Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

 
 

#671 How to… openPM

Nicht nur für unsere Freunde vom PMCampHH entstand diese kleine Dokumentationsanleitung für das Wiki von openPM. (Einen Vorläufer in Englisch gab es schon mal für das PMCamp Barcelona.) Jetzt fehlen nur noch mehr Mitstreiter. Egal ob nur ein zusätzlicher Link, eine Grafik oder das Fotoprotokoll eine Barcamp-Session. Jeder geteilte Beitrag ist ein Geschenk für die Community! Also: mitmachen!

#668 – 2016 und Office 2016

Neues Jahr, neues Glück und die Weihnachtstage auch noch genutzt um auf Office 2016 umzustellen.

Die Cloud Features interessieren mich dabei nicht. Die sonstigen Änderungen scheinen überschaubar.

Excel kann endlich ein paar neue Graphen (wie z.B. Wasserfälle und Treemaps, da ist Microsoft zuletzt der Konkurrenz hinterhergehängt), mit den neuen Hilfefunktionen Tell Me und Insights fehlt mir noch die Erfahrung, allerdings möchte ich auch nicht im Office mit Bing suchen.

In Outlook unter 2013 hatte ich zuletzt Probleme mit dem Social Media Connector, der Outlook zum Absturz gebracht hat. Seit der Umstellung ist dieses Problem nicht mehr aufgetaucht.
Eine spannende Entwicklungsrichtung zeigt das kostenlose Powerpoint Addin Mix, das soll zwar schon unter 2013 laufen, ich habe es aber erst mit 2016 zum Laufen gekriegt. Noch wirkt Mix etwas beta-mäßig, aber die Ideen könnten richtungsweisend für künftige Powerpoint-Versionen werden, denn plötzlich wird Powerpoint interaktiv, erlaubt Umfragen und unterstützt Medienintegration und das Mitfilmen des Bildschirms. Anbietern von ergänzenden Produkten wie Camtasia wird wahrscheinlich schon bange.

Begleitend zum Officepaket, gibt es auch meine LieblingsMindMapping-Software MindManager von Mindjet in einer Version 2016. Auf den ersten Blick mit ein paar Verbesserungen bzgl. Prozessdarstellungen (Flußdiagramme, Swim-Lanes, etc.), aber alles in allem weiterhin erschlagend mit seinem Funktionsumfang und verhältnismäßig teuer.

Achso, und bevor ich es noch vergesse:

Allen Lesern ein gutes neues Jahr 2016!

#667 Frohe Weihnachten + Futter für die Weihnachtszeit

Es liegt nicht ander „staden Zeit“, wie wir Bayern sagen, dass es hier im Blog etwas ruhig geworden ist. Ganz im Gegenteil. Und jetzt kommt im Weihnachtspost auch noch das Video aus dem Vorjahr, aber ich mag es halt so gerne und außerdem zeigen die Bilder, dass es auch letztes Jahr beim Christbaumschlagen noch sehr mild war.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, Mitstreitern und Kollegen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Und für alle, denen über die Weihnachtstage langweilig werden sollte auch noch etwas Futter:

Lesefutter: Picture your Business Strategy von Christine Chopyak

Der visualPM ist natürlich immer auf der Suche nach neuen Inspirationen zum Thema Visualisierung und dieses Buch bietet thematisch vor dem Hintergrund von Geschäftstrategien viele Anregungen, Skizzen und Konzepte. Es wird der Bogen geschlagen einmal von Einfachheit bis hin zur Komplexität  und auf der anderen Seite von der Strategie bis hin zur Ausführung/Umsetzung. Der Prozess der Geschäftsprozessvisualisierung wird in drei Akte/Prinzipien eingeteilt: Picture the outcome, Capture complexity, Create possibilities.

Chopyak, Christine; Picture Your Business Strategy. Transform Decisions with the Power of Visuals, New York 2013, ISBN: 978-0-07-181503-1

Was für die Ohren: Gunter Dueck über Schwarmdummheit

Statt Dueck zu lesen, kann man ihn auch hören, z.B. im zweiteiligen Podcast-Interview von Bernd Geropp:

Teil 1 / Teil 2

Was für Augen und Ohren: Niels Pfläging auf Youtube

Niels war nicht nur einer der Impulsgeber auf dem PMCampBER, sondern im Laufe des Jahres habe ich auch ein paar seiner Bücher gelesen und zwar nicht nur die neuen Komplexithoden, sondern auch sein Beyond Budgeting und Führen mit flexiblen Zielen. Jüngst bin ich auf Youtube über einige Videos von ihm gestolpert.

Und noch mehr für die Ohren: Alternativlos.org

Seit geraumer Zeit höre ich Podcasts beim Autofahren. Mit dem Hardcore-Podcast von Frank und Fefe habe ich dabei so einige Stunden verbracht. Die beiden kommen aus dem Umfeld des Chaos Computer Clubs und senden entgegen aller Moden schon mal über 2 Stunden am Stück. Manchmal starker Tobak mit einer Prise Veschwörungsthorie, aber dennoch zwei, die etwas zu sagen haben. Die Themen reichen von Politik, Cyberwar bis hin zur Medienkritik. Mitunter holen sie sich illustre Gäste, wie Sascha Lobo, Frank Schirrmacher oder Mathias Döpfner. Wer also Zeit und Lust hat kann hier reinhören.

#664 Und wie organisiert ihr euch selbst?

Im Dezember 2011 gab eine kleine Umfrage zum Thema Selbstorganisation der Startschuß für openPM. Nachdem es in Zeiten wie diesen immer mehr Tools & Tricks gibt, ist es nun Zeit für eine Neuauflage, diesmal im Fragenmodul von openPM.

Eine ausführliche aktuelle Antwort folgt in den nächsten Tagen, aber Ihr, liebe Leser, wie organisiert Ihr Euch?

Geht ins Fragen-Modul von openPM, meldet euch an und lasst uns teilhaben!

#657 Tücken der Spracherkennung

Die Tücken der Spracherkennung kennen wir allerorten, egal ob im Handy oder der Textverarbeitung. Seit geraumer Zeit teste ich für mich den Einsatz von Dragon Naturally Speaking. Bislang bin ich positiv überrascht von der Qualität der Erkennung.

Nichtsdestotrotz schlugen gestern bei der Erfassung einer Notiz zu Komplexithoden von Niels Pfläging und Silke Herrmann wieder die Tücken der Spracherkennung zu: Da wurde doch glatt aus „tayloristisches Management“ ein „terroristisches Management“.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt oder gar Absicht dahinter vermutet…

#644 Schöne neue Arbeitswelt

Viele kluge und liebe Köpfe in meinem Umfeld setzen sich mit unserer schönen neuen Arbeitswelt auseinander und wie es mit ihr weitergehen soll und kann. Das Ganze mit einer gehörigen Portion Idealismus. Die Ideale gibt es nicht nur im agilen Manifest, sondern schon weit länger, z.B. in der Lean-Bewegung mit klaren Wuzeln im Humanismus.

Zur Zeit macht der Film Augenhöhe die Runde und im Abspann habe ich viele vertraute Namen wieder entdeckt.

AUGENHÖHE OmU (dt.) from Daniel Trebien on Vimeo.

Auch auf dem enjoyWork-Camp diskutiert Franziska mit ihren Mitstreitern um solche Themen (nächster Termin: 06.-07.11.2015 in Stuttgart).

Und dennoch fühle ich mich etwas schizophren, denn gleichzeitig mit dieser idealistischen Entwicklung und Auseinandersetzung mit modernen Arbeitsformen sehe ich zunehmend auch gegenläufige Tendenzen. Da werden in Unternehmen mitunter wieder Königreiche aufgebaut, Entscheidungsspielräume minimiert oder abgeschafft und erstaunlicherweise wird das leichthin hingenommen. Offenbar sind die Menschen in Unternehmen mit so vielen Reizen, Themen und Aufgaben konfrontiert, dass der eine oder andere schon fast froh zu sein scheint, nicht mehr entscheiden zu müssen und keine Verantwortung zu tragen.

Anscheinend gibt es keine Zukunft der Arbeit, sondern gleich mehrere, teils gegenläufige. Wollen wir hoffen, dass wir uns die eigene Zukunft aussuchen und gestalten können.

#639 Gelesen: Das Neue Spiel

Michael Seemann, Das neue Spiel: Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust, Berlin, Freiburg 2014, ISBN 978-3936086799

Michael Seemann bloggt nicht nur über den Kontrollverlust unserer Daten, den wir längst erlitten haben, er hat seine Gedanken auch in einem lesenswerten Buch zusammengefasst. Vielleicht geht der Autor in dem einen oder anderem Punkt zu weit (braucht es wirklich eine eigene, neue digitale Lizenz für das Buch, wird die Query-Metapher nicht etwas überstrapaziert,…), aber gemessen an der medientheoritisch fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema, sind das belanglose Details.

Zunächst belegt Seemann den Kontrollverlust:

„Wir haben die Kontrolle über die Daten […] auf dreifache Weise verloren: Wir wissen nicht mehr, welche Daten zu welcher Zeit erhoben werden können, weil die ganze Welt durch die allgegenwärtige Verbreitung von Sensoren digitalisiert wird. Wir bestimmen nicht selbst, was mit diesen Daten geschieht, wo sie gespeichert werden, wo sie hinkopiert werden, wer darauf Zugriff hat. Und wir können nicht ermessen, welche Dinge diese Daten potenziell aussagen. Kurz: Daten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt, finden Wege, die nicht vorgesehen waren, und offenbaren Dinge, auf die wir nie gekommen wären.“

Im zweiten Teil versucht er Strategien zu entwickeln mit denen wir uns dem faktisch bereits eingetretenen Kontrollverlust stellen können, denn ein Lamentieren nützt uns nichts und auch das Hoffen auf den Staat oder andere Institutionen ist so naiv wie hoffnungslos in unserer globalisierten digitalen Welt.

Als Strategien für den Umgang mit dem Kontrollverlust stellt er 10 Regeln auf:

  • Es gilt das Neue – Wir müssen Lernen, das Alte zu Verlernen und die neuen Spielregeln annehmen.
  • Du kannst das Spiel nicht gegen den Kontrollverlust spielen – Eine Kontrolle von Datenströmen ist faktisch längst nicht mehr möglich, also dürfen wir uns auch nicht dieser Illusion hingeben.
  • Die Überwachung ist Teil des Spiels – Überwachung wird noch mehr zunehmen. Wir können das nicht verhindern, sondern lediglich versuchen, die Wirkung von Überwachung zu schwächen.
  • Wissen ist, die richtige Frage zu stellen – Die Wissensspeicherung verliert an Bedeutung, der Abruf von Wissen wird hingegen zur neuen Königsdisziplin.
  • Organisation und Streit für alle! – Die „positive“ Seite des Kontrollverlustes ist es, dass Transparenz und Vernetzung für alle offen stehen.
  • Du bist die Freiheit des Anderen – Die gesellschaftlichen Kommunikationsstrukturen haben sich geändert – hin zu einer End-to-End-Beziehung der einzelnen Teilnehmer. Die Daten gehören schließlich beiden Enden der Kommunikation.
  • Macht hat, wer die Plattform kontrolliert – Plattformen sind neue, machtvolle Akteure.
  • Staaten sind Teil des Problems, nicht der Lösung – Denn auch die Staaten sind „Opfer“ des Kontrollverlustes, haben z.B. beim Datenschutz längst den Bankrott erreicht.
  • Datenkontrolle schafft Herrschaft – Etwas paradox, denn Datenkontrolle ist ja faktisch nicht wirklich möglich, aber dort, wo man es versucht steigt die Macht der Plattformen. „Datenkontrolle zwingt zur zentralisierten Kontrolle und schwächt somit die Zivilgesellschaft.“
  • Der Endgegner sind wir selbst – Noch bevor die Geheimdienste etwas über uns herausgefunden haben, haben wir es längst selbst (oder jemand anderes für uns) auf Facebook & Co eingestellt oder es mit einer Videoüberwachung gefilmt. Wir müssen uns unserer Verantwortung annehmen.

Michael Seemann ist kein wirrer Verschwörungstheoretiker, er ist auch kein Snowden/NSA-Trittbrettfahrer. Er hat lediglich versucht ein intelligentes Fazit aus dem Thema seines Blogs und seiner Auseinandersetzung mit dem Thema Kontrollverlust zu ziehen. Natürlich kann man über Details streiten, aber eins macht die Lektüre allemal klar: Wir müssen uns dem Thema stellen, denn dieser gesellschaftliche Veränderungsprozess ist bereits weiter fortgeschritten als wir uns vorstellen können und es gibt kein zurück. Wir müssen lernen, uns in diesem veränderten Umfeld einer digitalen Welt zu bewegen und uns den neuen Herausforderungen widmen. In diesem Sinne: Eine klare Leseempfehlung!

#638 Wortwolke 2014

Noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Post: Eine Wortwolke aus allen Beiträgen auf schlossBlog im Jahr 2014. (Kreiert mit wordle.net)

#637 Best of schlossBlog 2014

Sylvester/Neujahr ist eine willkommene Zeit um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Auch auf schlossBlog hat sich einiges getan. Hier eine subjektive Auswahl:

Es hat sich also einiges getan! Das Erreichte ist gleichzeitig Ansporn für 2015. Mal schauen, was das Jahr so alles bringt.

Und allen Lesern an dieser Stelle: Die besten Wünsche für das neue Jahr!

#636 Visual Thinking

Das Thema Visual Thinking beschäftigt mich schon eine ganze Weile und wird uns auch hier im Blog in nächster Zeit noch weiter verfolgen.
Zufällig bin ich jüngst auf ein YouTube-Video des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen mit dem Berater und Autor (u.a. Gamestorming) Dave Gray gestolpert, das in 15 Minuten eine Einführung in Visual Thinking im Management Kontext gibt.

Achtung, das Video ist in Englisch.