Wenn dieser Post peinlich ist, dann nicht wegen Ralf Schuhmacher, sondern wegen der BILD.
Relevanz – allgemeine vs. persönliche – ist ein wichtiges Thema.
BILD hat verschissen, weil individuelles Leid gemessen an übergeordneten Kriterien geradezu lächerlich wirkt.
Sorry, Ralf, das ist nicht persönlich gemeint, und das weist du. Über ein Like würde ich mich freuen.
Allerdings ist ist auch die BILD grenzwertig unterwegs. In einem Kriegsszenario Einzelschicksale (so bitter sie sein mögen) herauszugreifen, grenzt an populistischer Blasphemik.
„… Business-Visualisierung: Tools und Ideen für bessere Kommunikation von Bernhard Schloß, Christian Botta und Daniel Reinold ist ein innovatives Buch, das sich auf die visuelle Kommunikation im geschäftlichen Kontext konzentriert. Es richtet sich an alle, die in ihrer täglichen Arbeit Herausforderungen begegnen, bei denen klare Kommunikation, kreative Problemlösung und effektive Moderation erforderlich sind. Dabei setzen die Autoren auf eine besondere Herangehensweise: Anstatt trockene Theorie zu vermitteln, nehmen sie die Leser mit auf eine fiktive Reise, die von der Protagonistin Babs Lauer unternommen wird. […]
Die erzählerische Gestaltung des Buches sorgt dafür, dass die Leser auf unterhaltsame Weise in die Welt der Business-Visualisierung eingeführt werden. Durch die Reise von Babs werden theoretische Konzepte lebendig und greifbar, was den Zugang zu den Inhalten erleichtert. Die Autoren streuen in die Handlung zahlreiche Methodenübersichten und Visualisierungen ein, die die wichtigsten Informationen kompakt und anschaulich darstellen. So können die Leser direkt sehen, wie die vorgestellten Techniken in der Praxis angewendet werden können. […]
Durch die lebendige und praxisnahe Darstellung der Inhalte wird bei den Lesern ein „Kopf-Kino“ angeregt – sie können sich vorstellen, wie die beschriebenen Techniken in ihrer eigenen Arbeit funktionieren könnten.“
Nicht zu verwechseln mit dem Projekt-Werkraum, obwohl auch der damit zu tun hat. Folgende Themen sind gerade am Start:
im Sommer nehmen wir zwei neue Kurs-Updates (Steuerung & Risiko)bei LinkedIn Learning in Graz auf
außerdem stehen Klärungen für eine neue Reihe aus
und mit der Reihe hat es noch mehr auf sich, aktuell ist auch eine App in den allerersten Zügen und es gibt noch weitere Gedankenspiele
auch bei openPM tut sich was. Die Meetups im vergangenen Jahr sind nicht wirklich geflogen. Deshalb haben wir einige Mitstreiter aus der PMCamp Bewegung zusammengetrommelt und basteln auch da gerade an etwas Neuem für Anfang 2025 (stay tuned and you will be informed)
und dann gibt es noch das ganz profane Tagesgeschäft mit Kunden und so. Aktuell Cybersecurity & SAP und so….
Mit 90 Jahren ist am 27. März Daniel Kahnemann gestorben. Andrian Kreye schreibt über ihn in der Süddeutschen Zeitung:
Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman hat den Mythos vom vernünftigen „Homo oeconomicus“ entzaubert und mit seinen Büchern ein Millionenpublikum begeistert. […]
[…], der Mann, der den Menschen gezeigt hat, wie sie denken und wie sie handeln. Der das Forschungsfeld der Verhaltensökonomie begründete und dafür 2002 einen Wirtschaftsnobelpreis bekam. […]
Er wusste um die Grenzen des Denkens bei den anderen, und deswegen auch bei sich selbst. […]
Es war vor allem seine Unterscheidung zwischen dem „schnellen Denken“ der Impulse und Emotionen und dem „langsamen Denken“ der Vernunft und Risikoabschätzung, die seine Wissenschaft der Verhaltensökonomie einer breiten Leserschaft begreiflich machte. […]
Sein Buch „Schnelles Denken, langsames Denken habe ich hier auch schon aufgegriffen. Aus gegebenem Anlass hier noch einmal:
Daniel Kahnemanns mehr als lesenswertes Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ ist so etwas wie das Resümee eines großartigen Denkers. Kahnemann führt auch den Laien in die state-of-the-art Kognitionspsychologie ein und zeigt, wissenschaftlich fundiert und trotzdem leicht lesbar wie wir „Ticken“ und „Entscheiden“. Gleichzeitig ist es so etwas wie die Bilanz eines Lebenswerkes.
Das Rationaltiätskonzept eines Homo Oeconomicus ist längst überholt und Kahnemann hat für seinen Beitrag zur Neuen Erwartungstehorie immerhin den Wirtschafts-Nobelpreis bekommen.
Kahnemann beschreibt das Modell zweier kognitiver Systeme (System 1: für schnelles Denken, System 2: für langsames Denken) und deren Zusammenspiel.
Kennen Sie VUKA? Das überstrapazierte Akronym und Sinnbild der Herausforderungen unserer modernen Zeit?
VUKA steht für Volatilität (also extreme Ausschläge), Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. So populär der Begriff ist, krankt er daran, dass die enthaltenen Begriffe nicht unabhängig voneinander sind.
Das „A“ greifen die beiden Autorinnen heraus und das ist erfrischend, denn vor allem zu Unsicherheit und Komplexität ist schon sehr viel gesagt worden.
Ambiguität, also Mehrdeutigkeit, verursacht Unsicherheit und Stress, aber unsere Kapazität für Ambiguität unsere Ambiguitätstoleranz ist trainierbar und darum geht es in diesem Buch.
Ganz zentral ist dabei der Status Quo, der uns vermeintliche Sicherheit suggeriert. Es ist daher vom Status Quo Bias die Rede, also unserer natürlichen Tendenz den Ist-Zustand gegenüber unsicheren künftigen Zuständen zu präferieren. Auf der anderen Seite lohnt sich die Auseinandersetzung mit Ambiguität, denn Ambiguität provoziert Fragen.
Unserer Kapazität für Ambiguität in unserem Fühlen, Denken und Handeln ist kontextspezifisch, aber Ambiguität kann auch ein Erfolgsfaktor sein:
When we aim to change, innovate, or transform, tolerating ambiguity is crucial for our success.
Letztlich gibt es 4 Erwartungshaltungen gegenüber dem Status Quo bzw. indirekt gegenüber der Ambiguität:
Protect the status quo
Restore the status quo
Evolve the status quo
Reimagine the status quo
Wenn wir uns der Ambiguität, der verschiedenen Erwartungshaltungen und dem Umgang damit bewusst sind, dann können wir mit 6 Design-Prinzipien bewusst Ambiguität für uns nutzen. Diese sind:
Open the Space
Leverage Tensions
Aim for Insights
Visualize the Invisible
Prototype Progress
Trust in Potential
Diesen Bogen arbeiten Katrin und Tamara aus. Ihr Anliegen ist es, unser Bewusstsein für ein so sperriges Thema zu schärfen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie wir damit umgehen und es für uns nutzen können.
Ja, ja, ich blogge hier schon seit Ewigkeiten, aber wer immer neu auf diese Seiten stößt, der soll auch ein Gesicht bekommen, denn ich verstecke mich nicht hinterm meinen Inhalten, hier oder auf LinkedIN insbesondere auf LinkedIn Learning.