Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

Feedback

Ehrliches Feedback ist in unserer Business-Welt leider viel zu selten geworden. Wir vermeiden exponierte Statements. Beißen uns lieber auf die Zunge oder vermeiden die Anstrengung uns zu äußern.

Umso mehr freuen wir uns über konstruktives Rückmeldungen zu unseren Videotrainings bei LinkedIn Learning:

Alexander Plonka: „…mit dieser E-Mail möchte ich mich für Ihren erstklassigen „Ihr Weg zum Projektmanager“ Kurs auf LinkedIn bedanken. Ihr Kurs begeistert mich weil er einen umfassenden Überblick zum Thema liefert. Die Inhalte sind visuell sehr ansprechend dargestellt, das freie Sprechen vor der Kamera liegt Ihnen beiden. Ihr Auftreten ist überaus professionell und der kleine giyf-Scherz hat mich zum Lachen gebracht…“

Olga Keller: „Ihre Videos sehe ich als eine große Bereicherung und Inspiration =) Ich bin froh, dass ich das E-Learning / Training gefunden habe und ich werde Sie auf jeden Fall als einen sehr wertvollen Experten im Auge behalten! Ich hoffe, dass ich Sie zukünftig für einen oder anderen Training oder als einen Coach gewinnen kann.“

Regina Fischer-Fels: „[…] ich habe gerade Ihren Kurs „Ihr Weg zum Projektmanager“ beendet und wollte mich bedanken. Ich finde die einzelnen Kurse sehr gut strukturiert, sehr verständlich und ich bin auch sehr dankbar, dass auf sog. Misserfolge eingegangen wird. Ich habe eine Zeit lang in den USA gelebt und da hieß es immer, wenn etwas nicht geklappt hat, dass man es ja immerhin versucht hätte und daraus gelernt hat. Das vermisse ich hier in Deutschland. Es ist einfach unrealistisch zu glauben dass immer alles gut läuft. […] Was mich freut ist, dass ich viele Dinge intuitiv richtig gemacht habe. Mir ist aber auch bewusst geworden, dass das Wenigste von dem was ich gemacht habe, wirklich ein Projekt war ;-)“

Was zum Lesen…

Unser Hörbuch ist nun auch schon wieder vollständig veröffentlicht. Wer an der Erzählung von Babs & Co seinen Spaß gefunden hat, dem gefällt vielleicht auch der kleine Projektmanagement-Krimi, der vor einiger Zeit hier im Blog entstand.

Klassich. Agil. ist ein kleiner Projektmanagement-Krimi in 6 Folgen.

Alle Folgen gibt es hier:

Intro: Klassisch. Agil. – Ein Projektmanagement-Krimi
Teil 1: Ein Workshop in den Bergen
Teil 2: Ein Toter
Teil 3: Antipoden Klassisch. Agil.
Teil 4: Das Bargespräch
Teil 5: Dekonstruktion
Teil 6: Frühstück

Viel Spaß beim Lesen!

PM für die COVID 19-Economy

Der Microsoft-Konzern bietet im Rahmen einer Qualifizierungsoffensive Schulungscontent von Microsoft, LinkedIn Learning und GitHub kostenlos für alle an.
Ryan Roslansky, CEO von LinkedIn, nennt in einem Blog-Artikel dazu 10 Schlüsselqualifikationen für die heutige Zeit. Als solche nennt er:

  • Softwareentwickler
  • Vertriebsmitarbeiter
  • Projektmanager
  • IT-Administrator
  • Kundeservicemitarbeiter
  • Spezialisten für digitales Marketing
  • IT-Support/Helpdesk
  • Datenanalysten
  • Finanzanalysten
  • Grafilkdesigner

Zu diesen Zukunftsjobs hat LinkedIn nun jeweils einen Lernpfad mit Videokursen freigeschaltet. Diese stehen zunächst bis Ende März 2021 kostenlos zur Verfügung.

Im deutschsprachigen Angebot findet sich da auch unser Lernpfad: „Ihr Weg zum Projektmanager„.

Wir freuen uns, dass wir mit unserem Trainingsangebot eine solche globale Initiative unterstützen dürfen! Eine ausführliche Kursbeschreibung gibt es hier. Wer bislang ein LinkedIn Abo gescheut hat, hat nun keine Ausrede mehr! 😉

Gelesen: Projekte spielend…

Selten ist mir eine Buchbesprechung so schwer gefallen, wie diese:

Eva Prader, Urs Andelfinger, Andrin Rüedi, Projekte spielend zum Erfolg führen: Orientierungshilfen (und Irritationen) für erfahrene Projektverantwortliche, Wiesbaden 2019

Gute Autoren, lesenswerter Inhalt und doch gefällt mir das Buch nicht und ich fürchte, das hat der Verlag verbockt oder zumindest hätte er das im Lektorat retten können. Nein, ich rede nicht von Rechtschreibfehlern oder einem schlampigen Satz – in der Hinsicht ist mir nichts aufgefallen, was zu beanstanden wäre. Meine Kritik bezieht sich vielmehr auf das Buchkonzept, denn in dem Werk steckt nicht ein Buch, sondern es stecken gleich mehrere, aber irgendwie ist dann jedes einzelne unbefriedigend.

Aber zurück auf Anfang: Bei dem Titel hätte ich ein „Playbook“ im amerikanischen Sinne erwartet. Das Playbook einer Sportmannschaft beschreibt ihre Spielphilosophie und ihre taktischen Spielzüge. Diese Konzept auf das Projektmanagement zu übertragen hat mein Interesse geweckt. Bei der Lektüre hatte ich aber bis kurz vor Schluss nicht das Gefühl ein solches Buch in Händen zu halten, genau gesagt bis Kapitel 12, wo das dann in komprimierter Form kommt. Auch wenn Kapitel 12 „nur“ Inhalte aus dem Buch zusammenfasst, kommt bei der Lektüre bis dahin nicht wirklich das Gefühl eines Playbooks auf. Das ist zum Einen dem Springer-Wissenschaftsformat geschuldet, das das Buch quasi in eine Reihe wissenschaftlicher Aufsätze aufteilt, aber auch der Verwendung der Spielmetapher, die ich in dieser Form nicht geglückt finde. Sie greift weder das oben beschriebene Sportspiel auf, noch nimmt sie nennenswert Bezug zu Gamification und Serious Play. Vielmehr wird das Projektspiel als eine Art Brettspiel beschrieben. Schön und gut, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das das lediglich als coolerer Begriff für ein schnödes Phasenmodell herhalten musste (Projekte mit einem Phasenmodell zum Erfolg führen hätte ich vermutlich auch nicht gekauft). Metaphern wie Spielphilosophie, Taktik und Spielzüge hätte ich mir besser ausgeführt gewünscht. Auch die Idee der Ressourcenkarten, deren Inhalte ohne Beanstandung sind, aber deren Erläuterung in der Spielmechanik mir gefehlt hat.

Ich sprach von mehreren Büchern. Das fängt auf dem Buchrücken an: Das Projektmanagement-Playbook erhält plötzlich eine Einschränkung auf IT-Projekte (auch wenn das IT zunächst noch in Klammern gesetzt wird). Während auf dem Titel davon noch nicht die Rede ist, wird es im Inneren noch schlimmer: Plötzlich ist insbesondere von Digitalisierungsprojekten die Rede.

Das Schlimmste ist: Diese Einschränkungen hat das Buch überhaupt nicht nötig! Das sind Punkte, bei denen ich als Leser eher ein Buzzword-Marketing des Verlages vermute. Schade drum.

Wir haben also ein Projektmanagement-Playbook, ein IT-Projektmanagement-Buch, ein Digitalisierungsbuch und dann lese ich das Geleitwort und fürchte schon einen Therapie-Ratgeber in Händen zu halten.

Bitte nicht missverstehen, die vermeintliche Buchidee hat mich angesprochen, die Inhalte sind gut. Ich habe selten so viel Kluges über Organisationstheorie und Psychologie im Kontext von Projekten gelesen, wie hier. Ich habe jede Menge Input für mich herausziehen können, aber die Umsetzung des Buchkonzepts finde ich nicht stimmig.

Von den Abbildungen im Buch ist bei mir insbesondere eine hängen geblieben: Das Service Owner Team. Die Darstellung würde ich als etwas nebulös und „schmutzig“ bezeichnen, was aber keineswegs als Kritik gemeint ist, ganz im Gegenteil: das ist Ausdruck der Komplexität, die das Zusammenspiel von Stammorganisation, Projektorganisation und IT-Organisation visualisiert. Mein Kompliment für den Mut, darauf zu verzichten ein solches Bild stromlinienmförmig anzupassen.

Ich hoffe, dieser Beitrag wird meiner eingangs beschriebenen Zerrissenheit gerecht. Kluge Köpfe, kluger Inhalt, aber vermutlich zuviel gewollt. Einerseits würde ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen, aber nicht für jedermann. Das Buch ist nicht nur zum Rosinenpicken geeignet, sondern es ist ein Rosinenkuchen, auch wenn der schon wieder in viele Krümmel aufgelöst ist. Projektmanagement-Einsteigern würde ich eher abraten, alte Hasen werden aber noch erstaunlich viel finden. Praxisbezug wäre auch ohne die unnötige Einschränkung auf die Digtalisierung gegeben: Ich hatte bei keinem einzigen Praxistipp etwas einzuwenden.

Nun denn… Entscheidet selbst.

(Falsche) Selbstverständlichkeiten in Projekten

Heute neu im Projektmagazin: So vermeiden Sie Fehler und falsche Einschätzungen in der Projektarbeit. Nach langer, langer Zeit wieder einmal ein Beitrag für das Projektmagazin aus meiner Feder.

Es geht um (falsche) Selbstverständlichkeiten und wie sie entstehen, aber vor allem geht es darum Strategien dagegen zu entwickeln, damit wir eine Resilienz entwickeln. Hierzu brauchen wir verschiedene Bausteine, die im Artikel alle erläutert werden:

Hinter dem Artikel selbst steckt übrigens auch eine Geschichte:

Ursprünglich habe ich mit meinem Verleger Ralf das Thema Stakeholder für ein Buchprojekt diskutiert. Ralf hat mich damals „desillussioniert“ mit der Feststellung, dass es zu diesem Thema (auf dem Buchmarkt) keinen Bedarf bzw. keine Nachfrage gibt. Mein Grübeln darüber habe ich dann letztes Jahr mit zum PMCamp München genommen und da die Frage nach (falschen) Selbstverständlichkeiten auf den Tisch gebracht (Sessiondoku auf openPM). Lisa vom Projektmagazin war eine der Teilnehmerinnen der Session und hat mich später angeregt, das Thema zu einem Artikel weiter zu entwickeln. Und hier ist er…

Anekdote am Rande: Auch der zweite große Beitrag der aktuellen Ausgabe hat einen Bezug zum PMCamp München, denn auch dort war Michael mit einem Beitrag zu Liberating Structures vertreten.

Ein neuer Blog

Bei Loriot heißt es ein Klavier, ein Klavier. Demnach müsste es hier ein neuer Blog, ein neuer Blog heißen.

Bloggen ist schon so was von Anfang dieses Jahrtausends, dass neue Blogs in der Tat bemerkenswert sind.

Und bei der lieben Dagmar bin ich mir sicher, dass sie was zu sagen hat. (Und unabhängig von diesem Post und ihrem Blog, hat sie mir auch versprochen auf openPM beitragen zu wollen.)

Als Thema hat sie gewählt: Projektmanagement, Kommunikation, systemische Gedanken. Also ganz mein Ding.

Ich weiß gar nicht mehr, auf welchem PMCamp ich sie kennen gelernt habe, aber das verbindet. Und da gibt es viele liebe Kollegen, mit denen ich wertschätzend in Kontakt stehe, auf so komischen Medien wie Twitter oder möglicherweise sogar real und Dagmar ist eine von ihnen, genauso wie Ralf, Stefan, Tom, Andreas, Falk, Thilo, Christian und viele mehr.

Hey, ich möchte euch nicht mehr missen!

Das openPM Meta-Glossar

Gerade konnten wir auf openPM ein weiteres Glossar in unser Meta-Glossar zum Thema Projektmanagement integrieren.

Dieses Meta-Glossar ist vermutlich die umfangreichste Sammlung von Projektmanagement-Begriffen im Web mit Links zu den entsprechenden Artikeln der verschiedensten Anbieter.

Nächster geplanter Schritt ist zu den wesentlichen Begriffen jeweils einen konsolidierten Beitrag auf openPM zu erstellen, wer daran mitwirken will, ist herzlich eingeladen.

#7Tage7Trainings

In der letzten Woche haben Christian, Daniel und ich unter dem Motto #7Tage7Trainings ausgewählte Trainings aus unseren Kursen für LinkedIn-Learning vorgestellt, damit niemand eine Ausrede hat, er könne sich im #Homeoffice nicht fortbilden.

Tag 1: Einführung ins Projektmanagement

Christian hat in seinem Post  den ersten Teil aus unserem Lernpfad „Ihr Weg zum Projektmanager“  vorgestellt. Wir haben uns in dieser gesamten Reihe bemüht sowohl traditionelle als auch agile Ansätze aufzuzeigen zu erklären.

Tag 2: Business Visualisierung

An Tag 2 stellte Daniel unsere ursprünglich als wöchentliche Serie angelegte Reihe zu Business Visualisierung vor. Mehr Input von uns zum Thema gibt es ja auch in Buchform…

Also wer im #Homeoffice mal nicht vor der Kiste sitzen will, kann gerne auch ganz „old school“ zur gebundenen Ausgabe greifen. Wobei so ganz „old school“ ist unser Werk natürlich nicht, denn sonst wäre es kein Roman geworden – alles andere als konventionell. Und zu erhalten u.a. bei Amazon.

Tag 3: Agiles Projektmanagement

Mit diesem Kurs wollen wir speziell einen ersten Einstieg ermöglichen, zeigen, was dieses „komische“ Agile überhaupt ist, am Beispiel SCRUM einen ersten Eindruck vermitteln und über Projekt hinaus die Besonderheiten und Möglichkeiten agilen Arbeitens aufgreifen.

Wer dabei auf den Geschmack kommt, dem seien auch die weiteren Trainings zum Agilen Arbeiten empfohlen.

Tag 4: Risiko und Unsicherheit

Nicht nur in Projekten, sondern wie wir gerade sehen, ganz grundsätzlich sind wir immer wieder mit Risiken und Unsicherheit konfrontiert. Deswegen wollen wir an Tag 4 unserer Reihe #7Tage7Trainings für das #Homeoffice dieses Thema aufgreifen.

Den Risiken gegenüber stehen auch Chancen, aber wie kann eine systematische Auseinandersetzung mit diesen Themen aussehen? Wie kann ein Risikomanagementprozess aussehen und welche Werkzeuge können wir dabei nutzen?

Unser Kurs enthält darüber hinaus auch ein Kapitel über Claims, sprich (Nach-)Forderungen zwischen Projektparteien.

Tag 5: Design Thinking

In einigen Unternehmen ist das Vorgehen schon ein Standard – in anderen Unternehmen wird es noch nicht oder erst vereinzelt eingesetzt: Design Thinking. Ein Ansatz zur systematischen Herangehensweise an komplexe Aufgaben- und Problemstellungen.

Tag 6: Agil arbeiten – Agile Meetings produktiver gestalten

Christian empfiehlt einen Kurs von Daniel am  vorletzten Tag unserer kleinen Reihe.

Tag 7:  Projektmanagement – Ethik und Compliance

Wie schnell doch eine Woche #Homeoffice vergeht.

Zum Abschluss wird es etwas nachdenklicher: Mit Ethik und Compliance im Projektmanagement geht es vor allem um die Reflexion unseres Handelns. Dass dies durchaus praktische Relevanz hat, versuchen wir in unserem Kurs zu zeigen, Dabei geht es um Menschen, Pläne, Ziele, Entscheidungen, Krisen und Konflikte.

Wir hoffen, dass wir für den einen oder anderen Kurs Interesse wecken konnten. Es gibt aber auch darüber hinaus (nicht nur von uns) noch einige Schätze auf der LinkedInLearning-Plattform zu entdecken!

Viel Spaß beim Anschauen und Lernen!

Spiel mit den Grenzen

Das Projektmagazin lädt wieder zu einer Blogparade: Grenzen im Projektmanagement abbauen oder bewahren?

Für einen System Thinker stellt sich die Frage nicht wirklich, denn Systeme konstituieren sich durch ihre Grenzen. Also lohnt sich der Blick auf die Grenzen allemal. Aber welches System wollen wir betrachten? Das Projekt selbst? Den Projektgegenstand? Das Unternehmen, das ein Projekt initiiert und durchführt? Die Gesellschaft? Oder die Projektmanagement-Community?

Und schon schwimmen sie wieder die Grenzen. Je nach Wahl des Betrachtungsgegenstandes, je nachdem welches System wir betrachten rücken andere Grenzen in den Fokus.

Das Spiel mit den Grenzen ist also Bestandteil des Perspektivenwechsels und ohne Perspektivenwechsel ist in unseren komplexen Welt kaum eine Problemlösung möglich – egal ob bei der Scope-Definition für unser Projekt, bei der Wahl des Vorgehensmodells oder bei der Methodenauswahl.

Insofern ist die Antwort auf die Eingangsfrage ein sowohl als auch – und permanenter Auftrag, denn Grenzen verschieben sich. Nichts ist so stetig wie der Wandel. Wir haben nicht nur eine einmalige Betrachtung, sondern müssen auch die zeitliche Dimension im Auge behalten. Das ist vielleicht lästig, aber unvermeidlich. Es ist unser Job…

Scope Creep

Wenn es mal wieder ein bisschen mehr sein darf… Scope Creep – die schleichende Umfangserweiterung ist ein Albtraum für die Projektarbeit und dennoch treffen wir sie allerorten. Wie wir sie erkennen und wie wir uns dagegen wehren können, darin geht es in unserem Videotraining auf LinkedIn Learning.


bernhardschloss.de