PMCampVirtual

Freitag/Samstag waren wieder intensiv: PMCampVirtual war angesagt.

Eher eine kleine exklusive Runde, aber trotzdem intensiv und kein Abbruch gegenüber anderen PMCamps.

Highlight des PMCampVirtual sicher der Lighting Vortrag von Gitta Peyn.

Ich bin ja durchaus ein „Fan“ sozialer Systeme, selbst á la Luhmann, aber was mir fehlt ist die Verknüpfung materieller und sozialer Systeme. Nicht dass ich ein Technokrat wäre, aber die Entwicklung materieller Systeme kann durchaus zum Gamechanger werden. Regeln könne aus ihren Angeln gehoben werden. Auch Regeländerungen in materiellen Systemen interagieren mit sozialen Systemen.


Tags:

 
 
 

4 Kommentare zu “PMCampVirtual”

  1. Gitta
    19. April 2021 um 09:53

    Hallo Bernhard, was meinst Du mit „materiellen Systemen“?
    LG
    Gitta Peyn

  2. Bernhard Schloß
    19. April 2021 um 10:19

    Da muss ich vielleicht etwas ausholen: Ich gehe konstruktivistisch an Systeme heran. Systemtheorie/systemisches Denken sind für mich ein Konstruktionsversuch – quasi ein Modell. Die ursprünglichen kybernetischen Regelkreise waren waren eine sehr technische Betrachtungsweise (ein rein technisches Modell), dann kam die Theorie sozialer Systeme, die Lebewesen und Organismen in den Mittelpunkt gestellt hat und schließlich Luhmann mit seiner Abstraktion sozialer Systeme als Kommunikation. Für mich sind diese Modelle nicht zwingend konkurrierend, sondern ich sehe sie eher pluralistisch: Wenn wir ein Projekt als soziales System haben, können wir (z.B. in einer Stakeholderanalyse) die Akteure betrachten. Ich kann z.B. mit euren Formwelten Kommunikationsmuster thematisieren, aber vielleicht habe ich auch einen Projektgegenstand, z.B. eine technische Konstruktion für die nachwievor klassische Kybernetik sinnvoll anwendbar ist. Diese Betrachtungsweisen (ich nenne sie jetzt mal Modelle) sind aber nicht unabhängig voneinander. Kontext und Inhalt der Kommunikation werden durchaus auch von den anderen beiden Modellen beschrieben und haben auch Einfluss auf die Kommunikation. Du hast in der Diskussion das Beispiel des Drillsergeants, der auf sein Pedant trifft erwähnt. Ohne die Formwelten in Frage zu stellen wird die Kommunikation ja nach Kontext und Inhalt aber anders aussehen: Treffen sie sich auf dem Kasernenhof, im Fußballstadion oder in der Sauna? Wenn sie sich im Fußballstadion treffen: Sind sie Fans einer Mannschaft oder Fans rivalisierender Mannschaften. (Sowas wie die klassische Kybernetik wären dann „materielle Systeme“.)

  3. Gitta
    19. April 2021 um 10:43

    Ich verstehe, danke, Bernhard.
    Ändert sich Kontext, ändert sich FORM.
    Insofern spielt das, was Du als „materielle Systeme“ bezeichnet hast, eine Rolle in FORMenlogik, denn wenn sich die KommunikationsFORM ändert, ändert sich die KommunikationsFORM, also müssen wir uns ansehen, was sich ändert und was System als Anlass für Veränderung verwertet (hat).
    LG
    GP

  4. Bernhard Schloß
    19. April 2021 um 10:49

    Danke für die Erklärung, das hilft mir weiter.

Kommentar abgeben:



bernhardschloss.de