Pläne sind Hypothesen – Wie Zielarbeit unter Unsicherheit lernfähig wird (6/11)

Im vorherigen Beitrag ging es um Planung. Pläne helfen uns, Ziele in konkrete Schritte zu übersetzen, Ressourcen zu koordinieren und Abhängigkeiten sichtbar zu machen. Das gilt für Projekte ebenso wie für persönliche Vorhaben.

Wer regelmäßiger schreiben, sich beruflich verändern oder mehr Zeit für wichtige Beziehungen gewinnen will, braucht ebenfalls eine Vorstellung davon, wie dies gelingen könnte. Im Plan werden aus Zielen Termine, Routinen, Entscheidungen und nächste Schritte.

Doch jeder Plan beruht auf Annahmen über eine Zukunft, die wir noch nicht kennen.

Je größer die Unsicherheit, desto weniger ist ein Plan eine verlässliche Vorhersage. Er beschreibt dann nicht, was geschehen wird, sondern was wir gegenwärtig für einen geeigneten Weg zum Ziel halten.

Ein Plan ist keine Vorschau auf die Zukunft. Er ist eine begründete Hypothese darüber, wie wir ein Ziel erreichen können.

Diese Unterscheidung verändert die Zielarbeit. Abweichungen erscheinen nicht mehr ausschließlich als Störungen, die beseitigt werden müssen. Sie können Informationen darüber liefern, welche Annahmen richtig waren, welche sich nicht bestätigt haben und was wir verändern müssen.

Pläne enthalten mehr Annahmen, als wir sehen

Ein Projektplan enthält Arbeitspakete, Termine, Verantwortlichkeiten und Meilensteine. Auch ein persönlicher Plan kann sehr konkret wirken:

Jeden Morgen stehe ich eine Stunde früher auf und schreibe an meinem Buch.

Hinter dieser einfachen Festlegung stehen zahlreiche Annahmen:

  • Ich kann und will dauerhaft früher aufstehen.
  • Morgens bin ich konzentriert genug zum Schreiben.
  • Die zusätzliche Zeit wird nicht von anderen Aufgaben beansprucht.
  • Eine tägliche Routine passt besser zu mir als längere Schreibblöcke.
  • Mehr Schreibzeit führt tatsächlich zu sichtbarem Fortschritt.

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#396 Office: Excel kann alles, sogar Prototyping!

Nur für den Fall, dass Sie es noch nicht wussten: Excel kann einfach alles!

In case you’ve been hiding under a rock and haven’t encountered Microsoft Excel, it’s not only a spreadsheet, but one of the most versatile and widely used software applications of all time. Excel is used by a broad spectrum of  people — from Grandma keeping track of her sewing materials to multi-billion dollar international corporations forecasting profits and losses. For a vast number of companies small and large, across many industries, Excel is at the heart of the organization.

aus Ken Withee: Microsoft Business Intelligence for Dummies, Hoboken NJ, 2010, S.  175

Was alles möglich ist zeigen z.B. die Jungs von Effective Prototyping mit ihrem Buch: Mit Excel kann man einfach und erfolgreich Prototyping für grafische Benutzeroberflächen betreiben. Auch wenn andere Office-Tools wie z.B. Visio oder insbersondere in 2010 Access im Layout-Modus besser geeignet erscheinen, entwickelt Excel seinen Charme in seiner einfachen Bedienbarkeit (die Mockup-Konzepte gehen kaum über Copy & Paste hinaus) und in seiner weitgehenden Verfügbarkeit bei allen Stakeholdern und Entwicklern.



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