#430 Studie: Komplexität in Beratungsprojekten

Bastian Hanisch von der ebs führt im Rahmen seiner Promotion eine Studie zum Thema Komplexität in Beratungsprojekten durch. Wer an der Studie teilnehmen möchte gelangt über diesen Link direkt zur Umfrage.

Im Gegensatz zu anderen Umfragen über Projekte wird explizit bei der Beantwortung zwischen Berater und Auftraggeber unterschieden. Allerdings scheinen Auftrag, Umfang, Organisation und Projektbeteiligte in der Theorie viel klarer, als wir es häufig in der Praxis vorfinden, aber vielleicht liegt das nur an meinen Projekten… Vielleicht liegt es an der Nähe von IT-Projekten zur IT-Regelorganisation.

Seltsamerweise gerate ich bei der Beantwortung solcher Umfragen immer wieder in ungeahnte Schwierigkeiten. So „banale“ Dinge, wie beispielsweise die Frage nach dem Projektaufwand sind bei genauer Betrachtung gar nicht so leicht zu beantworten: Projekte passieren nicht isoliert, sondern sind eingebettet in einem Umfeld. Gehört eine Leistung noch zum Projekt oder schon zur Regelorganisation? De facto gibt es einen permanenten Austausch und Wandel von Anforderungen wie auch Leistungen.

Alles wesentlich zur Umfrage hat auch Andreas auf PJMB/Unlocking Potential zusammengefasst.

#429 Datenschutz Reader

Lesenswertes zum Thema Datenschutz:

Aus gegebenem Anlass: Werbung

Nachdem wir uns schon die digitale Identität teilen, möchte ich die Gelegenheit nutzen und an dieser Stelle ausnahmsweise einmal Werbung machen!

Also der andere Bernhard Schloß hat am 05.02. ab15 Uhr eine Vernissage im Schloß Altenhain.

Im Web zu finden ist der Chemnitzer Künstler unter: www.bernhardschloss.com

#428 Die digitale Identität

Neulich auf Facebook spricht mich mein Namensvetter an – also nicht nur ein Herr Schloß, sondern ein Bernhard Schloß, Maler und Rentner aus Chemnitz. Wir unterhalten uns kurz und es stellt sich heraus, dass wir uns eine Zeit lang eine digitale Identität geteilt haben und das kam so:

In einem Kundenprojekt bekam ich Zugriff auf diverse IT-Systeme. Im Entitlement-Service wurde mir dafür eine ID zugewiesen. Eigentlich funktionierte alles wunderbar, bis durch einen Zufall herauskam, dass in einem Kommunikationsverzeichnis mein Namensvetter mit der gleichen ID aufgeführt war. Das gab erst mal einen Aufschrei. Das kann gar nicht sein! Das darf nicht sein! Die ID ist aus dem falschen Nummernband!

Wir sind uns nicht einmal in die Quere gekommen, da meine Namesdoublette zu jenem Zeitpunkt schon in Altersteilzeit war und sein eintrag nur ruhte. Nichtsdestotrotz bekam ich eine neue ID und durfte alle Systemzugänge neu beantragen…

Jahre später komme ich wieder zu diesem Kunden, aber in in einen komplett anderen Bereich und bekomme wieder meine (nicht seine) ID zurück, ohne dass die Identität geprüft worden wäre. Die Historie im Entitlement-Service war noch erhalten. Ich konnte sogar auf meine alten Zertifikate zugreifen. Ich hatte also meine eigene digitale Identität gekapert!

P.S.: Gestern meldet sich Bernhard wieder bei mir. Er hat am 05.02.2011 ab 15 Uhr eine Vernissage im Schloss Altenhain – Herrenhaus. Leider ist auf dem Flyer zur Veranstaltung meine Internetadresse (.de) gedruckt worden, statt seiner (.com). Sieht fast aus als würden wir weiter mehr teilen als nur unseren Namen – auch noch unsere digitale Identität!

 🙂

#427 Ausgangspunkt für BI

It is important to start the BI process by determining what questions youwant answered instead of trying to implement a solution that can answer any possible question.

Ken Withee, Microsoft Business Intelligence for Dummies, Hoboken NJ, 2010, S. 82

#426 Was ich mir im neuen Jahr wünsche…

Liebe Blogosphäre,

ich wünsche mir auch in diesem Jahr viele interessante Beiträge und Diskussionen. Und für einige von Euch habe ich noch ein paar spezielle Wünsche:

  • Marcus Raitner ist für mich der PM-Blogger des vergangenen Jahres – nicht weil ich auch nur einen der anderen gering schätzen möchte, aber Marcus ist erst 2010 als PM-Blogger aktiv geworden und hat in der Kürze der Zeit eine ganze Reihe lesenswerter Beiträge geschaffen. Meist reflektiert er dabei sehr grudsätzliche Themen. Bitte mehr davon!
  • Andreas Heilwagen firmiert gerade um von PJMB auf Unlocking-Potential. Bei der Qualität seiner Beiträge wird sich aber wohl nichts ändern. Ganz im Gegenteil: Etwas kryptisch hat er mir Ende letzten Jahres noch angedeutet, dass er noch viele Pläne für den Blog hat. 
    Dafür alles Gute und Dir, lieber Andreas,  wünsche ich hinreichend Wind und einen ruhigen Seegang für dein Equilibrium!
  • Nicht nur dem Namen (PM-Blog.com) nach eine Institution ist und bleibt Stefan Hagen. Im vergangenen Jahr hat er uns gemeinsam mit Bas de Baar  mit Projektmanagement TV überrascht (Auch wenn Andreas die PM-Video-Flut dann noch toppen musste). Ich freue mich auf neue Überraschungen in 2011.
  • Das bereits 2009 gestartete Buchprojekt „Mensch im Projekt“ von Cleo Becker und Eberhard Huber auf projekt(B)LOG scheint im vergangenen Jahr etwas ins Stocken gekommen zu sein. Nichtsdestotrotz freue ich mich auch über jeden neuen Beitrag von Euch, weil ich mich als „Bruder im Geiste“ verstehe: Die Dimension Mensch wird im Projektmanagement immer wieder von Technokraten bedroht und man kann nicht genug auf sie achten, sie hegen und pflegen.
  • Nachdem Patrick Fritz sich von Jahooda verabschiedet hat und unter Pionierbasis neu firmiert und neue Projekte verfolgt, wünsche ich erstmal für die SCRUM-Konferenz, aber auch für alle weiteren Projekte in 2011 alles Gute!
  • Eigentlich passt Christian Henner-Fehr nicht ganz in diese Reihe, weil er doch einen Kulturmanagement-Blog betreibt und keinen PM-Blog, aber sporadisch greift er auch reine PM-Themen auf und für mich ist er so etwas wie mein schlechtes Gewissen in Social Media und Online-Marketing geworden, wenn er mit seinen Beiträgen zu diesen Themen mich immer wieder an das Handwerskzeug der Blogosphäre erinnert und mahnt. Danke dafür und Dir, lieber Christian, wünsche ich 2011 viele Fördergelder für deine Projekte !
    😉

 

Euch und allen anderen noch alles Gute für 2011!

Bernhard Schloß

#425 PM-Reader

Hier wieder einige Hinweise auf leseneswerte aktuelle Beiträge zum Thema Projektmanagement:

#424 Nachlese PM Summit

Trotz Weihnachtszeit geht es hier im Blog weiter:
Im gerade erschienenen Newsletter des PMI Chapters Munich gibt es eine ausführliche Nachlese zum PM Summit: Meilenstein clever erreicht! Rückblick des PM-Summit Teams.

Frohe Weihnachten

Bevor alle Leser in die Weihnachtsferien entschwinden auf diesem Weg:
Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2011!

#423 Compliance Management Architecture

Kosten und Aufwand für Compliance Aktivitäten wachsen und wachsen. Kein Wunder also, wenn die Kosten der Compliance immer mehr in den Vordergrund rücken.

Hamid Nouri hat sich bereits in einem Beitrag aus dem Jahr 2005 mit dem Thema auseinander gesetzt. Er fragt nach den Auswirkungen der Compliance-Anforderungen auf die IT und weist darauf hin (auch wenn Compliance eine fachliche und keine IT-spezifische Anforderung ist), dass die IT durch Aktivitäten wie Business Continuity Management, IT Service Continuity und Project Portfolio Management Initiativen bereits mit ähnlichen Anforderungen konfrontiert ist.

Nouri liefert möglicherweise den Schlüssel für erfolgreiche Compliance-Aktivitäten und identifiziert die Voraussetzung hierfür:

„… if they are combined or coordinated with IT process and service transformation initiaitves using industry best practrices.“ (p. 8 )

Folgerichtig plädiert er für die Anwendung einer Compliance Management Architecture – also den Einsatz von ITIL & Co. Eine zentrale Rolle fällt dem ITIL Change und Release Management zu. Allerdings attestiert er hierzu treffend:

„Today, in many organizations, the process for handling change requests and change deployment for application systems and infrastructure are very much an inconsistent, manual and laborious set of processes. Most IT organizations are overwhelmed with the volume of changes thrown at them continuously. …“ (p. 15)

Zusammengefasst könnte man also sagen, dass sich Compliance Anforderungen sinnvollerweise im Rahmen der bestehenden Betriebsprozesse umsetzen lassen. Nouri argumentiert weiter, dass sich hier durch Automatisierung und den Einsatz entsprechender prozess-unterstützenden Tools Compliance-Kosten senken lassen.

Unabhängig von dieser letzten Hypothese, scheint mir der Ansatz dieser Compliance Management Architecture zielführend. Es bedarf keiner eigenen zusätzlichen Organisation, keines zusätzlichen Metaprozesses zur Umsetzung der Complianceanforderungen, wenn man diesen Weg konsequent zu Ende denkt. Allerdings muss die Service-erbringede Organisation dazu ertüchtigt werden, aber das muss sie eigenlich in jedem Ansatz. Service-Verantwortliche brauchen eine Awareness für Compliancethemen.

Weitere Beiträge zu Compliancethemen auf schlossBlog.



bernhardschloss.de