Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

#370 Basisfähigkeiten (4): Kommunikation

Mit der Wahrnehmung als einer Säule unserer Basisfähigkeiten haben wir uns in den Beiträgen 2 und 3 dieser Reihe bereits beschäftigt. Die nächste wesentliche Säule stellen unsere kommunikativen Fähigkeiten dar.

In unserer postindustriellen Wissensgesellschaft besteht auch ein Großteil unseres Handelns aus Kommunikation. Wir kommunizieren um unsere Ziele/unseren Auftrag zu klären, kommunizieren im Team um gemeinsam zur Lösung zu kommen oder um aus einzelnen handelnden Personen ein Team zu machen, kommunizieren bei der Lösung, bei Problemen und Konflikten, …

Nimmt man noch Watzlawiks klugen Satz  „Man kann nicht nicht komunizieren.“  hinzu, danm ist die Tragweite und Bedeutung der Kommunikation offensichtlich.

Kommunikation ist weit mehr als nur Sprache, auch wenn wir dies immer wieder vergessen und aus Bequemlichkeit – die schönen neuen Medien (angefangen vom Telefon, über Email bis hin zu Social Media) machen es uns auch einfach – den direkten Kontakt zu unseren Gesprächspartnern vernachlässigen.

Sprache als Medium dient dem Informationsaustausch, ist aber auch Motivationswerkzeug und dient der sozialen Interaktion. Sie kommt auch bei so banalen Arbeitsmitteln wie Protokollen oder Berichten zum Einsatz.

Der Management-Guru Fredmund Malik führt in seinem Buch „Führen Leisten Leben(Amazon) übrigens auch die Sitzung und den Bericht als Werkzeuge wirksamer Führung neben klassischen Orgnaisationsmethoden und Budgetierung auf.

Kommunikation ist nicht nur Interaktion sondern ermöglicht auch erst die Wahrnehmung verbaler Informationen.

Wir sollten uns die Rolle der Kommunikation immer wieder bewusst vor Augen führen. Allzu fahrlässig gehen wir mit ihr im Projekt- und Arbeitsalltag um.

Ohne gleich den ganzen Schulz-von-Thun anführen zu wollen, müssen wir uns der Vielschichtigkeit und der Wirkungsweisen der Kommunikation bewusst sein.

Weit mehr entscheidend als das, was wir ausdrücken wollen, ist das, was ankommt, bzw. das, was mit der Kommunikation bewirkt wird. Sehr schön kommt dies auch in einer afrikanischen Weisheit zum Ausdruck:

„Das Wort gehört zur Hälfte dem, der spricht, die andere Hälfte gehört dem, der zuhört“

#368 Wenn Projekte im Sand verlaufen

Aus meiner belletristischen Urlaubslektüre (Rolf Dobelli: Und was machen Sie beruflich? Diogenes Verlag, Taschenbuchausgabe, S. 15):

Seine Arbeit besteht, wie bei vielen Menschen hauptsächlich aus Projekten, die früher oder später zwangsläufig im Sand verlaufen. Und doch verläuft seine Arbeit nie im Sand, weil es immer genug Projekte gibt, die gestartet werden wollen. Nur der Projektgehalt im Sand nimmt laufend zu…

#366 Motivation in Projekten

Seit kurzem macht eine eindrucksvolle Präsentation auf YouTube über Motivation die Runde in den diversen Blogs. Ganz abgesehen von ihrem Inhalt ist allein schon ihre Gestaltung mehr als sehenswert: Eine Prsäentation wird zum Trickfilm!
Richard Joerges hat sich jetzt die Mühe gemacht von dieser Präsentation aus den Bezug zu Motivation in Projekten herzustellen.

#364 Das Beste von allen

Andreas Heilwagen hat einen Video-Podcast von Andy Murray, dem leitenden Autor der aktuellen Prince2-Version ausgegraben, indem dieser erklärt, wie sich Prince2 und PMBOK ergänzen. Ich bin kein Freund davon, die verschiedenen PM-Standards als konkurrierende Ideologien zu sehen (auch wenn sich die Herausgeber mitunter so verhalten). Es ist sicher aber auch falsch, alles zu einem Super-Mega-Ultra-Standard zu mergen. Dann haben wir zwar ein perfektes Regelwerk mit dem wir uns beschäftigen können, aber den Sinn und Zweck unserer Projekte längst vergessen. Vielmehr ist ein situatives Cherry-Picking – also je nach Anforderung das Geeignetste aus den unterschiedlichsten Ansätzen – pragmatisch angewandt, die richtige Vorgehensweise. In Projekten ist nicht der Weg (also das Projektmanagement) das Ziel, sondern die Problemlösung, auch wenn dies mitunter vergessen wird.

#359 Komplexität in Projekten

In meinem Feedreader hängen geblieben bin ich an einem Beitrag von Torsten J. Koerting zum Thema Komplexität von (Prozess-)Projekten. Der Kollege hat einen generischen Ansatz entwickelt in dem er für bestimmte Ausprägungen in fünf vordefinierten Dimensionen konkrete Handlungsempfehlungen für Projekte gibt. Das Ganze ist sehr klug und inspirierend, aber hängen geblieben ist bei mir insbesondere das Zitat, in dem er diesen Ansatz als pragmatisch bezeichnet, den ich trotz seiner Vorzüge doch eher als theoretisch bezeichnen würde.

#357 Update: Projektmanagement TV

Stefan Hagen und Bas de Bar machen mit ihrem Projektmanagment TV weiter und sind mittlerweile bei Episode 3 angelangt. Stefan versucht obendrein die jeweilige Episode in einer Mindmap auf pm-Blog.com zusammenzufassen.

Projektmanagement TV – Episode 2: Relativierende Sprache
Projektmanagement TV – Episode 1: Trends im Projektmanagement
Projektmanagement TV – Episode 0: Einführung

#354 Neue Projektmanagement Methode für IT-Großprojekte

In den News des Projektmagazins findet sich der Hinweis auf eine „neue Projektmanagement Methode für IT-Großprojekte“. Eine ausführliche Beschreibung gibt es beim Bundesverwaltungsamt als pdf-Download.

#353 Erfolgsfaktoren im Risikomanagement

Andeas Heilwagen beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren im Risikomanagement. Sein Beitrag ist Einführung und Zusammenfassung zugleich und wie die meisten seiner Threads absolut lesenswert. Anlaß für seinen Beitrag war eine ungewöhnliche Kundenachfrage, die es eben nicht bei der meist üblichen Alibi-Veranstaltung (Andreas spricht von Placebo-Risikomanagement) beließ, sondern das Thema mit dem nötigen Ernst und nicht nur als Feigenblatt betrachtete. Leider teile ich Andreas Erfahrung: In vielen Projekten findet Risikmanagement bestenfalls pro forma statt. Es fehlt an Risiko- und Qualiätsbewusstsein. Risikomanagement eignet sich hervorragend für gegenseitige Schuldzuweisungen oder als Lebensversicherung (etwas direkter auch als cover-your-ass bezeichnet).

Wie bei fast allen Dingen im Projektmanagement geht es auch im Risikomanagement nicht um ein bürokratiches Procedere, sondern um eine Kultur, die wenn sie als solche auch gelebt wird und nicht nur als lästige Pflichtveranstaltung betrachtet wird, auch andere PM-Dsziplinen, vor allem aber den Projekterfolg voran bringt.

Weitere Beiträge zum Thema Risikomanagement auf schlossBlog finden Sie hier.

#352 Hey, Joe!

Kennen Sie das Hey-Joe-Prinzip?
Im Editorial des aktuellen CIO-Magazins widmet sich Horst Ellermann dieser Vorgehensweise(?), dem Management auf Zuruf. Management auf Zuruf hat nichts zu tun mit Just-in-Time, denn gemacht wird nicht was gerade im Moment notwendig ist, sondern gemacht wird das, wonach im Moment am lautesten Geschrien wird. Das Hey-Joe-Prinzip gibt es nicht nur in der IT, aber durch den Servicecharakter der IT ist es hier noch weit verbreitet.
Auch in der Projektarbeit gibt es das Hey-Joe-Prinzip: Dann wird der Projektauftrag und das, was eigentlich im Augenblick ansteht, mal schnell vergessen und man verzettelt sich. Und das ist ganz schnell der Anfang vom Ende.

#351 Logbuch

Lukas Pustina gibt Tipps zum Thema Logbuch.

Auch auf schlossBlog gab es hierzu schon zwei Beiträge:



bernhardschloss.de