Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

#349 Basisfähigkeiten (1)

Ausgangspunkt
Wann sind wir mit unserer Arbeit erfolgreich? Wann ist ein Projekt erfolgreich?
So einfach diese Fragestellung auch sein mag, die Antwort ist es keinesfalls.
Aber was können wir dann tun, um „erfolgreicher“ zu werden oder zumindest die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen?

Basisfähigkeiten als „Patentrezept“
Wenn wir uns nun auf die Suche nach einem „Patentrezept“ für erfolgreiches Handeln machen, werden wir nicht bei spezifischen Methoden, Tools und Hilfen landen. sondern bei grundlegenden Kompetenzen und Fähigkeiten. Es geht sozusagen darum, unsere Sinne zu schärfen.
Diese grundlegenden Kompetenze und Fähigkeiten (im Folgenden auch als Basisfähigkeiten bezeichnet) kommen vielleicht erst mit Hilfe von Methoden, Tools und Hilfen zu ihrer vollen Entfaltung, worauf es aber zunächst ankommt sind diese Basisfähigkeiten. Alles andere kommt danach.
Übrigens heißt auch das Standardwerk der GPM Kompetenzbasiertes Projektmanagement (Amazon Affilliate Link), sprich: die Kompetenzen und Fähigkeiten bilden die Basis erfolgreicher Projektarbeit.

Relevante Felder
Also gut, wenn wir uns auf das Konzept der Basisfähigkeiten einlassen, um welche handelt es sich dann? Was sind die relevanten Felder die es zu betrachten gilt? In den weiteren Beiträgen sollen die folgenden näher betrachtet werden:

  • Wahrnehmung
  • Kommunikation
  • Problemlösung & Kreativität
  • Organisation & Umsetzung

#348 Office: Project 2010

Die Kollegen von Campana & Schott haben sich für die aktuelle Ausgabe von projektManagement aktuell mit dem neuen Project 2010 auseinandergesetzt:

  • Natürlich viele Verbesserungen im Detail
  • Eine neue Zeitachsenansicht
  • Neue Features für Teamplanung/Taskzuordnung und Auslastung
  • Auf Task-Ebene lässt sich von automatischer Planung auf manuelle Planung umschalten
  • Und am offensichtlichsten: die Ribbons sind in Project angekommen

Weit wichtiger aber noch einige grundlegende Entwicklungen:

  • Project kann auch ohne Project Server mit Sharepoint eingesetzt werden (wenn auch mit Einschränkungen).
  • Project Server und Portfolio Server sind vereint!

Und da fangen die Kollegen gleich an zu träumen: Da geht noch mehr! Da könnte man die Features noch ausbauen!

Alles in allem: Der Artikel macht Appetit auf mehr. Da werden wir selber ausprobieren müssen…

Golem berichtet übrigens auch, dass Office 2010 fertig ist.

#345 Office: Excel-lastig

Genau wie unser Projektalltag, so waren die meisten bisherigen Office-Beiträge auf schlossBlog sehr Excel-lastig (siehe Rückblick). Doch wann setzt man sinnvollerweise Excel für eine Problemstellung ein und wann nicht?

 Häufig nutzen wir Excel, weil es eh da ist, den meisten zur Verfügung steht und wir es einigermaßen kennen. Man fängt schon mal an Daten in einem Excel-Sheet zu sammeln und auch wenn man dies vermeintlich unstrukturiert tut, zwingt uns die Tabellenlogik zu einer ersten Strukturierung, die wir freilich noch wild mit Kommentaren versehen oder wir durchbrechen die Logik stellenweise einfach, indem wir Formeln hart überschreiben oder zeilenweise Spalten unterschiedlich nutzen.

Aber wenn wir die Daten strukturiert gesammelt haben, ist dann Excel wirklich noch das geeignete Tool? Sprechen Auswertbarkeit und Wiederverwerttbarkeit der Daten nicht eher für eine Datenbank oder ein spezifisches Tool wie MS Project im Falle einer Projektplanung oder Sharepoint im Falle einer koloborativen Nutzung der Daten?

Mit Excel ist es ein bisschen so, wie es Paul Watzlawik für ein ganz anderes Werkzeug beschrieben hat:

Wer als einziges Werkzeug einen Hammer hat, für den sehen alle Probleme aus wie Nägel!

#344 Projektmanagement TV

Stefan Hagen und Bas de Baar haben ein neues „Spielzeug“ gestartet: Projektmanagement TV. Die beiden PM-Blogger experimentieren mit dem Medium und haben ihre Episode 0 in der sie über ihre Motivation und Ziele sprechen auf Youtube eingestellt. Wir sind gespannt, wo das hinführt, aber das sind die beiden selber auch…

#343 VisualPM: Scrum-Board

Boris Gloger gibt 10 Tipps zur Gestaltung eines Scrum-Boards – angefangen von Größe, Proportionen, Material bis zur Gestaltung.

In eigener Sache

An dieser Stelle ein Hinweis auf mein Beratungsansgebot:

#340 V-Modell XT Bund

Das Projektmagazin berichtet, dass die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) den neuen Standard V-Modell XT Bund veröffentlicht hat. Details und Download gibt es bei der BIT.

#337 PM for Dummies

Craig Brown von Better Projects versucht Projektmanagement (PM) jemanden näher zu bringen, der sich bislang noch nicht mit PM  beschäftigt hat und greift zu einer visuellen „Zwiebel-Darstellung“.

Da sind wir gleich bei den grundlegenden Fragen: Handelt es sich überhaupt um ein Projekt? Hier hilft Stefan Hagen weiter…

#336 (Selbst-)Organisation mit Listen (3)

Bei der Arbeit mit Listen stellen sich immer wieder die gleichen Grundfragen, deren Beantwortung aber entscheidend dafür ist, ob eine Liste nutzbringend eingesetzt wird oder ob sie in einen Dornröschenschlaf versinkt ohne jemals wieder aufzuwachen oder noch schlimmer: Die Arbeit mit falschen oder veralteten Informationen behindert.

Verantwortlichkeit

Für jeden Punkt einer Liste sollte die Verantwortlichkeit eindeutig definiert sein. Streng nach dem Highlander-Prinzip („Es kann nur einen geben!“) gehört zu jedem Punkt genau ein Name. Das schließt nicht aus, das noch mehr Personen an dem Punkt beteiligt sind (diese können auch z.B. in einem Kommentarfeld dokumentiert werden) , aber dieser eine ist es, der auch für die Einbindung aller weiteren Beteiligten, die Bearbeitung des Punktes und auch die Rückmeldung verantwortlich ist. Geteilte Verantwortung ist keine Verantwortung, dann kann sich jeder fälschlich auf den anderen verlassen.

Verantwortung darf auch nicht falsch verstanden werden indem in der Hierarchie nach oben deligiert wird. Klar ist der Chef oder der Projektleiter irgendwie auch für alles verantwortlich, aber er hat bestimmt nicht jeden Punkt zu jeder Zeit im Blick und ist auch darüber auskunftsfähig.

Wenn Sie ehrliche Rückmeldungen und nicht belogen werden wollen, dann dürfen Sie auch Verantwortung nicht mit Schuld verwechseln. Es geht nicht m Sanktionierung, sondern um Problemlösung und dabei hilft es rechtzeitig über den aktuellen Stand im Bilde zu sein.

Granularität

Die einzelnen Punkte sollten in einer angemessenen Granularität erfasst sein. Angemessen heißt hier häufig relativ fein aufgedröselt. Mehrere kleine Punkte sind häufig besser als ein großer, denn ein kleiner Punkt kann auch schneller wieder abgeschlossen werden, weil er besser abgegrenzt werden kann. Zu weit gefasste Punkte haben ein Beharrungsvermögen, können häufig noch nicht abgeschlossen werden, weil irgendeine Kleinigkeit noch offen ist und tragen so zu einer Unübersichtlichkeit in unserer Liste bei.  Ein Indiz für zu weit gefasste Punkte sind überquellende Kommentarfelder, die den Verlauf dokumentieren sollen. Lieber einen Punkt für jede Aktion und für Folgeaktivitäten neue Punkte (ggf. mit Referenz auf die Vorgänger).

Detailliertheit

Wie detailliert Sie einen Punkt in einer Liste dokumentieren ist Geschmackssache, aber der Informationsgehalt sollte doch soweit vorhanden sein, dass auch ein Dritter diesen Punkt noch nahvollziehen kann.

Verlässlichkeit

Mit der eindeutigen Definiton der Verantwortlichkeit ist ein Schritt getan, aber dafür, dass man sich auf die Inhalte einer Liste verlassen kann, braucht es noch mehr: eine entsprechende Pflegekultur und –disziplin, de dafür sorgt, dass die Liste auch aktuell ist und eine entsprechende Datenqualität aufweist. Praktisch funktioniert dies meist nur mit einem „Kümmerer“, der sich einer Liste annimmt und ggf. Statusaktualisierungen und Feedback „eintreibt“. Aber Achtung es geht hier nicht um ein Strafkommando! Wir unterstellen niemanden, dass er aus Boshaftigkeit unsere Liste torpediert, aber zur „Hygiene“ gehört es auch, dass unsere Liste regelmäßig aufgeräumt und gesäubert wird.

#335 Projekterfolg

Wenn der von mir sehr geschätzte Eberhard Huber etwas zu sagen hat, dann lohnt sich das zuhören. Aktuell zum Thema Projekterfolg. Seine Aussagen sind empirisch untermauert und sein Fazit, wann ein Projekt als erfolgreich angesehen werden kann, mag überraschen:

„Das hängt von der Zufriedenheit der Stakeholder ab.“

Ich kann diese Aussage nur unterstreichen und meine Weihnachtsanekdote von vergangenem Jahr zur Bestätigung herauskramen…



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