Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

#435 Scrum-Konferenz: Agile Software-Entwicklung mit verteilten Teams

Heute geht es auf der Scrum-Konferenz weiter mit einem Podcast mit Jutta Eckstein über agile SW-Entwicklung mit verteilten Teams. Für eine inhaltliche Besprechung muss ich auf die kommenden Tage vertrösten.

Mittlerweile kommen auch die ersten Diskussionen in Gang: z.B. zum Thema Architekturdokumentation oder zu Rollenkonflikten.

Und weil es zum Thema passt: Vielleicht ist es ja eh schon bald wieder mit Scrum vorbei: Auf AgileScout findet sich aktuel ein Posting: Is Scrum is Dying? Keep Scrum Alive!

Aha, ein Hype löst den nächsten ab: Kanban statt Scrum!

Ehrlich gesagt haben mich die Moden noch nie interessiert, aber das Rollen/Kommunikationsmodell und die Vorgehensweise inkl. ihrer Umsetzung in Artefakte in Scrum finde ich trotzdem spannend.

#434 Projektmanagement und Dosenfleisch

Jan Poczynek und Olaf Hinz ziehen einen amüsanten Vergleich zwischen Entwicklungen im Projektmanagement und Dosenfleisch:

Streng nach Modell geführte Projekte sind wie in die Dose gepresstes Fleisch: in Form gebracht, in Struktur gepresst und jeder eigenen Form beraubt!

Die Autoren plädieren für ein Projektmanagement jenseits von Konservenessen.

Mahlzeit!

In eigener Sache

An dieser Stelle ein Hinweis auf mein Beratungsansgebot:

#432 Scrum-Konferenz gestartet

Hier und hier wurde ja schon auf die Scrum-Konferenz von Pionierbasis hingewiesen. Heute ist die Konferenz gestartet.

Im ersten Beitrag referiert Boris Gloger über die Skalierbarkeit von Scrum. Laut Gloger liegt das Erfolgsrezept von Skalierung in Scrum darin, die einzelnen Scrum-Teams als Zellen zu sehen, die Zellen voneinander zu entkoppeln (d.h. Abhängigkeiten reduzieren), aber gleichzeitig ihre Sprints/Lieferungen zu synchronisieren und mit den sychronisierten Sprints und Meetings die Kommunikation und Abstimmung zu stärken. Die Kommunikation ist dabei kein Privileg der Hierarchie/Rollen (Scrum Master oder  Product Owner), sondern die Teammitglieder werden eingebunden und ihre Verantwortung gestärkt. 

Seinen Vortrag/Interview spickt Boris Gloger mit zahlreichen Beispielen aus Kundenprojekten, blickt über den Tellerrand der Software-Entwicklung hinaus und streicht kurz den Scrum Trend Kanban.

#431 PM-Reader

Aktuelle Artikel und Beiträge zum Thema Projektmanagement:

#426 Was ich mir im neuen Jahr wünsche…

Liebe Blogosphäre,

ich wünsche mir auch in diesem Jahr viele interessante Beiträge und Diskussionen. Und für einige von Euch habe ich noch ein paar spezielle Wünsche:

  • Marcus Raitner ist für mich der PM-Blogger des vergangenen Jahres – nicht weil ich auch nur einen der anderen gering schätzen möchte, aber Marcus ist erst 2010 als PM-Blogger aktiv geworden und hat in der Kürze der Zeit eine ganze Reihe lesenswerter Beiträge geschaffen. Meist reflektiert er dabei sehr grudsätzliche Themen. Bitte mehr davon!
  • Andreas Heilwagen firmiert gerade um von PJMB auf Unlocking-Potential. Bei der Qualität seiner Beiträge wird sich aber wohl nichts ändern. Ganz im Gegenteil: Etwas kryptisch hat er mir Ende letzten Jahres noch angedeutet, dass er noch viele Pläne für den Blog hat. 
    Dafür alles Gute und Dir, lieber Andreas,  wünsche ich hinreichend Wind und einen ruhigen Seegang für dein Equilibrium!
  • Nicht nur dem Namen (PM-Blog.com) nach eine Institution ist und bleibt Stefan Hagen. Im vergangenen Jahr hat er uns gemeinsam mit Bas de Baar  mit Projektmanagement TV überrascht (Auch wenn Andreas die PM-Video-Flut dann noch toppen musste). Ich freue mich auf neue Überraschungen in 2011.
  • Das bereits 2009 gestartete Buchprojekt „Mensch im Projekt“ von Cleo Becker und Eberhard Huber auf projekt(B)LOG scheint im vergangenen Jahr etwas ins Stocken gekommen zu sein. Nichtsdestotrotz freue ich mich auch über jeden neuen Beitrag von Euch, weil ich mich als „Bruder im Geiste“ verstehe: Die Dimension Mensch wird im Projektmanagement immer wieder von Technokraten bedroht und man kann nicht genug auf sie achten, sie hegen und pflegen.
  • Nachdem Patrick Fritz sich von Jahooda verabschiedet hat und unter Pionierbasis neu firmiert und neue Projekte verfolgt, wünsche ich erstmal für die SCRUM-Konferenz, aber auch für alle weiteren Projekte in 2011 alles Gute!
  • Eigentlich passt Christian Henner-Fehr nicht ganz in diese Reihe, weil er doch einen Kulturmanagement-Blog betreibt und keinen PM-Blog, aber sporadisch greift er auch reine PM-Themen auf und für mich ist er so etwas wie mein schlechtes Gewissen in Social Media und Online-Marketing geworden, wenn er mit seinen Beiträgen zu diesen Themen mich immer wieder an das Handwerskzeug der Blogosphäre erinnert und mahnt. Danke dafür und Dir, lieber Christian, wünsche ich 2011 viele Fördergelder für deine Projekte !
    😉

 

Euch und allen anderen noch alles Gute für 2011!

Bernhard Schloß

#425 PM-Reader

Hier wieder einige Hinweise auf leseneswerte aktuelle Beiträge zum Thema Projektmanagement:

#424 Nachlese PM Summit

Trotz Weihnachtszeit geht es hier im Blog weiter:
Im gerade erschienenen Newsletter des PMI Chapters Munich gibt es eine ausführliche Nachlese zum PM Summit: Meilenstein clever erreicht! Rückblick des PM-Summit Teams.

#419 PM-Reader

Hier wieder Hinweise auf lesenswerte Beiträge der PM-Community:

  • Andreas Heilwagen fragt sich, was ein Scrum Master macht, wenn er nicht „mastered“.
  • Und nochmal Andreas mit dem dritten Teil seines Video-Podacsts mit Oliver Lehmann zum Thema PM und Spieltheorie.
  • Im Ehrenamt stösst man mit professionellen Ansprüchen mitunter an Grenzen. Susan Peterson gibt sich auf PM Hut damit nicht zufrieden und versucht den Weg für ein professionelles Projektmanagment auch in Freiwilligenorganisationen aufzuzeigen.
  • Peter Taylors These „PMOs shouldn´t forget the project manager“ sollte zwar selbstverständlich sein, doch seine Mahnung scheint mir durchaus angebracht. Reporting und Portfolio-Verwaltung verselbständigen sich mitunter. Weiter beschreibt er, welche Arten eines PMOs es gibt und was ein PMO alles „kann“.
  • Passend zur Jahreszeit fragt Danny Quick, ob agiles Projektmanagement dem Weihnachtsmann hilft.
    Die Weihnachtswünsche seines Sohnes dienen ihm als plastisches Beispiel. Wenn ich an meine eigenen Kinder denke, zeigen sich hier allerdings die Grenzen agiler Methoden: Weder entwickeln sich die Anforderungen kontinuierlich noch ist eine Stabilität der Anforderungen gegeben. Sie ändern sich diametral von Tag zu Tag.
    Will man als Weihnachtsmann/Projekt wirklich jeden Ausschlag der Kundenwünsche mitmachen? Als Eltern würden wir hier sicher anders agieren und bestimmte Annahmen über unseren Nachwuchs treffen. Und – wie im richtigen Projektleben – an Weihnachten gibt es  trotzdem strahlende Kinderaugen, die längst wieder vergessen haben mit welchen Anforderungen sie uns im Vorfeld traktiert haben…
    😉

#418 PM ist wie…

Vergleiche hinken eigentlich immer, dennoch erweitern sie mitunter auch unseren Blickwinkel. Zuletzt bin ich über eine Reihe von Vergleichen zum Thema Projektmanagement gestolpert:

  • Brad Egeland vergleicht Projektmanagement mit einem alten Gebrauchtwagen, der schnell zu einer Geld vernichtenden Sparbüchse wird, aber seinen Zweck (uns von A nach B zu bringen) erfüllt. In seinem Fazit stellt er fest, dass Projektmanagement keine exakte Wissenschaft sein muss, geschweige denn grundsätzlich wissenschaftlich sein muss. (Es reicht eben, wenn wir von A nach B kommen…)
  • Deutlich gewagter Kirsten Lora auf PM Hut, die fragt, was PM und eine Schwangerschaft gemein haben. Aber vielleicht gehen gerade die Hormone mit ihr durch, denn sie ist selbst schwanger…
  • Eine ganz andere PM-Metapher habe ich bei dem blinden(!) Profi-Bergsteiger und -Kletterer Andy Holzer gehört, der in einem langen Radio-Interview (Hier der Link zum Podcast) von seinen grenzgängerischen Projekten berichtet oder – wie er selber sagt – : „Er projektelt.“
    Der Vergleich mit einer Seilschaft/Klettertour lässt mich nicht mehr los, insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion klassischer vs. agiler PM-Ansätze. Sie veranschaulicht treffend ein entschiedenes Sowohl-als-auch:
    Ans Ziel gelangen wird man nur mit einem Gesamtplan. Es hilft das Gelände zu kennen und eine Vorstellung von der Tour zu haben. Eine Seilschaft ist auch nicht immer basisdemokratisch, aber sie muss Rücksicht auf ihr schwächstes Glied geben. Das große Bild allein nutzt aber rein gar nichts, denn der nächste Schritt ist immer der wichtigste (gerade das kann man von Andy Holzer lernen). Also müssen wir von Schritt zu Schritt denken.


bernhardschloss.de