Highlight sind die Detailseiten zu den einzelnen Elementen. Die detaillierten Schritt für Schritt Anleitungen und mehr Informationen gibt es darüber hinaus in der iOS App PM Elements und in unserem Buch (englische Version in Vorbereitung).
Im Rahmen der Überarbeitung haben wir unseren Poster-Shop geschlossen. Alternativ steht dafür der neue Download-Bereich bereit: Unser Periodensystem gibt es jetzt kostenlos als PDF-Download – in Englisch und Deutsch.
Und noch ein Zuckerl gibt es on Top: Neben dem Methodensystem steht auch ein Projekt Canvas bereit zum Download. Aber dazu demnächst noch mehr.
Für die Table of Elements haben wir eine Reihe von Marketing Grafiken, die wir vor allem auf unserem LinkedIn-Kanal nutzen mit ChatGPT generiert. Gerade bei den zuletzt generierten Grafiken zeigt sich die Entwicklung der KI in diesem Bereich: Die Treffsicherheit bei der Umsetzung der Prompts ist höher, die Grafiken sind viel „fein-granularer“, was ein kleines bisschen doof ist, weil die neue Generation jetzt optisch schon ein bisschen anders aussieht als die ersten Grafiken, obwohl alles im gleichen Projekt läuft und eigentlich die Anschlussfähigkeit klar sein sollte.
Während ich bei der alten Bildgenerierung damit kämpfen musste, dass ich immer älter und älter wurde, während mein Kollege Botta immer jugendlich jung dargestellt wurde, profitieren wir jetzt wenigstens beide vom digitalen Jungbrunnen.
Letztes Jahr erschien im Human Resources Manager ein Beitrag von Bernhard zu den Dos and Don´ts im Projektmanagement. Noch pointierter als dort: hier die KI-Zusammenfassung als Comic.
Drüben auf LinkedIn bin ich über Oliver Gabor und sein Workshop Follow-Up Framework gestolpert. Es ist ganz offensichtlich wieviel mögliche Ergebnisse wir verschenken, weil wir das, was wir mühsam z.B. in einem Workshop erarbeitet haben, nicht konsequent weiterverfolgen. Konsequenz und Nachhaltigkeit sind die Schlüsselworte.
Der gute Oliver hat nun eine Anleitung dazu inkl. Werkzeuge in ein 7 Schritte Framework gepackt:
Team-Scan vor der Umsetzung
Umsetzungs-Navigatoren wählen
Zweiwöchiges Navigator Meeting planen
Arbeiten mit dem Navigator Canvas
Team Scan nutzen, wenn ihr feststeckt
Review nach drei Monaten mit zweitem Team Scan
Übergang in den Normalbetrieb
Der Team-Scan ist ein Online-Fragebogen, der Team-Stärken und Schwächen in den Dimensionen Selbstverpflichtung, Konfliktbereitschaft, Offenheit, Verantwortlichkeit und Zielorientierung analysiert.
Umsetzungs-Navigatoren sind „Kümmerer“, die sich zu einem Thema committen und Verantwortung übernehmen.
Das Navigator-Meeting ist ein geplantes, regelmäßiges Event zur Nachverfolgung.
Dabei kommt der Navigator Canvas als Artefakt zum Einsatz. Nachdem meine Vorliebe für Canvas-Modelle bekannt ist (ich sage nur Business Visualisierung), gibt es von mir hier nur einen Daumen hoch. Zentrale Fragen im Canvas zu jedem Thema sind:
Ziel seit dem letzten Treffen
Was wurde umgesetzt?
Welche Hindernisse traten auf?
Team Scan
Ein Mini-Schritt für die nächsten 2 Wochen
Support oder Entscheide, die benötigt werden
Risiko, falls nichts passiert
Nachdem das regelmäßige Meeting schon versucht für Nachhaltigkeit zu sorgen wird im Canvas versucht die anstehende Arbeit in konkrete nächste Schritte herunterzubrechen.
Die weiteren Schritte sollen schließlich bis zum Übergang in den Normalbetrieb führen.
Natürlich kann man Zielorientierung, Konsequenz und Nachhaltigkeit auch mit anderen Mitteln erreichen. Nur bleiben im Alltag diese oft auf der Strecke und Olivers Framework ist der Versuch deren Umsetzung zu operationalisieren – ganz ähnlich wie das Scrum-Framework versucht Projektarbeit mittels Events und Artefakten zu operationalisieren. Eine begrüßenswerte Herangehensweise. Nicht die einzige. Vielleicht gibt es auch bessere, aber es ist eine gezielte Vorgehensweise um die Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Und zu guter Letzt bleibt noch festzuhalten, das Zielorientierung, Konsequenz und Nachhaltigkeit nicht nur in/nach Workshops erstrebenswert sind, sondern auch in vielen anderen Arbeitsformen, aber Olivers Vorschlag ist ein inspirierender Versuch, der sich in Teilen bestimmt auch auf andere Gebiete anwenden lässt.
Kleiner Nachtrag: Hier noch die Links zu Olivers Homepage und dem Download des Frameworks.
Jüngst hat es wieder jemand gesagt. Ein lieber Kollege, den ich sehr schätze.
Das Beste aus beiden Welten ist ein Satz, der mich (negativ) triggert. Natürlich kann man gelbe und rote Bauklötzchen miteinander mischen, aber es geht nicht darum die schönsten gelben und die schönsten roten Klötze zu verwenden, sondern die Steine aus beiden Farben, die dir für dein (Bau-)Projekt am meisten helfen. Die schönsten Steine nutzen dir nichts, wenn du damit nicht dein Haus, deine Brücke oder, was auch immer dein Ziel ist, bauen kannst.
Im Ergebnis ist eine Kombination auch ok, aber eine Kombination ist per se kein Ansatz. Ich bin ein ganz großer Fan von siutativen Ansätzen und es wird dabei häufig auch passieren, dass das Vorgehen hybrid ausfällt, aber das ist Ergebnis und nicht Programm.
Schon wieder eine Woche her, aber meine Freundin sagt, man soll „nachfühlen“, also fühle ich nach über die PVM 2025 in Hameln und lasse kurz meinen Besuch Revue passieren, stichwortartig die von mir besuchten Sessions und meine persönlichen Highlights:
Vorabend-Event in der Osteria Il Capriccio Italiano
kulinarisches Highlight der PVM
insbesondere mit Gerhard Fessler über Audit und KI philosophiert, seine These: dank KI sind klassische Audits in spätestens 5 Jahren überholt, weil weitgehend automatisiert.
Leadership für AI Agents – Wer führt die künstliche Intelligenz (Dr. Jan Wehinger)
AI Use Cases
create me…
code me…
do this task…
tell me…
AI als Verstärker menschlichen Handelns. dank ChatGPT soll die Scheidungsrate angestiegen sein. Dank KI gibt es jetzt endlich jemanden, der einen versteht – wenn schon nicht der eigene Partner/Partnerin.
Beim Einsatz/Nicht-Einsatz die cost of doing nothing berücksichtigen
Von Anfang an mit KI – Kokulan Thabalan und Axel Kalenborn
Einsatzfelder
insbesondere Axel bremst mit einigen Beispielen die KI-Euphorie, z.B. wenn zu dominantes Trainingsmaterial die falschen Ergebnisse liefert.
Post-Agilität – Sarah Brandt und Sven Theobald
Der Begriff Post-Agilität im Tagungsmotto ging nach hinten los, denn eigentlich weiss niemand was das ist. Für mich lediglich da Ende des agilen Hypes (und nicht dass Ende der Agilität!). Der Versuch das mit agile Leadership und Vibe Coding in Verbindung zu bringen, hat nicht wirklich funktioniert und musste Kritik einstecken.
Kompaktbriefing: Künstliche Intelligenz im PM – Axel Kalenborn
Vergänglichkeit von KI-Lösungen
Übersicht von PM Angeboten inkl. nachträglich lediglich als GPTs identifizierter Lösungen
Zwischen Buzzword und Businessnutzen – André von Zobelitz und Lukas Zärtner
lokale Studie aus Hameln
Keynote: Erfolg ist kein Zufall, Erfolg ist eine Haltung – Kathrin Boron (Wikipedia)
erfolgreiche Rudererin
frisch aus der Hall of Fame des deutschen Sports – quasi dem Olymp
Stadtführung: der Verführte Verführer
verschiedene Erklärungsvarianten des Mythos vom Rattenfänger
abendlicher Spaziergang durch das (kalte,) romantische Hameln
Konferenzdinner
Zeit für Networking
kulinarisch kein Vergleich zur Osteria
Frühstück im Hotel mit Marco Kuhrmann, auch wenn ich seine Session verpasse, philosophieren wir zwischen Audi TT und Politik
Praxisbericht: Agilität im Alltag der Atruvia – Christian Zender und Jens Zimmermann
SAFe basiert
Betonung genossenschaftlicher Werte (die sich mit dem agilen Manifest decken), weil Dienstleister der Genossenschaftsbanken
Sie haben ein Betriebssystem=Playbook und darüber hinaus ein Vorgehensmodell (die minimalen Mindestanforderungen die ein Projekt einhalten muss im regulierten Umfeld compliant zu sein)
Digital Kompetenz im Projektmanagement – Jessica Nagel
Eine Querschnittskompetenz
Kompetenzstrukturmodell
Informations- und Datenmanagement
Virtuelle Zusammenarbeit
Digitale Kommunikation
Erstellung digitaler Inhalte
Ethik, Verantwortung und Sicherheit
Digitales Management
Technische Kompetenz
Ich hirne gerade noch etwas an der technischen Kompetenz. Glaube, da will ich noch eine Schleife mit Jessica drehen.
Die Table of Elements als Wegweiser im post-agilen Projektalltag – mein eigener Beitrag
Das Plakat der Table am Büchertisch hat schon zu einigen weitergehenden Gesprächen geführt. Die visuelle Übersicht triggert einfach.
Ein Kollege fragt nach dem nächsten geilen Scheiß, Jurgen Appelos Antwort wäre wahrscheinlich KI, aber der mein Eindruck der PVM ist, dass hier bei vielen ein gewisser Realismus eingetreten ist. Ich mahne zur Demut, weil unsere Disziplin nach wie vor nur einen kleinen Teil des Projektspektrums abbildet, Projekte im Ehrenamt, in Kunst & Kultur aber aber beispielsweise auch im Agenturbereich sind ins unserer Disziplin längts nicht angekommen. Wir sind da sehr betriebsblind und können sicher noch von anderen lernen.
Ich freue mich noch auf die Anfragen zur Kooperation und Nutzung der Table. Meldet euch, wenn ich euch dabei unterstützen kann.
Der Beitrag ist auch im Tagungsband enthalten.
Linderung von technischen Schulden in Startups – Jil Klünder
Online-Session
Ok, Enterpreneural Software Engineering war mir noch kein Begriff
und der Terminus der technischen Schulden gefällt mir
Ansatz nutzt die Ideen des Feature Driven Developments (FDD)
Resiliente Verwaltung – Rebecca Borges (ich hoffe, ich habe den richtigen Nachnamen erwischt)
Es gibt 10.000 Kommunalverwaltungen in Deutschland
Der Hack einer Kommune bei Hannover verursachte einen Schaden von 46 Millionen Euro.
Und dann sagt eine junge Beamtin: „Die Boomer gehen in den Ruhestand. Wir haben jetzt keine Leute mehr. Wir müssen zusammenarbeiten.“ – Wenn die Schmerzen groß genug sind, funktioniert die Zusammenarbeit.
Daneben noch viele alte und neue Bekannte getroffen, z.B. Alexander Volland (wir kennen uns in der Tat aus Wikipedia und das schon seit Ewigkeiten), Oliver Linssen, Karin Wenzel, Michaela Hildt-Miowitz, Claus Hüsselmann, Martin Bertram, Martin Engstler, Eckhart Hanser, Tim Eichenberg, Michael Städler und viele mehr.
Genug lamentiert über den Niedergang von openPM und den PMCamps, denn es gibt ja noch ein kleines gallisches Dorf, das sich wacker hält: Zürich. Und am Freitag war PMCamp Zürich.
Mit dem Debattierhaus Karl der Große, eine wunderbare Location im Herzen der Altstadt (und ich Idiot hab anfangs ernsthaft darüber nachgedacht mit dem Auto anzureisen, dabei war es umso schöner Bahnhof, Hotel und Location alles fußläufig zu haben, wobei man bei den Hotelpreisen in Zürich schon mal schlucken darf).
Aber zum PMCamp, in Zürich eintägig, in besagter historische Umgebung mit ganz tollen Gastgebern – ein herzliches Dankeschön an Lucia, Anne, Katrin und Mathias. Ihr hattet ein hervorragendes Händchen bei der Auswahl der Keynote (Stefan Schwitter), denn das Thema Achtsamkeit hat tatsächlich in die eine andere Session und das eine oder Gespräch am Rande ausgestrahlt und zum Mindsetting beigetragen. Die Sessions waren in bester Barcamp-Tradition bunt und vielfältig. Bemerkenswert: es gab keine einzige „PM und KI“-Session. Gott sei dank. (Die Vertreter dieser Fraktion sind wohl gerade alle beim IPMA World Kongress in Berlin.) Ich empfand das als sehr wohltuend, weil mir die Gespräche durchaus gezeigt haben, dass die meisten von uns sich selbstverständlich damit beschäftigen und KI nutzen, aber eben ganz normal und nicht als Hype und dass es gerade in Projekten immer um Menschen geht, die eben achtsam miteinander umgehen müssen, wobei die konkrete Perspektive viel persönlicher war: wie gehe ich mit mir in dieser (Projekt-)Welt achtsam um. Die Themen der Sessions reichten vom Zielparadoxon, PMO, Projektfinanzierung bis hin zu psychologischen Effekten, um nur einige zu nennen. Natürlich gab es auch eine Session zu Table of Elements. In den Sessions an denen ich teilgenommen habe, haben wir alle auf den Präsentationscharakter verzichtet, was sehr angenehm war und gleich zu vertrauensvollen Gesprächen geführt hat. Ein kleines persönliches Highlight für mich war Ivanas Session, die ihr ganz persönliches „Problem“ mit ihrem Auftraggeber mitgebracht hat und Rat von den Teilnehmern gesucht hat. Auch wenn wir am Schluss in ihrer Runde nur mehr 5 oder 6 Teilgenberinnnen waren, haben Menschen die sich vorher nicht kannten, miteinander diskutiert, Mut gemacht und Wege gesucht. Auch so etwas ist in einem Barcamp möglich. Danke, liebe Ivana, für deine Bereitschaft dich so zu öffnen und deinen Mut uns zu fragen und mit uns zu diskutieren.
Nach dem Closing gab es den für Zürich obligatorischen Apero und die Gespräche und das Vernetzen gingen auf der Terrasse noch bis in den Abend weiter.
Haltet die Stellung! Gut möglich, dass ich wiederkomme.
Diese Woche geht es in dem aktuellen Beitrag der Reihe Projektmanagement Methoden um die kollegiale Beratung oder Englisch: die Case Clinic.
Die Kollegiale Beratung oder Case Clinic ist eine strukturierte Methode, bei der ein Teammitglied ein aktuelles berufliches Problem oder einen Fall vorstellt und die anderen Teilnehmer Lösungsvorschläge erarbeiten. Diese Methode fördert gemeinsames Lernen und die Entwicklung neuer Perspektiven.