#547 BER und der Managementkorrekturfaktor

Auf Spiegel online zitiert heute Alexander Demling den Planungsexperten Bent Flyvbjerg, der auch schon in der ZDF-Reportage „Fluchhafen“ herhalten musste und auf den auch im aktuellen Bestseller „Schnelles Denken, langsames Denken(Amazon) von Daniel Kahnemann (eine Rezension folgt) verwiesen wird. Plakativ heißt es da:

Die meisten Projektmanager sind Dummköpfe oder Lügner

Nicht ganz klar wird, ob das ein Flyvbjerg-Zitat sein soll. Ich bezweifle das, denn so plump ist mir Flyvbjerg nicht in Erinnerung. Auch die Wiedergabe von Flybjergs-These, dass man alle Schätzungen realistisch hochrechnen kann, wenn man eine Prognose mit einem statistischen Korrekturfaktor multipliziert, erscheint mir für den dänischen Planungsexperten, der in Oxford lehrt, zu trivial. Aus dem ZDF-Beitrag blieb mir von ihm hingegen in Erinnerung, dass Planungs- und Projektkompetenz für derartige Mega-Projekte sinnvollerweise national gebündelt werden sollten.


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#546 Schuldige im Projektmanagement

Den mit Abstand interessantesten Kommentar zur neuerlichen Terminverschiebung des Berliner Flughafens (BER) habe ich bei Fritz B. Simon gefunden. In seinem Blog für den Carl-Auer-Verlag schreibt er:

Wenn nun solch ein Projekt – wie in Berlin – in Schwierigkeiten gerät, dann erhebt sich sofort die Frage: „Wer ist schuld?“ Und die Antwort scheint dann naheliegend: die Planer, die Bauleiter u.ä. Und die Konsequenz scheint klar: Rauswerfen. Doch, und das zeigt der Berliner Flughafen: Diese Lösung ist nicht sonderlich intelligent. Wenn man diejenigen, die für die Planung und Durchführung des Projektes entlässt (z.B. die Architekten), dann kommt das einer Gehirnamputation des Projektes gleich. Denn letztlich sind die Planer und Bauleiter (die „Schuldigen“ am Desaster) die einzigen, die den Überblick haben (können), was schief läuft und wo nachgebessert werden muss.

Und wie Recht er hat. Die Frage nach der Schuld ist schlichtweg irrelevant – weil rückwärtsorientiert – und verführt zu falschen Schlüssen. Statt nach der Schuld zu fragen, müsste man sich doch die Frage stellen, wie man am besten aus der verfahrenen Situation wieder heraus kommt und wen man dafür braucht.

Aber leider ist diese Rechtfertigungskultur heute sehr weit verbreitet und die Handlungsfähigkeit bleibt auf der Strecke.

In eigener Sache

#545 Ziele sind altbacken

Stefan List  setzt sich passend zum neuen Jahr kritisch mit dem Thema Ziele auseinander.

Der Begriff Ziele klingt heutezutage mitunter etwas altbacken und wird sicher oft überstrapaziert. Zielvereinbarungsprozesse in Unternehmen sind häufig zu formalen Pflichtaufgaben verkommen, die nur proforma bedient werden.

Die Auseinandersetzung mit Zielen hat aber vor allem auch  mit Werten und Orientierung zu tun.

Und wir dürfen im Umgang mit Zielen auch nicht den gesunden Menschenverstand vergessen. Wir sollten Ziele nicht sklavisch verfolgen und uns und unsere Ziele regelmäßig hinterfragen.

#544 Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Auf dem Foto zu sehen ist das Marktmuseum in Gaimersheim samt Christkindlmarkt.

Auch im neuen Jahr warten wieder spannende Themen und Projekte! Bei openPM geht es weiter. Risikobasierte IT-Compliance ist ein heißes Thema, aber auch Coaching in Projekten – von der Stakeholderanalyse bis zur Kommunikationsplanung, vom Geschäftsmodell bis hin zur Umsetzung.

#543 Meilenstein geschafft: openPM gemeinnützig!


Ein weiterer Meilenstein für openPM liegt hinter uns: Wie Marcus Raitner berichtet liegt jetzt der vorläufige Bescheid des Finanzamtes Erding vor, der openPM e.V. als gemeinnützig anerkennt.

#542 openPM für Kinder

Eines der Mitbringsel vom PM-Camp ist openPM für Kinder. Stimmt eigentlich so nicht, denn openPM für Kinder hatte ich auf dem Weg nach Dornbirn schon im Gepäck und spätestens als ich Jonas mit seiner Frage „Kann ich auch bei openPM mitmachen?“ an die Wand gebeamt hatte, ist der Funke übergesprungen.

In einem ersten Schritt entstand dann der Versuch vier Projektmanagementbegriffe „kindgerecht“ zu definieren: Projekt, Management, Risiko, Planung.

Weitere Ideen sind bereits in Planung. Und wie gesagt: Jonas will auch mitmachen!

#541 PM-Camp Nachlese

Auch wenn es jetzt bald zwei Wochen her ist, hier nochmal eine kleine PM-Camp-Nachlese in Form von Zitaten aus meinen Aufzeichnungen (nein, das sind nicht die von Sigrid gesammelten geflügelten Worte aus dem Projektalltag, sondern Zitate von Teilnehmern, die in den Sessions gefallen sind. Natürlich sind diese verzerrend und spiegeln nicht mal repräsentativ die verschiedenen Beiträge wieder, aber sie sind so schön, dass sie nicht vorenthalten werden sollten):

#540 XING ist tot!

Auch als Premium-Mitglied muss ich feststellen: XING ist tot!

Zwar nutze ich XING zur Outlook-Aktualisierung und schätze die beruflichen Profile meiner Kontakte. Meine Aktien habe ich aber schon lange verkauft. Die XING-Gruppen sind zwar für nicht-technische Themen einzigartig, aber leider auch nicht wirklich berauschend.

Heute gab es eine einzigartige Statusmeldung von Jens H. aus HH:

Ich nutze XING nicht aktiv. Aktiv bin ich im Kontakt über Google+, Facebook oder Twitter. Hier mein relevantes Profi:…

Auch nicht zu verachten folgende Antwort auf eine Kontaktanfrage (ebenfalls von heute):

Kontakt aber bitte immer via eMail oder andere Wege, da xing für mich nur Plan B ist.

No comment.

#539 Zurück vom PM Camp

Wow, zurück vom PM Camp in Dornbirn und noch erschlagen von der Fülle der Gespräche, Diskussionen und Eindrücke. Da gibt es eine Menge nachzuarbeiten (u.a. hier im  Blog und auf openPM). Mehr in den nächsten Tagen.

Die Inhaltsdichte war noch größer als im Vorjahr. Spannende Themen. Und natürlich auch viel Spaß im Kreis großartiger Kollegen!

Vielen lieben Dank allen Teilnehmern und vielen lieben Dank dem Orgateam.

Es ist zu befürchten, dass ich wieder komme

😉



bernhardschloss.de