#280 Edward de Bono_03
Last but not least gibt es auch in brandeins 11/2009 ein Interview mit Edward de Bono…
Last but not least gibt es auch in brandeins 11/2009 ein Interview mit Edward de Bono…
Vielleicht sollten wir in der Diskussion über den Einsatz von Social Media in Projekten zwischen Medium (Blog) und Werkzeug (Projektagebuch) differenzieren. Was den Einsatz der verschiedensten Medien angeht, so ist ein Medienbruch natürlich kritisch zu sehen, deswegen sehe ich Werkzeuge wie Wikis und Blogs eher skeptisch und bevorzuge flexible Content Management Systeme. Im Einzelfall (z.B. aus Kostengründen) können Ausnahmen natürlich absolut Sinn machen. Der Medieneinsatz sollte aber halt nicht der neuesten Mode folgen (Twitter), sondern sich an den Bedürfnissen orientieren. Ist dies erfüllt, ist natürlich auch alles erlaubt…
So direkt wie Pawel Brodzinski hätte ich es nicht formuliert: Er spricht von Social Project Management Bullshit!
Jan A. Poczynek setzt sich mit dem „Digital Mindshift“ auseinander: Wie hat sich unsere Kommunikation in den letzten Jahren verändert?
Und da kommt er natürlich auch nicht um das Thema Social Media/Social Networking herum.
Zielgenau und amüsant ist seine Beschreibung des typischen Twitter-Users im Jahr 1998.
Social Networking auf Twitter & Co zu reduzieren ist zu einfach und oberflächlich. Social Software bietet weit mehr: Collaboration!
Christoph Rauhut fasst auf Projektmanagement 2.0 eine Gartner Analyse über den Social Software Markt zusammen und da ist dann eher von Lotus und von Sharepoint die Rede als von Twitter.
Andreas Heilwagen versucht das Ganze dann in Bezug zu EnterpriseWikis zu setzen.
Seth Godin auf Youtube über Social Networking:
Ausgegraben von Christian Henner-Fehr.
Seth Godin bringt es auf den Punkt indem er zwischen „fake“ und „“real“ unterscheidet. Was Twitter & Co leisten ist nämlich häufig gar kein Networking. Würde ein Follower oder ein Kontakt wirklich etwas für einen tun? Würde man umgekehrt für einen Follower oder einen Kontakt etwas tun?
Claudio Sprenger versucht sich systematisch mit dem Beitrag den Microblogging in der Projektarbeit leisten kann auseinander zu setzen und findet dabei durchaus positive Aspekte als Ergänzung zu anderen Medien. Auf den Ergänzungsapsekt weist er in der Replik auf einen Kommentar noch einmal deutlich hin.
Meine Skepsis zu dieser Kmmunikationsform in Projekten bleibt allerdings (siehe auch hier, hier und hier).
Im CIO-Magazin findet sich ein etwas eigenartiger Beitrag, der im Wesentlichen auf einem Interview mit Manfred Esser beruht. Manfred Esser ist nicht nur Professor in St Petersburg, nein, wie wir erfahren hat er auch eine „gescheite Softwarelösung“ (wenn das mal keine Werbung ist), plädiert für ein Multi-Projektmanagement und nennt Julius Cäsar ein Vorbild für die Projektarbeit:
Ein zupackender Machtmensch und ein Kommunikationsgenie sei das gewesen. Der Feldherr aus der Antike ließ Straßen bauen und nutzte Kuriere, um über die Ereignisse im Imperium im Bilde zu sein. Außerdem: „Caesar hat sich über seine Soldaten gestellt – und genauso sollten CIOs immer über ihren Projekten stehen“
Er spricht von Moderation und beschreibt ein PMO, das sich vorwiegend um Controlling, Zeit, Geld und Rahmenbedingungen kümmert.
Leider ist diese Grundhaltung Ausdruck eines grundlegenden Missverständnisses: Projektarbeit hat in erster Linie mit Kommunikation und Problemlösung zu tun und erst dann mit Controlling & Reporting. Projekte sind mittlerweile in fast allen Unternehmen angekommen. Jetzt feht nur noch das Projektmanagement… Portfoliobetrachtungen sind schön und gut. Es geht aber nicht darum die Mitarbeiter mit den Formalismen und Genehmigungsorgien zu quälen, sondern gemeinsam Ziele zu erreichen.
Betrachten wir Projekte als Systeme und differenzieren zwischen System (Projekt) und Umwelt, dann ist schnell klar welchen Beitrag eine Umfeldanalyse leisten kann. Chrsitian Henner-Fehr zeigt in einem lesenswerten Beitrag auf, wie der Projekterfolg vom Umfeld abhängt. Der Schlüssel kann dann die Umfeldanalyse sein.
Diesmal ein Interview mit Edward de Bono in der Financial Times Deutschland.
(Letzte Woche noch in der SZ.)