Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

#330 VisualPM: Meetings

Olesya Gileva wendet auf PM Hut konsequent Visualisierungstechniken für Projektmeetings an.

#326 Agil? So what!

Pawel Brodzinski bringt es auf den Punkt: Bei aller Methoden-Diskussion – letztlich zählt nur das Ergebnis und dessen Qualität, da sollte es keine Rolle spielen ob das mit agilen oder klassischen Methoden erreicht wurde. Auch die beste Methode ist bei fehlendem Qualitätsbewußtsein unzulänglich. Pfusch bleibt Pfusch!

#324 PM und Komplexität (2)

Gerne greife ich Peter Addors Kommentar zum vorangegangenen Beitrag auf:

Dass der Projektbegriff bei weitem nicht so eindeutig ist, wie wir es uns vielleicht wünschen würden, darin sind wir uns einig.

Die Begrenztheit der Mittel ist letztlich die Grundfrage jeglichen Wirtschaftens – sprich der Ökonomie. Sie ist nur ein notwendiges aber kein hinreichendes Kriterium für Projekte.

Aber vielleicht müssen wir uns auch dem Komplexitätsbegriff noch einmal nähern: Peter Addors Sichtweise von Komplexität kann ich nachvollziehen, wenn ich eine objektive Sicht auf ein System hätte. Diese Herangehensweise würde einer kybernetischen Tradition entsprechen. Nimmt man aber beispielsweise eine konstruktivistische Betrachtungsweise, sieht das Ganze wieder etwas anders aus. Betrachte ich ein System als meine subjektive Konstruktion eines Realitätsausschnitts, dann kann eine vermeintliche „Komplexitätsreduktion“ für meine persönliche Verhaltensweise durchaus sinnvoll und zielführend sein, denn meine persönlichen (auch geistigen) Ressourcen sind beschränkt (wie sich das anhört!). Die Vereinfachung des Modells verändert aber nicht die Realität, sondern lediglich meine Wahrnehmung. Das kann auch gefährlich sein, ist aber durchaus eine legitime Bewältigungsstrategie zum Umgang mit der Realität – zur Vermeidung von Überforderung.

Peter Addor würde wahrscheinlich argumentieren, dass wenn ich für viele Bäume als Metaebene den Begriff „Wald“ einführe, sich damit die Komplexität des Systems erhöht (es gibt eine zusätzliche Begriffebene). Für mich reduziert sich hingegen zunächst die Komplexität, da ich jetzt von Wald spreche und die einzelnen Bäume möglicherweise gar nicht mehr betrachte. Während er Gefahr läuft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen, laufe ich hingegen Gefahr nur mehr von ganzen Wäldern zu schwadronieren, aber den einzelnen Baum nicht mehr zu sehen.

Ein Patentrezept, welche Sichtweise besser ist, gibt es nicht. Fallweise mag die eine oder die andere Vorgehensweise zielführend sein. In Projekten – in denen sich in der Regel der Lösungsweg nicht sofort abzeichnet – fehlt uns die Übersicht, wir sind also erschlagen vor lauter Bäumen. In dieser Situation kann es tendenziell hilfreich sein, die Komplexität zu reduzieren. Sobald wir Land gewonnen haben, können wir dann auch wieder auf die Detailebene der Bäume zurückkehren, denn auch wenn wir Wälder roden wollen, müssen wir einzelne Bäume fällen.

#323 PM und Komplexität

Noch bevor ich einen interessanten Beitrag von Peter Addor zum Thema Komplexität und Projekte hier aufgreifen konnte, hat der Kollege meinen Kommentar aufgegriffen und eine Diskussion beginnt sich zu entwickeln. Gemein ist uns beiden die systemtheoretische Betrachtungsweise mit einem Augenmerk auf Komplexität, aber wahrscheinlich trennt uns noch ein unterschiedlicher Projektbegriff:

(1) Der von Peter Addor verwendete Projektbegriff geht mir eindeutig zu weit, denn Projekte sind nicht nur durch ihre Einmaligkeit gekennzeichnet, sondern auch durch die Komplexität der Aufgabenstellung (upps, hier wird es rekusiv.), Begrenzung der Mittel, etc.. (Der inflationäre Gebrauch des Begriffs „Projekt“ ist wiederum ein anderes Kapitel.)
(2) Komplexität entsteht nicht zwingend aus Projekten, sondern aus Veränderung. Es gibt weit mehr Quellen der Veränderung als Projekte.
(3) Aber auch nicht jede Veränderung führt zwangsläufig zu einer Komplexitätssteigerung, sie kann genauso auch zu einer Systemvereinfachung, also zu einer Komplexitätsminderung führen.
(4) Typisch für Projekte ist der systematische Problemlösungsansatz: Der Mitteleinsatz wird systematisiert um aus 1.000.000 Bausteinen am Schluß 1 fertiges Haus zu erhalten. Ich sehe hier durchaus Möglichkeiten zu einer Komplexitätsreduzierung oder zumindest zu einem bewussten und zielgerichteten Umgang mit Komplexität.
(5) Die Illusion der Planbarkeit ist sicher ein Sündenfall des „ganz klassischen“ Projektmanagement, aber ein solches Planungsparadigma wird heute kaum mehr jemand streng aufrecht erhalten. Wie wir wissen ersetzt die Planung den Zufall durch den Irrtum, aber dennoch ist Planung sinnvoll. Selbst in agilen Ansätzen wie Scrum wird geplant! Dort allerdings nur in kleinen iterativen Schritten. Planung, vorausschauendes Denken gehört zu einer systematischen Problemlösung einfach dazu. Dass wir uns dabei in einem komplexen, dynamischen Umfeld bewegen und dem Rechnung tragen müssen, ist die große Herausforderung an das Projektmanagement.

#322 PM Zertifizierungen (2)

PM-Definitionen und PJMB berichten über eine mögliche Annäherung von IPMA/GPM und PMI, die möglicherweise zu einer gegenseitigen Anerkennung der unterschiedlichen Zertifierungen führen könnte.

#321 PM Zertifizierungen

Ich bin nicht wirklich ein Freund von PM Zertifizierungen. Andreas Heilwagen von PJMB hat jetzt im Forum des Projektmagazins einen Thread gepostet, in dem er fragt, welche Rolle Zertifizierungen bei Projektausschreibungen spielen und langsam trudeln einige Antworten ein.
Eine Zertifizierung kann Erfahrung nicht ersetzen. Zertifizierungen mögen bei anonymen Ausschreibungen noch helfen, doch eigentlich ist unser Business ein People-Business. Und spätestens dann, wenn ich mein gegenüber kenne (oder kennenlerne) zählt nur mehr die Praxis.
Allerdings verstecken sich Vermittler und Einkaufsabteilungen mitunter hinter solchen Anforderungen, aber eigentlich nur aus Überforderung.
Das Zertifizierungen ein eigenes Geschäftsmodell sind, an dem nicht nur die konkurrierenden Verbände verdienen wollen, sondern auch eine ganze Reihe Dienstleister, wurde hier auch schon zurecht angemäkelt. Mit einer einmaligen Zertifizierung ist es ja nicht getan und dann gibt es auch verschiedene Zertifizierungsstufen und und und. Die Zertifizierungsmodelle bedienen mehr Bürokratien als Projekte. Schnell werden sie zum Selbstzweck.

#319 CHAOS-Report

Wenn es um das Scheitern von Projekten geht, wird der CHAOS-Report der Standish-Group gerne zititert. Stefan Hagen fasst nun einen Artikel von Dr. Ingo Zank über den CHAOS-Report und was dahintersteckt zusammen.

#318 Ein ganz besonderer Stakeholder

Sigrid ist ein ganz besonderer Stakeholder (Teil 1, Teil 2), denn immerhin ist sie schon als Stakeholder erkannt, benannt und integriert. Natürlich sind auch alle Projektbeteiligten Stakeholder, aber daneben auch noch viele andere.

Stakeholder sind normalerweise Fabelwesen, wie der Yeti:  Jeder hat schon davon gehört, aber außer Reinhold Messner haben ihn noch nicht viele gesehen.

Dein Stakeholder, das unbekannte Wesen…

In eigener Sache

Das Bloggen ist des Bloggers Lust, aber die Beiträge, die hier auf schlossBlog entstehen, haben einen professionellen Hintergrund. Daher sei an dieser Stelle auch einmal auf mein Beratungsansgebot hingewiesen:

#316 VisualPM: Poster

In unserem Powerpoint-verseuchten Alltag vergessen wir allzuleicht, dass es auch noch andere Visualisierungsmöglichkeiten gibt, z.B. Poster. Hier ein paar Beispiele:

Die Beispiele sind alle sehr Methoden-lastig, aber Sie vielleicht schon mal daran gedacht Ihr Projekt in Poster-Form darzustellen: Auftrag & Inhalt, Stakeholder, Vorgehensweise, Beteiligte,…



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