#197 Review: Getting things done

„Getting things done“ (oder kurz GTD) von David Allen ist ein Selbstmanagement-Ratgeber, der mittlerweile auch im Internet eine große Fan-Gemeinde gewonnen hat (so berichten diverse Blogs – beispielsweise Stephan List oder imgriff über GTD und selbst in Wikipedia haben sich die Anhänger einige Mühe gemacht). Die englische Paperback-Ausgabe kommt bis auf das Cover eher altbacken daher, kaum Grafiken und Illustrationen, fast nur Text. Bei der Lektüre überzeugt Allen dann aber durch Einfachheit und Konsequenz – und bekennt sich dazu. Einfachheit darf man hier aber nicht mit Trivialität verwechseln: David Allen hat ganz klar etwas zu sagen!
Das Erste, was überzeugt ist der Titel: Es geht nicht darum seine Zeit oder sich selbst zu managen, sondern Dinge zu regeln – Getting things done!
Allens zentrale Idee ist es den „Fluss dieser Dinge“ zu organisieren. Wir brauchen nicht Tag für Tag neue Listen, sondern einen kontinuierlichen Fluss, den wir systematisch Aufarbeiten und neue Dinge werden wieder oben in den Fluss reingekippt. Upps, plötzlich sind wir eigentlich in logistischen Fragestellungen: das Flussprinzip – und Allen zeigt wie man es auch für sich selbst und nicht nur für die Organsiation von Produktionsketten gewinbringend einsetzen kann.
Innerhalb des kontinuierlichen Flusses ist die Handlungsorientierung essentiell: What´s the next action? Was muss in dieser Sache für dieses Ding als nächstes getan werden?
Wer den Fluss am Laufen hält und einem regelmäßigen Review unterzieht hat schon fast die halbe Miete.
Auf dem Weg zu einer höheren Produktivität gibt Allen weiter Ratschläge, die durchaus simpel aber beachtenswert sind. Wir sollten uns nicht mit Priorisierungen in den Wahnsinn treiben, sondern durchaus auch unserer Intuition vertrauen. Wenn wir „kleine Dinge“ in der Hand halten, sollten wir sie nicht in irgendwelche Stapel einsortieren, sondern sofern sie weniger als 2 Minuten benötigen, sofort erledigen – unabhängig von ihrer Priorität, denn Ablegen und Wiederaufgreifen kostet uns noch mehr Produktivität. Handlungsorientierung und die 2-Minutenregel alleine können schon helfen ein Verzetteln zu verhindern.
Allen gibt keine Tool-Empfehlung. GTD funktioniert sowohl auf Papier als auch in Outlook.
Wer bereits gut organisiert ist, wird vieles wiederfinden, aber trotzdem noch Anregungen bekommen. Die Lektüre (egal ob und wie weit man Allen folgt) eignet sich sehr gut, um die eigene Selbstorganisation kritisch zu prüfen.


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Ein Kommentar zu “#197 Review: Getting things done”

  1. R. Bullinger
    26. Juni 2009 um 10:58

    Als Anhänger von GTD kann ich jedem nur empfehlen, sich damit zu beschäftigen!

    Warum sollte man seine Zeit damit verschwenden sich selbst zu managen (und das wiederum zu planen und zu managen), wenn man doch eigentlich das wichtige aus den Augen verliert.
    Seine wirkliche, produktive Arbeit zu erledigen!

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