#475 Es lebe die nationale Cloud!

Heise online und Golem berichten vom direkten Zugriff der US Behörden auf Daten in der Cloud, solange diese Dienste von US Unternehmen gehostet werden (also selbst wenn das Hosting nicht in den USA erfolgt). Die Cloud ist tot. Es lebe die nationale Cloud!

I Like

Auf dringenden Wunsch eines einzelnen Lesers hat schlossBlog jetzt auch einen Facebook- „I like button“ bekommen, auch wenn sich so etwas nicht immer auf das wahre Leben übertragen lässt.

(Danke an Christian für den Link und Danke an Ingo für die Anregung!)

#474 Nachrufe auf Eliyah M. Goldratt

Eliyah M. Goldratt der Begründer der Theory of Constraints (Engpasstheorie) ist verstorben. Im Web häufen sich die Nachrufe:

#473 PM-Reader

Eine kurze Zusammanfassung zu PM-Themen aus meinem Feedreader:

#472 Das neue XING – Ein erster Blick

Im Laufe des heutigen Tages wurde das neue Xing freigeschaltet. Jetzt sieht auch noch Xing aus wie Facebook.

Bemerkenswert an der aktuellen Überarbeitung (Neudeutsch: Relaunch) des Social Networks Xing ist, dass man konsequent aufgeräumt hat und sich so von den zwischenzeitlich eingeführten Apps verabschiedet. Offenbar haben sich diese nicht wie erhofft bewährt (um ehrlich zu sein: Ich habe sie auch nicht genutzt).

In Fällen einer Success Story, wie sie Xing bislang hingelegt hat, ist so viel Konsequenz eher ungewöhnlich, gewöhnlich verliert man sich eher im Erfolg. Die Orientierung an Facebook könnte dabei aber auch ein Eigentor werden, denn wenn sie dem Anwender gefällt, könnte er sich zum Original hinwenden.

Erfolgreich bei Xing ist anscheinend die Vernetzung im Kontext Wirtschaft/Arbeitswelt (im deutschsprachigen Raum). Hierzu zählen auch die Gruppen (Die einzig mir bekannten, lebenden Foren im Web 2.0 mit Business Content.) und die daraus resultierenden Spin-Offs in die reale Welt (Wie, Sie waren noch bei keinem Xing-Treffen??). Vielleicht wird Xing künftig ja auch eine Event-Agentur.

Weiter bemerkenswert ist, dass Xing es geschafft hat, im nennenswerten Umfang Web 2.0-Jünger zu zahlenden Mitgliedern zu machen. Hier könnte Potential für ein Geschäftsmodell im Micro-Payment liegen. Da ist das, was wir bislang kennen erst der Anfang.

Interessant wird, wie sich Xing im internationalen Kontext bewähren wird. Auf der anderen Seite bedient ein deutscher Spezialist, deutsche Anforderungen vielleicht auch besser als ein unspezifischer, globaler Anbieter.

Und das sagt Xing selbst zum Relaunch.

Weitere Stimmen (Update): Computerwoche , heise online,  Internetworld, Horizont.net

Und das sagt die Blogosphäre:
„Im Facebook Gewand„, „Das gleiche in grün„, „In neuem Glanz„, „Xing wird jünger, aufgeräumt und folgt dem Wettbewerb„. Authentisch-im-Internet nimmt den Relaunch zum Anlass für ein paar grundsätzliche Überlegungen zu Xing. Web 3.0 attestiert unabhängig vom Relaunch einen Rückgang an Premium-Mitgliedern und an Quantität und Qualität in den Gruppen/Foren.

#471 Wie man Karriere macht

Thomas Sattelberger ist einer der bekanntesten Personaler in Deuschland. Gegenwärtig ist er bei der Telekom Personalvorstand. In einem Interview für den KarriereSPIEGEL (nachzulesen auf Spiegel online) verrät er jetzt: „Karrieren werden beim Pinkeln gemacht.“

Und nicht nur Karrieren: In  ähnlicher Situation bin ich vor Jahren von einem Kunden in ein Gespräch verwickelt worden, dass zu einem neuen Auftrag geführt hat.

Sattelberger ist übrigens ein Freund spitzer Bonmots. In seiner Zeit bei der Lufthansa, soll er einmal gesagt haben, dass 70% aller Bewerbungen über das Lichtbild entschieden werden.

#470 Gelesen: Compliance Intelligence

Compliance Intelligence: Praxisorientierte Lösungsansätze für die risikobewusste Unternehmensführung (Amazon)
Michael H. Brauer, Klaus-Dieter Steffen, Sven Biermann und Andreas H. Schuler
Schäffer-Poeschel , Stuttgart 2009
ISBN: 978-3791028774

Compliance Intelligence ist keine allgemeine Einführung in das Thema Compliance, sondern eine spezielle Herangehensweise an das Thema (insbesondere auch an die IT-Compliance) unter dem Einsatz von Werkzeugen der Business Intelligence. Es geht also darum, wie mit dem Einsatz von IT Compliance sichergestellt werden kann.


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#469 Erfolg

Nachdem hier schon des öfteren vom Scheitern von Projekten die Rede war, wollen wir uns diesmal positiv der Sache annähern. Den Anfang macht Judith Andresens Präsentation auf Slideshare, die sich zentral mit Projektkultur als Erfolgsfaktor auseinandersetzt. Das erinnert mich an ein lange zurückliegendes Projekt in dem ich eine zentrale Projektdatei mit dem Kennwort „Projektkultur“ geschützt habe – ich war mir sicher, dass niemand im Projekt dieses Passwort knacken würde.

Auch Robert Wiechmann hat eine Präsentation (diesmal von Nick Smith) ausgegraben, die uns sagt, dass Versagen zum Leben dazu gehört.

Dass selbst in der rosaroten agilen Welt nicht alles glänzt, beweisen lahme Scrum Implementierungen.

Aber andersherum ist schnelles Scheitern, die Erfolgsstrategie agiler Methoden, denn es erlaubt schnelles Lernen (Failure: The Road to success).

Craig Brown von Better Projects definiert, was Erfolg ist und setzt sich dabei mit Erwartungen und den gemachten Erfahrungen auseinander.

Last but not least verrät uns Sven Rimbach, wie man ein guter Projektleiter wird, nämlich nicht durch Zertifizierungen, sondern durch machen!

#468 Das neue Projektmagazin

Das gute alte Projektmagazin hat seine technische Plattform gewechselt und sein Design überarbeitet. Inhaltlich fallen die Änderungen (zumindest auf den ersten Blick) gar nicht groß ins Gewicht.

Die Beiträge sind weiter in bewährter Manier.

Die Rubriken „Themen“ und „Werkzeuge“ lassen das Portal mächtiger aussehen als es eigentlich ist, denn dahinter verbergen sich auch „nur“ alternativ aufbereitete Zusammenstellungen zu Beiträgen im Archiv.

Das Forum ist jetzt voll integriert. Nach einer Anmeldung auf dem Portal ist man nun auch gleich im Forum angemeldet (dem war vorher nicht so). Bleibt zu hoffen, dass mit solchen Vereinfachungen das Forum auch stärker belebt wird, trotz namhafter Moderatoren war die Resonanz des Forums bislang eher mau.

#467 Schwarmintelligenz

Mein Kollege Florian hat mich gestern Abend auf die Google Prognose zum European Song Contest aufmerksam gemacht (also noch vor der großen Tamtam in Düsseldorf). Und da stellt sich im Nachhinein doch die Frage nach der Schwarmintelligenz von Google. Nun, es mag beruhigend sein: Es scheint nicht weit her damit. Das tatsächliche Ergebnis liegt weit daneben.

Lena als Googles Nummer 1 wurde 10., Aserbaidschan als Gewinner war bei Google nur auf Platz 7, Italien als Zweitplatzierter war bei Google nur Schlußlicht.

Ist es also nicht weit her mit der Schwarmintelligenz?

Oder hat Google nur den „falschen Schwarm“ befragt/ausgewertet? Wahrscheinlich stammt die größte Zahl der europäischen Google-Nutzer aus Deutschland, was die Überschätzung von Lena erklären könnte. Die Punktevergabe erfolgt nicht repräsentativ. es gibt größere und kleinere Länder. Auch die nachbarschaftlichen Punkteschiebereien dürften die prognostischen Fähigkeiten überfordern. Google, die Datenkrake, hat sicherlich die größtmögliche Datenbasis und dennoch liegt die Prognose weit daneben. Wir wissen um die analytischen Fähigkeiten von Google, schließlich beruht das Google-Geschäftsmodell, die gezielte Platzierung von Werbung, darauf und dennoch hätte der berühmte Affe aus dem Wallstreet Journal (also ein Zufallsgenerator) wahrscheinlich nicht schlechter abgeschnitten. Und wenn Google bei einer Prognose so daneben liegt, wie sieht es dann in den prognostischen Modellen moderner BI-Systeme aus? Besser als beim Champion?



bernhardschloss.de