Archiv der Kategorie ‘Softwareentwicklung‘

 
 

#437 Nachtrag: Agile Softwareentwicklung mit verteilten Teams

In Beitrag #435 von der Scrum-Konferenz bin ich noch die Inhalte von Jutta Ecksteins Podcast schuldig geblieben:

Die Zeiten eines Outsourcing und Offshoring in der Software-Entwicklung aus reinen Kostengründen sind aus ihrer Sicht vorbei, denn Spezifikationsaufwand, kulturelle Unterschiede und die erforderliche Kommunikation bergen erhebliche Risiken. Wer rein aus Kostengründen outsourct, wird vom Ergebnis in der Regel enttäuscht sein, so ihr Fazit.

Gründe, die auch heute dafür sprechen sind Personal-/Skill-Mangel und marktliche Anforderungen, etwa bei der Erschließung neuer Märkte oder um Kundennähe zu gewährleisten.

Die Entscheidung für verteilte Teams in der Software-Entwicklung ist in der Regel aus einer Notwendigkeit heraus geboren und keine „Liebesentscheidung“.


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#436 Scrum-Konferenz: Agile Engineering Techniken mit Scrum

Heute ist Tag 4 der Konferenz und auf dem Programm steht Christoph Mathis über agile Engineering Techniken:

Scrum ist ein phantastisches PM-Framework, aber der Unterbau in Form von entsprechenden Engineering Techniken wird gerne vernachlässigt. Zu diesen Techniken zählen Continous Integration, Testgetriebene Entwicklung, permanentes Refactoring und Fair Programming.

Zur Architekturdefinition hat er ähnlich pragmatische Vorstellungen wie Stefan Roock.

Von den Entwicklungstechniken ist v.a. test-driven devlopment (TDD) einschließlich einer Refactoring Phase zur Säuberung des Codes sein Steckenpferd.

Team und Vertrauenskultur sind mit das Wichtigste. „Man muss die Leute lassen.“ Reflektion (Retrospektiven/Lessons Learned) ist wichtig. Agilität ist eine Haltung. Sie braucht Voraussetzungen in der Kultur, damit es funktionieren kann.

Nicht nur Softwareentwicklung, auch andere Dinge, wie Marketing, Innovationsmanagemt oder Portfoliomanagemetn können mit Scrum erfolgreich bewältigt werden.

Last but not least gibt er vier Empfehlungen:

  1. Ask the Team
  2. Inspect & Adapt (aus dem ständigen Testen lernen und die SW anpassen)
  3. Tatsächlich liefern. Nach jedem Sprint fertige SW liefern.
  4. Die Leute als Erwachsene behandeln. Das bewirkt Wunder.

#435 Scrum-Konferenz: Agile Software-Entwicklung mit verteilten Teams

Heute geht es auf der Scrum-Konferenz weiter mit einem Podcast mit Jutta Eckstein über agile SW-Entwicklung mit verteilten Teams. Für eine inhaltliche Besprechung muss ich auf die kommenden Tage vertrösten.

Mittlerweile kommen auch die ersten Diskussionen in Gang: z.B. zum Thema Architekturdokumentation oder zu Rollenkonflikten.

Und weil es zum Thema passt: Vielleicht ist es ja eh schon bald wieder mit Scrum vorbei: Auf AgileScout findet sich aktuel ein Posting: Is Scrum is Dying? Keep Scrum Alive!

Aha, ein Hype löst den nächsten ab: Kanban statt Scrum!

Ehrlich gesagt haben mich die Moden noch nie interessiert, aber das Rollen/Kommunikationsmodell und die Vorgehensweise inkl. ihrer Umsetzung in Artefakte in Scrum finde ich trotzdem spannend.

#433 Scrum-Konferenz: Spannungsfeld Architektur und Agilität

Tag 2 mit einem Beitrag von Stefan Roock über das Spannungsfeld Architektur und Agilität:

  • Was ist Architektur? – Sicherstellung von Änderungsfähigkeit (nach Tom DeMarco)
  • Empfiehlt die Arbeit mit einer Architekturvision („technischer Kumpel der Produktvision“) >> vor dem Start der Entwicklungsarbeit
  • In Scrum braucht das Team Architekturwissen, ggf. Integration von Architekten in die Teams
  • Ein Architekt darf nicht „hierarisch“ eingebunden sein. Dies widerspricht dem agilen Manifest >> Rolle als Coach
  • Untermauerung von Architekturvision mit Prototypen
  • Die Architekturvision soll Änderungen unterstützen, dann müssen wir auch keine Angst vor Änderungen haben
  • Die Architekturvision soll möglichst schlank sein, weil jede Vorgabe das Projekt weiter einschränkt
  • Architekturaufgaben sind Sache des Teams und nicht des Product Owners
  • Architektur kann ganz am Anfang mit der Entwicklung  eines „Tracer Bullet Features“ ohne großen Mehwert für den Product Owner getestet werden. Dieses Vorgehen ist einem anfänglichen Architektur-Sprint vorzuziehen. Solche Architektur-Sprints produzieren häufig nur Luftnummern.
  • Architektur-Vermittlung funktioniert nur in Face-to-Face-Kommunikation
  • Dokumentation, wo erforderlich, möglichst aus dem System heraus (damit sie auch mit dem System übereinstimmt und der Aufwand sich in Grenzen hält)

#432 Scrum-Konferenz gestartet

Hier und hier wurde ja schon auf die Scrum-Konferenz von Pionierbasis hingewiesen. Heute ist die Konferenz gestartet.

Im ersten Beitrag referiert Boris Gloger über die Skalierbarkeit von Scrum. Laut Gloger liegt das Erfolgsrezept von Skalierung in Scrum darin, die einzelnen Scrum-Teams als Zellen zu sehen, die Zellen voneinander zu entkoppeln (d.h. Abhängigkeiten reduzieren), aber gleichzeitig ihre Sprints/Lieferungen zu synchronisieren und mit den sychronisierten Sprints und Meetings die Kommunikation und Abstimmung zu stärken. Die Kommunikation ist dabei kein Privileg der Hierarchie/Rollen (Scrum Master oder  Product Owner), sondern die Teammitglieder werden eingebunden und ihre Verantwortung gestärkt. 

Seinen Vortrag/Interview spickt Boris Gloger mit zahlreichen Beispielen aus Kundenprojekten, blickt über den Tellerrand der Software-Entwicklung hinaus und streicht kurz den Scrum Trend Kanban.

#431 PM-Reader

Aktuelle Artikel und Beiträge zum Thema Projektmanagement:

#415 SCRUM Online Konferenz (1)

Patrick Fritz haben wir hier schon öfter zitiert. Jetzt veranstaltet er mit seiner Pionierbasis von Ende Januar bis Anfang Februar 2011 eine (kostenpflichtige) Online-Konferenz zum Thema SCRUM. Nicht nur das agile SW-Entwicklung und SCRUM gerade „in“ sind, auch die Liste der Referenten lässt sich sehen: Neben namhaften Autoren wie Roman Pichler und Jutta Eckstein auch altbekannte Blogger-Kollegen wie Stefan Hagen und Boris Gloger und noch einige mehr.

#412 PM-Reader spezial: Agiles PM

Das Thema agiles Projektmanagement bzw. agile Softwareentwicklung nimmt in der Community immer mehr Raum ein, hier eine Zusammenstellung aktueller Beiträge zum Thema:

#394 PM-Reader

Was zuletzt in meinem Feedreader als lesenswert hängen blieb:

#365 Und noch ein Manifest!

Spätestens seit dem Erscheinen des Agilen Manifests (einer Art Leitbild für agile Software-Entwicklung) ist es zu einer gewissen Inflation an Manifesten gekommen. Und da haben wir auf nichts dringlicher gewartet als auf ein neues agiles Manifest von Kent Beck (ausgegraben von PJMB), der bereits zu den Vätern des ursprünglichen Manifests gehört. Etwas sarkastisch könnte man so ein Manifest als eine ideologische Verkürzung der Welt zu einem Patentrezept bezeichnen. Und so ein Anspruch geht mir zu weit, so gut und so richtig die einzelnen Aussagen für sich auch sein mögen.