aspekte. Die auf Karten notierten Fragen regen die Teilnehmer dazu an, eine Problemstellung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Hierzu versetzen die Fragen die Teilnehmer in andere Rollen oder fiktive, sogar utopische Szenarien.
 

Das erste Mal über ein solches Kartendeck bin ich vor Jahren bei Michael Michalko gestolpert.

Mittlerweile habe ich mir ein eigenes Deck „gebastelt“. Dabei greife ich durchaus auch auf andere Methodenbausteine zurück, z.B. auf die 6 Thinking Hats von deBono:

 
Ganz banal auf W-Fragen:

 
 
Oder auf die SCAMPER-Kreativitätstechnik:

 
 

Darüber hinaus habe ich auch noch ein ganzes Deck voller „Heldenkarten“, wobei der Begriff „Heldenkarte“ eigentlich zu weit geht. Eigentlich sind es eher „Virtual Advisors“ und ich kann, will und muss mich mit ihnen auch nicht identifizieren, aber sie helfen eine ganze bestimmte Rolle einzunehmen und aus dieser ein Problem zu durchleuchten. Es sind eher Archetypen als Vorbilder. Ähnlich wie ein Advokatus Diaboli steht jeder Kopf dabei für eine ganz bestimmte Rolle. Ich werde künftig immer wieder mal die eine oder andere Inspiration Card, den einen oder anderen Virtual Advisor auf schlossBlog “ einstreuen“.

 



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