#283 Projekttagebuch selbstgemacht

Die einfachste Form eines Projekttagebuchs oder Logbuchs lässt sich mit Windows-Bordmitteln erstellen. Erstellen Sie mit dem Notepad einfach eine neue txt-Datei. Dann tragen Sie in die allererste Zeile folgendes ein:

.LOG

Speichern und schließen sie die Datei (z.B. auf ihrem Desktop, damit sie sie immer schnell zur Hand haben). Beim nächsten Öffnen der Datei ergänzt der Notepad automatisch die akutelle Uhrzeit und das Datum:

.LOG
20:03 09.11.2009

Und nicht nur beim nächsten Mal, sondern immer wenn Sie die Datei neu öffnen:

.LOG
20:03 09.11.2009
Eintrag 1: Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Phasellus mollis ornare est sodales tempor. Nam quis iaculis nisi. Donec gravida, nunc tristique vestibulum porttitor, risus urna cursus mauris, non laoreet est urna vitae eros. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit.

20:06 10.11.2009
Eintrag 2: …

Zugegebenermaßen nicht gerade komfortabel, aber als schnelle quick&dirty-Lösung durchaus ok.

#282 Projekttagebuch

Im frei zugänglichen Forum des Projektmagazins (ansonsten ein Abo-Dienst) hat die Moderatorin und Blogger-Kollegin Sigrid Hauer einen lesenswerten Thread gestartet: Gibt es das Projekt-Tagebuch wirklich?

Eine Reihe von Kollegen haben sich gemeldet, ja das gibt´s wirklich…

Da gibt es dann u.a. den Hinweis auf Wikis und Foren, aber die Erwähnung des Tools in diversen Standards und ganz persönliche Erfahrungen.

Ein Projekttagebuch ist zu allererst ein Werkzeug. Kein Heilbringer. Sinvoll eingesetzt kann es gute Dienste leisten. Aber um ehrlich zu sein, ich habe es noch nie im größeren Stil eingesetzt gesehen. Ich nutze es gerne z.B. im Rahmen einer Urlaubsvertretung, um den Rückkehrer schnellst möglich einen Überblick zugeben, bevor er sich durch einen eMail-Dschungel kämpfen muss oder in Projektphasen, die von Unklarheit geprägt sind, wenn die Aufgaben noch nicht strukturiert sind oder im Krisenmanagement, wenn die Ereignisse einen überrollen, um selbst wieder eine Übersicht zu gewinnen.

#281 Status Reports und die Realität

In einem Gastbeitrag auf PMStudent setzt sichSusan de Sousa damit auseinander ob Statusberichte tatsächlich den Projetkfortschritt wiedergeben und hat natürlich auch gleich ein entsprechendes Negativbeispiel an der Hand.

Das Grunddilemma liegt wohl darin, dass die Berichterstattung gleichzeitig für die unterschiedlichsten Berichtszwecke eingesetzt wird. Ja, klar soll ein Statusbericht Transparenz in das Projekt bringen. Ja, aber er dient auch der Rechtfertigung (manchmal auch der Schuldzuweisung). Mitunter der Außendarstellung. Von hidden agendas einzelner Beteiligter noch ganz abgesehen…

Manchmal dient er auch dazu das Gesicht zu wahren und einen Neuanfang zu ermöglichen. Hierzu ein echtes Beispiel:
In einem Projekt durfte ich ein Review aller Teilprojekte durchführen und betreuen. Alle Beteiligten gingen sehr förmlich und höflich miteinander um, schließlich diente das Review der Einphasung eines neuen Projektleiters. Es wurde gelogen, dass sich die Bretter nur so bogen: alles bestens – ein paar Schwierigkeiten hier und da, aber im eigenen Teilprojekt kein wirkliches Problem. Ich unterstelle allen Beteiligten genügend Intelligenz, dieses Lügenspiel durchschaut zu haben, aber dennoch hat niemand widersprochen, denn das Review erlaubte einen „sauberen“ Schlußstrich unter die Vergangenheit, der in einem entsprechenden Lügenreport verewigt wurde und es gelang in der Tat ein gesunder Neuanfang.

Bitte nicht missverstehen, das war jetzt keine Aufforderung zur Lüge, sondern eher zum richtigen Umgang mit Berichten. Fünfe gerade sein lassen, kann mitunter sinnvoll sein, aber im genannten Beispiel ist dies auch nicht aus Ahnunglosigkeit geschehen, sondern aus politischem Geschick, das letztendlich zur Teambildung beitrug.

#280 Edward de Bono_03

Last but not least gibt es auch in brandeins 11/2009 ein Interview mit Edward de Bono…

#279 Medieneinsatz

Vielleicht sollten wir in der Diskussion über den Einsatz von Social Media in Projekten zwischen Medium (Blog) und Werkzeug (Projektagebuch) differenzieren. Was den Einsatz der verschiedensten Medien angeht, so ist ein Medienbruch natürlich kritisch zu sehen, deswegen sehe ich Werkzeuge wie Wikis und Blogs eher skeptisch und bevorzuge flexible Content Management Systeme. Im Einzelfall (z.B. aus Kostengründen) können Ausnahmen natürlich absolut Sinn machen. Der Medieneinsatz sollte aber halt nicht der neuesten Mode folgen (Twitter), sondern sich an den Bedürfnissen orientieren. Ist dies erfüllt, ist natürlich auch alles erlaubt…

#278 Social Project Management Bullshit

So direkt wie Pawel Brodzinski hätte ich es nicht formuliert: Er spricht von Social Project Management Bullshit!

#277 Social Networking III

Jan A. Poczynek setzt sich mit dem „Digital Mindshift“ auseinander: Wie hat sich unsere Kommunikation in den letzten Jahren verändert?

Und da kommt er natürlich auch nicht um das Thema Social Media/Social Networking herum.

Zielgenau und amüsant ist seine Beschreibung des typischen Twitter-Users im Jahr 1998.

#276 Social Networking II

Social Networking auf Twitter & Co zu reduzieren ist zu einfach und oberflächlich. Social Software bietet weit mehr: Collaboration!
Christoph Rauhut fasst auf Projektmanagement 2.0 eine Gartner Analyse über den Social Software Markt zusammen und da ist dann eher von Lotus und von Sharepoint die Rede als von Twitter.
Andreas Heilwagen versucht das Ganze dann in Bezug zu EnterpriseWikis zu setzen.

#275 Social Networking I

Seth Godin auf Youtube über Social Networking:

Ausgegraben von Christian Henner-Fehr.

Seth Godin bringt es auf den Punkt indem er zwischen „fake“ und „“real“ unterscheidet. Was Twitter & Co leisten ist nämlich häufig gar kein Networking. Würde ein Follower oder ein Kontakt wirklich etwas für einen tun? Würde man umgekehrt für einen Follower oder einen Kontakt etwas tun?

#274 Microblogging im PM

Claudio Sprenger versucht sich systematisch mit dem Beitrag den Microblogging in der Projektarbeit leisten kann auseinander zu setzen und findet dabei durchaus positive Aspekte als Ergänzung zu anderen Medien. Auf den Ergänzungsapsekt weist er in der Replik auf einen Kommentar noch einmal deutlich hin.

Meine Skepsis zu dieser Kmmunikationsform in Projekten bleibt allerdings (siehe auch hier, hier und hier).



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