Kann man glückliche Zufälle wahrscheinlicher machen? (10/11)

Warum Zielarbeit Offenheit für das Unerwartete braucht

Im vorherigen Beitrag ging es um die Fähigkeit, Ziele aufzugeben. Nicht jedes Ziel bleibt sinnvoll, nicht jeder eingeschlagene Weg trägt und nicht jede Investition rechtfertigt weitere Investitionen.

Doch manchmal entsteht aus einem gescheiterten Versuch etwas, das ursprünglich gar nicht gesucht wurde. Eine unerwartete Beobachtung führt zu einer neuen Idee. Eine zufällige Begegnung eröffnet einen anderen Weg. Eine Lösung, die für ein bestimmtes Problem nicht funktioniert, erweist sich in einem anderen Zusammenhang als wertvoll.

Solche Entwicklungen werden gerne als glückliche Zufälle beschrieben. Das klingt, als müssten wir lediglich darauf hoffen, dass uns im richtigen Moment etwas Unerwartetes widerfährt.

Aber Zufälle allein reichen nicht.

Viele unerwartete Ereignisse bleiben folgenlos, weil wir sie nicht bemerken, nicht ernst nehmen oder zu schnell als Störung einordnen. Andere erkennen zwar eine interessante Abweichung, stellen aber keine Verbindung zu einem möglichen Nutzen her. Und wieder andere sehen eine Möglichkeit, unternehmen jedoch nichts, um sie zu prüfen.

Der Zufall liefert ein Ereignis. Erst unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln machen daraus eine Möglichkeit.

Damit stellt sich eine Frage, die zunächst widersprüchlich klingt:

Kann man glückliche Zufälle wahrscheinlicher machen?


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