Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

 
 

Rückblick

Diese Word-Cloud spiegelt die Schwerpunkte von schlossBlog 2016 wieder. Zu den Highlights des vergangenen Jahres zählt sicher die Reihe mit Blogvorstellungen: Was bloggst du?.

Zu meinen ganz persönlichen Lieblingsbeiträgen gehören die kritische Auseinandersetzung mit dem Canvas Konzept, Megaprojekte (das Aufgreifen einer Diskussion von Michi Frahm auf openPM – hierzu wird es in 2017 auch noch weitere Beiträge geben), Fehlerkultur und Resilienz in Projekten oder die Projektmanagement Missverständnisse.

Zur losen Reihe „Gelesen“ mit Buchvorstellungen (2016: Reinventing Organizations und Quiet Leadership)  ist mit mit „Gesehen“ eine neue Reihe hinzugekommen (2016: Snowden). Zum Jubiläum habe ich eine weitere Reihe mit Schnipsel/Snippets gestartet, wobei ich den Begriff „Snippet“ klamm heimlich schon wieder über Bord geworfen habe, aber inhaltlich wird es damit weiter gehen (Wilber Matrix, Prozess visuellen Denkens, Spracherwerb).

Andere wunderbare Beiträge, wie die zweiteilige Powerpoint-Überforderung (Teil 1, Teil 2), die Digitalisierung in KMUs, der Besuch des StartUp Barcamps Ingolstadt und noch einige weitere sind jetzt bei dieser Auflistung auf der Strecke geblieben. Ein Stöbern im Blog lohnt sich allemal!

In diesem Sinn allen noch ein gutes 2017. Ich habe dieses Jahr noch viel vor und freue mich auf angeregte Diskussionen!

Beitrag #711 auf schlossBlog

Frohe Weihnachten und so…

Also bevor hier alle in den Weihnachtsurlaub verschwinden, möchte ich mich bei meinen Lesern ganz herzlich bedanken.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Auch im neuen Jahr liegen wieder viele spannende Themen vor uns. Das eine oder andere ist bereits in der Mache und ich bin mir ganz sicher, dass es nicht langweilig wird.

 

Beitrag #710 auf schlossBlog

Der Arbeitsplatz – Das kreative Chaos

Über den Arbeitsplatz der Zukunft/Flexible-Office-Konzepte wird viel geschrieben und leider auch viel Unsinn erzählt.

Gerade feiert Microsoft die moderne Umgebung („Smart Workplace“) in der neuen Münchner Deutschland-Zentrale, aber zunehmends tauchen auch immer wieder kritische Stimmen auf.

Bereits in ihrem Klassiker „Wien wartet auf dich“ haben Tom DeMarco und Timothy Lister bereits 1987 eine Abkehr vom Großraumbüro gefordert:

„Gebt uns die Türen zurück“

Warum Großraumbüros (so schick sie auch immer gestaltet sind) mitunter suboptimal sind, lässt sich auch beim Zukunftsarchitekten Maik Pfingsten nachhören.


Inspiriert zu diesem Post hat mich ein Beitrag in der BR-Reihe Lebenslinien über den „schrägen Vogel“ Sissi Perlinger, die u.a. an ihrem Schreibtisch (Foto links oben) gezeigt wurde. Ich weiß auch nicht, wieso ich dabei gleich an mein eigenes Kellerbüro denken musste.

😉

 

Scheinbar brauchen kreative Menschen auch ein gewisses kreatives Chaos am Arbeitsplatz.

Das zweite Bild (links unten) zeigt die verstorbene Managementtrainerin Vera F. Birkenbihl an ihrem Schreibtisch (Quelle: Youtube). Das Chaotische scheint also durchaus gehirngerecht zu sein.

Rechts daneben ein Zeitungsausriß über den Soziologen Niklas Luhmann mit seinem „Zettelkasten„, der über meinem Schreibtisch hängt (Quelle: SZ), auch wenn es heute Evernote und OneNote als Alternativen dazu gibt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns alle vier in unserem „Chaos“ pudelwohl fühlen und uns davon inspirieren lassen.

Auch die nächste Generation ist schon gesichert, wenn ich mir die Bastelwerkstatt auf dem Schreibtisch meiner Tochter anschaue.

Also ein Plädoyer für das Chaos?

Nur bedingt, denn was den beschriebenen Kreis eint ist, dass wir alle vermutlich mehrere Arbeitsplätze parallel haben (respektive: hatten). Beim Kunden habe ich selbstverständlich eine Clean Desk-Policy (nur beim Whiteboard fällt es mir schwer mich zu beherrschen). Wir haben also situationsspezifisch unterschiedliche Anforderungen an unseren Arbeitsplatz und ja, da muss auch Platz sein für eine kreative, chaotische Insel.

In den flexible Office-Konzepten werden zwar gerne Arbeitsplätze für unterschiedliche Anforderungen (Ruhearbeiten, Gruppenarbeiten, Besprechungen, Telefonieren,…) vorgesehen, nur der „Heimathafen“, der Platz für die eigene Pflanze wird gerne vergessen. Mein Kellerbüro ist definitiv so ein Heimathafen!

 

Dies ist Beitrag #703 auf schlossBlog

Jubiläum

Der Oktober wirft seinen Schatten voraus. Und da steht doch gleich ein ungeahntes Jubiläum vor der Tür:

Der schlossBlog wird 10!

Das hätte ich anfangs selbst nicht gedacht und natürlich gibt es hin und wieder auch mal eine Durststrecke, aber der Blog ist quicklebendig und jetzt soll erst einmal gefeiert werden. Anlässlich des Geburtstags gibt es eine kleine Reihe mit Blogvorstellungen oder eigentlich Bloggervorstellungen. Liebe Weggenossen in der Blogoshpere, die sich im erweiterten Sinn rund um das Thema Projekte tummeln. Was bloggs du? – heißt die kleine Reihe und den Anfang macht dann der schlossBlog gleich selbst. Wir wollen aber nicht nur einen Blick auf den jeweiligen Blog werfen, sondern auch auf den Kopf dahinter und zu jedem wird es dann auch noch ein paar Worte vom schlossBlog geben. Die Auswahl ist natürlich vollkommen subjektiv. Mit dem Fokus auf die Köpfe sind Blogs mit vielen Autoren schon aus dem Raster gefallen, das soll aber keine Geringschätzung für GPM-Blog oder Blog des Projektmagazins und vielen andere sein. Keine Regel ohne Ausnahme: Stellvertretend für die vielen Blogs der regionalen PM-Camps habe ich den Blog des Berliner PM-Camps mit in die Reihe aufgenommen. Und passend zum Berliner Camp an diesem Wochenende, wird ihr Beitrag gleich einer der ersten sein.

Mal schauen, wo die Reise des schlossBlog noch hinführt. Eine kleine formale Änderung steht schon mal an: Twitter zu Liebe, wird künftig die Nummerierung in den Titeln entfallen und rutscht jetzt ganz ans Ende des jeweiligen Beitrags. Eine zweite lose Reihe mit „Schnipseln“ (Neudeutsch: snippet) aus dem Beratungsalltag ist angedacht, in der immer wieder mal einzelne Folien, Ideen oder auch nur ein geflügeltes Wort kurz angerissen werden sollen

Die thematische Ausrichtung wird bleiben und wer mit mir streiten und diskutieren will. Ist ganz herzlich eingeladen.

Ein herzliches Dankeschön allen Lesern und Weggefährten!

 

#684 – ganz kann ich es mit der Nummerierung doch noch nicht lassen…

#680 Gelesen: Quiet Leadership

 

Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt; Ancelotti, Carlo. – München : Albrecht Knaus Verlag, 2016

Heute Abend ist SuperCup und die neue Bundesliga-Saison steht vor der Tür. Passend zum Start ist ein Buch zum Thema Führung des neuen Bayern-Trainers Carlo Ancelotti erschienen. Wobei – wahrscheinlich ist es mehr ein Buch über als von Ancelotti, denn ob er selbst auch nur eine Zeile zu Papier gebracht hat darf bezweifelt werden. Das Oeuvre ist wohl eher von geschickten Ghostwritern aus Interviewsessions und Gastbeiträgen zusammenkompiliert. Das mag die Autorenschaft in Frage stellen, nicht aber das Gedankengut. Zugegeben: Ein bisschen zu viel Lobhudelei, wenn Weggefährten über Ancelotti schreiben. Vielleicht sind die Ideen auch nicht wirklich innovativ. Aber gerade die Einfachheit, die hinter Ancelottis Quiet Leadership steht, ist in Zeiten wie diesen mit grölenden oder besserwisserischen und manchmal menschenverachtenden Managementvertretern angenehm unspektakulär. Ja, fast schon vernünftig! Eher gesunder Menschenverstand als polemische Managementrhetorik.

Denkt man an cholerische Exzentriker á la Mourinho oder Konzeptfussballer á la Guardiloa, dann erscheint einem bei der Lektüre Ancelotti als souveräner, kluger Kopf. Ein Familienmensch, denn das Team ist eine Familie und da kommt es mitunter mehr auf ein gemeinsames Mittagessen an, als auf die perfekte Fußballidee, denn die Chemie muss stimmen. Und ein Charakterkopf und Gentleman scheint er auch zu sein.

Aber fast schon wieder zu viel des Lobs. Vielleicht bin ich den Ghostwritern in die Falle getappt. Natürlich ist es ein Konzeptbuch (wie Konzeptfußball), natürlich gibt da jemand seinen Namen dafür her, aber die Lektüre hat mir dennoch gefallen, weil sie sich angenehm von der gegenwärtigen Managementpraxis abhebt und mir Lust bereitet, den Trainer und Menschen Ancelotti in der kommenden Bundesligasaison (medial) zu beobachten.

#678 Bericht vom StartUp Barcamp Ingolstadt

Schon wieder eine Woche her, dass in Ingolstadt ein StarUp-Barcamp erfolgreich stattfand.

Um Hannes Schleeh vom Gründerzentrum Ingolstadt hatten sich eine ganze Reihe Interessierte eingefunden, teils alte Barcamp-Hasen, teils Newbies, Gründer, Berater, Unternehmer,…
Spannende zwei Tage mit vielen Diskussionen, Erfahrungsberichten und jeder Menge Networking. Zum Teil auch voller Widersprüche: Wollte Hannes den Teilnehmern wertvollen Input für ein Digitales Gründerzentrum in Ingolstadt entlocken, erklärte auf der anderen Seite Markus Fichtner (CEO des Automobilzulieferers BFFT mit ca. 800 Mitarbeitern), warum sein Unternehmen eine Abteilung mit Softwareentwicklern nicht in der Region, sondern in Regensburg aufgemacht hat.
Teilweise wurden Geschäftsideen vorgestellt und diskutiert, sei es vom Fotostudio bis hin zum Immobiliensektor. Das eine oder andere Gespräch setzt sich auch längst über das Ende der Veranstaltung hinaus fort. Somit ein voller Erfolg, der nächstes Jahr wiederholt werden soll.
Immer wieder tauchte das Schlagwort Social Media auf, der Business Model Canvas wurde nicht nur in meiner Session aufgegriffen (wie hätte es auch anders sein können), sondern war quasi der unbestrittene Maßstab für die vorgestellten Gründungsideen. Es ging um den richtigen Auftritt, aber auch um Themen wie Unternehmenssicherheit. Den vielen Newbies geschuldet, blieb es auf Twitter vergleichsweise ruhig. Ein Schmankerl ist aber die Sketchnote der Webkönign zur Session von Markus Fichtner:


Ein herzliches Dankeschön noch an Hannes und sein tolles Team! Ihr seid hervorragende Gastgeber!

Und als Nachtrag noch das Trailer-Video:

#677 Die Powerpoint-Überforderung (Teil 2)

Über die Krux mit den Vorgaben für Präsentationen wurde in Teil 1 schon hinreichend lamentiert. Kehren wir zurück zum Ausgangsproblem meines Sohnemanns. Anhand einer Folie, die ich ihm geklaut habe, lässt sich das Spektrum der Powerpoint-Überforderung illustrieren.
Für den Einstieg seines Referats wählte er zwei Fotos aus unserem England Urlaub. In der Waffensammlung im Tower of London hatten wir eine wunderschöne Samurai-Rüstung entdeckt, die hervorragend zu seinem Referatsthema gepasst hat. Gleich zum Einstieg – quasi als Teaser und Eyecatcher – kamen dafür die beiden Fotos möglichst großflächig zum Einsatz, aber seht selbst:

Zur Abschreckung nun die Powerpoint-Degeneration des gleichen Motivs bis hin zur Firmenpräsentation samt Logo:

Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen: Selbst die letzte Folie ist noch keine Bleiwüste mit Fliesstext. In der Farbgestaltung (abseits des Logos), der Schriftwahl, der Schriftgrößen, der Auswahl eines Hintergrunds, möglicher Aninmationen und Übergänge liegen noch endlose Möglichkeiten der Verunstaltung unseres Vortrags. Warum nicht statt der Fotos Cliparts verwenden oder ein Video einbinden,…
Bei all dem Wahnsinn könnte man glatt von Vorträgen ohne Medieneinsatz träumen – aber wir wollen es ja nicht anders und sind vollständig überzeugt von dem, was wir tun.

#673 Urlaubstweets zur Arbeitssicherheit

#671 How to… openPM

Nicht nur für unsere Freunde vom PMCampHH entstand diese kleine Dokumentationsanleitung für das Wiki von openPM. (Einen Vorläufer in Englisch gab es schon mal für das PMCamp Barcelona.) Jetzt fehlen nur noch mehr Mitstreiter. Egal ob nur ein zusätzlicher Link, eine Grafik oder das Fotoprotokoll eine Barcamp-Session. Jeder geteilte Beitrag ist ein Geschenk für die Community! Also: mitmachen!

#668 – 2016 und Office 2016

Neues Jahr, neues Glück und die Weihnachtstage auch noch genutzt um auf Office 2016 umzustellen.

Die Cloud Features interessieren mich dabei nicht. Die sonstigen Änderungen scheinen überschaubar.

Excel kann endlich ein paar neue Graphen (wie z.B. Wasserfälle und Treemaps, da ist Microsoft zuletzt der Konkurrenz hinterhergehängt), mit den neuen Hilfefunktionen Tell Me und Insights fehlt mir noch die Erfahrung, allerdings möchte ich auch nicht im Office mit Bing suchen.

In Outlook unter 2013 hatte ich zuletzt Probleme mit dem Social Media Connector, der Outlook zum Absturz gebracht hat. Seit der Umstellung ist dieses Problem nicht mehr aufgetaucht.
Eine spannende Entwicklungsrichtung zeigt das kostenlose Powerpoint Addin Mix, das soll zwar schon unter 2013 laufen, ich habe es aber erst mit 2016 zum Laufen gekriegt. Noch wirkt Mix etwas beta-mäßig, aber die Ideen könnten richtungsweisend für künftige Powerpoint-Versionen werden, denn plötzlich wird Powerpoint interaktiv, erlaubt Umfragen und unterstützt Medienintegration und das Mitfilmen des Bildschirms. Anbietern von ergänzenden Produkten wie Camtasia wird wahrscheinlich schon bange.

Begleitend zum Officepaket, gibt es auch meine LieblingsMindMapping-Software MindManager von Mindjet in einer Version 2016. Auf den ersten Blick mit ein paar Verbesserungen bzgl. Prozessdarstellungen (Flußdiagramme, Swim-Lanes, etc.), aber alles in allem weiterhin erschlagend mit seinem Funktionsumfang und verhältnismäßig teuer.

Achso, und bevor ich es noch vergesse:

Allen Lesern ein gutes neues Jahr 2016!