#243 Objektivität sozialer Medien

Über den Einsatz sozialer Medien (Wikis, Twitter & Co) wurde hier schon fleissig berichtet und diskutiert. Ein Beispiel für die Qualitätsmängel findet sich gerade bei XING (Abo-Dienst). Anläßlich der Bundesatgswahl gibt es dort eine Wahlbarometer samt Online-Umfrage. Wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre, dann käme CDU/CSU aktuell z.B. auf 3,14% der Stimmen (nein, das Komma ist nicht verrutscht). Großer Sieger würde die Piratenpartei mit 75,8% der Stimmen!

Quelle: XING

Bei aller Sympathie für die Piraten, fürchte ich, dass uns dieses Beispiel nur zeigt, auf welch wackeligen Füßen soziale Medien mitunter stehen und wie sehr sie von den partizipierenden Teilnehmern abhängen. Im politischen Umfeld mag so etwas aufgrund der Emotionalität noch verstärkt sein, aber tendenziell fürchte ich, müssen wir auch im Business-Einsatz solcher Medien mit diesen Effekten leben.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Den Versuch von XING eine Plattform für die politische Diskussion bereitzustellen finde ich durchaus begrüßenswert! Beim kritischen Umgang mit den Inhalten ist nur wieder jeder einzelne gefordert.

#242 Gescheiterte BI-Projekte

Passend zum voranstehenden Beitrag über das Scheitern von Projekten und passend zu der kleinen BI-Serie, die wir jüngst hier hatten, berichtet die Computerwoche über gescheiterte BI-Projekte. Und man staune: es scheitert zuerst an den Menschen und dann an den Daten…

Und hier noch einmal die Links zu den einzelnen Beiträgen der BI-Serie:

In Teil 1 der Reihe finden sie eine Definition von BI und grundlegende Anforderungen von Kennzahlsystemen.
In Teil 2 wurde das Anforderungsdilemma in BI-Projekten beschrieben.
In Teil 3 rückt das Augenmerk auf die Unternehmensleitung und deren Umgang mit BI.
Teil 4 beschäftigt sich mit den elementaren Themen Datenqualität und Datenbereitstellung.
In Teil 5 wird resümiert, was ein erfolgreiches BI-Projekt ausmacht.

#241 Projektabbruch

Wird ein Projekt eingestellt, abgebrochen, vorzeitig beendet, etc. so hat dies weit mehr Auswirkungen, als es im ersten Augenschein anmutet.  Robert K. Hurley und Joseph T. Jimmerson fassen auf PMHut einige Auswirkungen zusammen und sprechen sogar vom Projektabbruch als traumatischem Erlebnis. Zweifelsohne gibt es auch solche Auswirkungen auf Ebene des einzelnen Projektmitarbeiters. Daneben gibt es aber auch noch Auswirkungen auf die Organisation, zum Einen auf Projektkultur und Motivation, zum Anderen auf Erfahrung und Wissen.

Der Abbruch von Projekten ist immer wieder an der Tagesordnung und weiter verbreitet als man denkt. Die beiden führen hierzu eine akutelle PMI-Umfrage, sowie Erfahrungen der NASA an und weisen darauf hin, dass ein vernünfitger Abschluss in gescheiterten Projekten mitunter noch wichtiger ist, als in erfolgreichen Projekten.

Weitere Beiträge zum Scheitern von Projekten aus schlossBlog:

#201 CHAOS-Report und mehr…
#172 Scheitern von Projekten
#163 Scheitern
#141 Erfolg und Scheitern von Projekten

#80 Projekterfolg
#70 Umgang mit dem Scheitern

#44 warum Großprojekte scheitern

#240 Wikis im Unternehmen

Andreas Heilwagen hat sehr ausführlich seine eigenen Erfahrungen mit Wikis in Unternehmen zusammengefasst. Mein persönliches Fazit aus seinen Erkenntnissen und meinen eigenen Erfahrungen:

Der Erfolg eines Wikis im Unternehmen hängt vor allem ab von:

(1) Der Bereitschaft der Leitung ein solches „basisdemokratisches“ Medium einzusetzen und zu fördern und den damit verbundenen „Kontrollverlust“ hinzunehmen.

(2) Der Partizipation und das schließt die im Wiki verfügbaren Inhalte ebenso ein, wie den Kreis der aktiven Teilnehmer.

#239 Mediatoren in IT-Projekten

Das CIO-Magazin berichtet über Mediatoren in IT-Projekten. Angeführt werden insbeondere Konflikte zwischen IT und Fachabteilung (Hatten wir das nicht erst?), in denen Mediation sinnvoll eingesetzt werden kann Eigentlich wäre das doch der Job eines IT-Management, des Anforderungsmanagement oder des Claim Management,… Auch als PM war ich schon oft entsprechend gefordert. Also wieder die Geschichte vom alten Wein in neuen Schläuchen? Oder nur Marketing für eine weitere Ausbildung/Zertifizierung? Auch dieser Geschäftszweig will leben und braucht neue Märkte.

Ein Fehler in der Mediationsmetpaher in diesem Zusammenhang ist, dass IT und Business als eigenständig gesehen werden. Das mag in der Unternehmensrealität vielleicht auch der Fall sein, aber hier liegt der Hund begraben: IT ist kein Selbstzweck! Die IT gewinnt ihre Existenzberechtigung erst aus dem Business. Kundenorientierung und Prozessorientierung wären die geeigneten Direktiven. Sind die beiden gegeben und gibt es ein funktionierendes Anforderungsmanagement, so wird der der im Artikel beschriebene Mediationsbedarf sich wieder weitgehend auflösen.

#238 PM und Interim Management

Im Interim Management kommt ein erfahrener Manager von außen und wird in das operative Geschäft eines Unternehmens eingebunden, d.h. er wird in die Aufgaben- und Verantwortungshierarchie integriert und erhält auch entsprechende Weisungsbefugnisse. Interim Management beseitigt Engpasssituationen, sichert die Handlungsfähigkeit und leitet langfristige Lösungen ein. Interim Management kann in verschiedenen Szenarien zum Einsatz kommen:

  • Projektmanagement
  • Krisenmanagement
  • Change Management
  • Expertenmanagement
  • Überbrückungsmanagement

Projektmanagement ist also ein mögliches Einsatzszenario für den Interim Manager. Der Einsatz des Interim Manager kann dabei sowohl in der zentralen Koordination/Projektmanagement als auch in fachlichen Arbeitspaketen als Experte erfolgen.

#237 KPIs im Projektmanagement

Die GPM hat jüngst das Management-Summary einer Studie über den Einsatz von KPIs im Projektmanagement veröffentlicht. Die Studie entstand im Rahmen eines Praxisprojektes an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in St. Gallen (FHS).

KPIs oder Key Performace Indicators sind Kennzahlen, natürlich nur die ganz besonders wichtigen, die in der Studie nach den Rollen Geschäftsleitung, Progammführung, Portfolioführung und Projektleitung zusammengefasst werden.

Der Studie liegt ein einseitiges Projektverständis zugrunde: Die Auswahl der KPIs lässt vermuten, dass überwiegend Vertriebsprojekte erfasst wurden (was wohl mit dem Stichwort Project Driven Enterprises gemeint war.) Man könnte also auch von CRM-KPIs sprechen… Nein, das war jetzt etwas gemein, aber ein KPI Angebotserfolgsrate kommt wohl nur in solchen Projekten vor.

Inhaltliche Themen, Projektfortschritt und Status spielen anscheinend keine große Rolle, aber die lassen sich auch nicht so einfach quantifizieren, was meine Vorurteile gegenüber zu stark quantitativen Denkens  bestätigt.

Zumindest im Management-Summary gibt es auch keine Erläuterungen zu den einzelnen KPIs. Die Praxis unzähliger BI-Projekte zeigt leider, dass auch die vermeinlich eindeutigsten KPIs sehr kreativ unterschiedlich definiert werden können.

#236 IT und Business voneinander losgelöst

Ja, wir haben es immer schon geahnt, was eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Auftrag der Management-Beratung Detecon International jetzt bestätigt: Das Business fühlt sich von der IT nicht hinreichend unterstützt. Da kennt das Business nicht die IT-Strategie des Unternehmens (soweit überhaupt eine IT-Strategie vorhanden), aber auch IT-Lösungen besitzen noch erhebliche Potenziale bzgl. der effektiven und effizienten Ausrichtung auf Geschäftsanforderungen. Die Computerwoche berichtet.

#235 Projektstrukturplan

Christian Henner-Fehr hat auf seinem Kulturmanagement-Blog mal wieder einen PM-Beitrag in dem er kurz und prägnant das Thema Projektstrukturplan (PSP) oder Work Breakdown Structure (WBS) zusammenfasst.

#234 VisualPM: GANTT mit PPT2007

“Haben Sie das nicht auch als Powerpoint-Folie?” – mit dieser Frage endete der vorangehende Beitrag. Nachdem mir diese Frage schon viel zu oft über den Weg lief, habe ich mir selbst eine kleine Hilfe mittels VBA-Makro gestrickt, die auf schlossblog zum Download bereit steht. Diese Hilfe ist für Powerpoint 2007 ausgelegt und verwendet ein kleines Makro. Speichern Sie die Hilfe als .pptm-Datei.

Hier eine kurze Anleitung zum Einsatz der Datei:
(1) Datei öffnen
(2) Eine neue Folie erstellen
(3) Erstellen Sie ein einfaches Rechteck an der Stelle und Größe, wo das GANTT-Diagramm auf der Folie erscheinen soll.

(4) Lassen Sie das Rechteck markiert und rufen über den Ribbon Entwicklertools>>Makros im Dialog das Makro GANTTinRectangle auf:

(5) In den nächsten beiden Dialogfenstern, werden die Zahl der Perioden und die Zahl der Vorgänge abgefragt.
(6) Anschließend erstellt das Makro automatisch eine Vorlage für das GATT-Chart:

(7) Die Anpassung der Beschriftung und der Balken können nun manuell vorgenommen werden.



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