Archiv der Kategorie ‘Projektmanagement‘

 
 

Workshop Follow-up

Drüben auf LinkedIn bin ich über Oliver Gabor und sein Workshop Follow-Up Framework gestolpert. Es ist ganz offensichtlich wieviel mögliche Ergebnisse wir verschenken, weil wir das, was wir mühsam z.B. in einem Workshop erarbeitet haben, nicht konsequent weiterverfolgen. Konsequenz und Nachhaltigkeit sind die Schlüsselworte.

Der gute Oliver hat nun eine Anleitung dazu inkl. Werkzeuge in ein 7 Schritte Framework gepackt:

  1. Team-Scan vor der Umsetzung
  2. Umsetzungs-Navigatoren wählen
  3. Zweiwöchiges Navigator Meeting planen
  4. Arbeiten mit dem Navigator Canvas
  5. Team Scan nutzen, wenn ihr feststeckt
  6. Review nach drei Monaten mit zweitem Team Scan
  7. Übergang in den Normalbetrieb

Der Team-Scan ist ein Online-Fragebogen, der Team-Stärken und Schwächen in den Dimensionen Selbstverpflichtung, Konfliktbereitschaft, Offenheit, Verantwortlichkeit und Zielorientierung analysiert.

Umsetzungs-Navigatoren sind „Kümmerer“, die sich zu einem Thema committen und Verantwortung übernehmen.

Das Navigator-Meeting ist ein geplantes, regelmäßiges Event zur Nachverfolgung.

Dabei kommt der Navigator Canvas als Artefakt zum Einsatz. Nachdem meine Vorliebe für Canvas-Modelle bekannt ist (ich sage nur Business Visualisierung), gibt es von mir hier nur einen Daumen hoch.
Zentrale Fragen im Canvas zu jedem Thema sind:

  • Ziel seit dem letzten Treffen
  • Was wurde umgesetzt?
  • Welche Hindernisse traten auf?
  • Team Scan
  • Ein Mini-Schritt für die nächsten 2 Wochen
  • Support oder Entscheide, die benötigt werden
  • Risiko, falls nichts passiert

Nachdem das regelmäßige Meeting schon versucht für Nachhaltigkeit zu sorgen wird im Canvas versucht die anstehende Arbeit in konkrete nächste Schritte herunterzubrechen.

Die weiteren Schritte sollen schließlich bis zum Übergang in den Normalbetrieb führen.

Natürlich kann man Zielorientierung, Konsequenz und Nachhaltigkeit auch mit anderen Mitteln erreichen. Nur bleiben im Alltag diese oft auf der Strecke und Olivers Framework ist der Versuch deren Umsetzung zu operationalisieren – ganz ähnlich wie das Scrum-Framework versucht Projektarbeit mittels Events und Artefakten zu operationalisieren. Eine begrüßenswerte Herangehensweise. Nicht die einzige. Vielleicht gibt es auch bessere, aber es ist eine gezielte Vorgehensweise um die Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Und zu guter Letzt bleibt noch festzuhalten, das Zielorientierung, Konsequenz und Nachhaltigkeit nicht nur in/nach Workshops erstrebenswert sind, sondern auch in vielen anderen Arbeitsformen, aber Olivers Vorschlag ist ein inspirierender Versuch, der sich in Teilen bestimmt auch auf andere Gebiete anwenden lässt.

Kleiner Nachtrag: Hier noch die Links zu Olivers Homepage und dem Download des Frameworks.

Frohe Weihnachten

Wünsche allseits frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Auf der Table haben wir bis Ende Januar noch eine Weihnachtsaktion:

Vielleicht ein Geschenk für dich?
Oder für jemanden, mit dem du 2025 Projekte besser machen willst.

Das beste aus beiden Welten

Jüngst hat es wieder jemand gesagt. Ein lieber Kollege, den ich sehr schätze.

Das Beste aus beiden Welten ist ein Satz, der mich (negativ) triggert. Natürlich kann man gelbe und rote Bauklötzchen miteinander mischen, aber es geht nicht darum die schönsten gelben und die schönsten roten Klötze zu verwenden, sondern die Steine aus beiden Farben, die dir für dein (Bau-)Projekt am meisten helfen. Die schönsten Steine nutzen dir nichts, wenn du damit nicht dein Haus, deine Brücke oder, was auch immer dein Ziel ist, bauen kannst.

Im Ergebnis ist eine Kombination auch ok, aber eine Kombination ist per se kein Ansatz. Ich bin ein ganz großer Fan von siutativen Ansätzen und es wird dabei häufig auch passieren, dass das Vorgehen hybrid ausfällt, aber das ist Ergebnis und nicht Programm.

Rückblick PVM

Schon wieder eine Woche her, aber meine Freundin sagt, man soll „nachfühlen“, also fühle ich nach über die PVM 2025 in Hameln und lasse kurz meinen Besuch Revue passieren, stichwortartig die von mir besuchten Sessions und meine persönlichen Highlights:

Vorabend-Event in der Osteria Il Capriccio Italiano

  • kulinarisches Highlight der PVM
  • insbesondere mit Gerhard Fessler über Audit und KI philosophiert, seine These: dank KI sind klassische Audits in spätestens 5 Jahren überholt, weil weitgehend automatisiert.

Leadership für AI Agents – Wer führt die künstliche Intelligenz (Dr. Jan Wehinger)

  • AI Use Cases
    • create me…
    • code me…
    • do this task…
    • tell me…
  • AI als Verstärker menschlichen Handelns. dank ChatGPT soll die Scheidungsrate angestiegen sein. Dank KI gibt es jetzt endlich jemanden, der einen versteht – wenn schon nicht der eigene Partner/Partnerin.
  • Beim Einsatz/Nicht-Einsatz die cost of doing nothing berücksichtigen

Von Anfang an mit KI – Kokulan Thabalan und Axel Kalenborn

  • Einsatzfelder
  • insbesondere Axel bremst mit einigen Beispielen die KI-Euphorie, z.B. wenn zu dominantes Trainingsmaterial die falschen Ergebnisse liefert.

Post-Agilität – Sarah Brandt und Sven Theobald

  • Der Begriff Post-Agilität im Tagungsmotto ging nach hinten los, denn eigentlich weiss niemand was das ist. Für mich lediglich da Ende des agilen Hypes (und nicht dass Ende der Agilität!). Der Versuch das mit agile Leadership und Vibe Coding in Verbindung zu bringen, hat nicht wirklich funktioniert und musste Kritik einstecken.

Kompaktbriefing: Künstliche Intelligenz im PM – Axel Kalenborn

  • Vergänglichkeit von KI-Lösungen
  • Übersicht von PM Angeboten inkl. nachträglich lediglich als GPTs identifizierter Lösungen

Zwischen Buzzword und Businessnutzen – André von Zobelitz und Lukas Zärtner

  • lokale Studie aus Hameln

Keynote: Erfolg ist kein Zufall, Erfolg ist eine Haltung – Kathrin Boron (Wikipedia)

  • erfolgreiche Rudererin
  • frisch aus der Hall of Fame des deutschen Sports – quasi dem Olymp

Stadtführung: der Verführte Verführer

  • verschiedene Erklärungsvarianten des Mythos vom Rattenfänger
  • abendlicher Spaziergang durch das (kalte,) romantische Hameln

Konferenzdinner

  • Zeit für Networking
  • kulinarisch kein Vergleich zur Osteria

Frühstück im Hotel mit Marco Kuhrmann, auch wenn ich seine Session verpasse, philosophieren wir zwischen Audi TT und Politik

Praxisbericht: Agilität im Alltag der Atruvia – Christian Zender und Jens Zimmermann

  • SAFe basiert
  • Betonung genossenschaftlicher Werte (die sich mit dem agilen Manifest decken), weil Dienstleister der Genossenschaftsbanken
  • Sie haben ein Betriebssystem=Playbook und darüber hinaus ein Vorgehensmodell (die minimalen Mindestanforderungen die ein Projekt einhalten muss im regulierten Umfeld compliant zu sein)

Digital Kompetenz im Projektmanagement – Jessica Nagel

  • Eine Querschnittskompetenz
  • Kompetenzstrukturmodell
    • Informations- und Datenmanagement
    • Virtuelle Zusammenarbeit
    • Digitale Kommunikation
    • Erstellung digitaler Inhalte
    • Ethik, Verantwortung und Sicherheit
    • Digitales Management
    • Technische Kompetenz
  • Ich hirne gerade noch etwas an der technischen Kompetenz. Glaube, da will ich noch eine Schleife mit Jessica drehen.

Die Table of Elements als Wegweiser im post-agilen Projektalltag – mein eigener Beitrag

  • Das Plakat der Table am Büchertisch hat schon zu einigen weitergehenden Gesprächen geführt. Die visuelle Übersicht triggert einfach.
  • Ein Kollege fragt nach dem nächsten geilen Scheiß, Jurgen Appelos Antwort wäre wahrscheinlich KI, aber der mein Eindruck der PVM ist, dass hier bei vielen ein gewisser Realismus eingetreten ist. Ich mahne zur Demut, weil unsere Disziplin nach wie vor nur einen kleinen Teil des Projektspektrums abbildet, Projekte im Ehrenamt, in Kunst & Kultur aber aber beispielsweise auch im Agenturbereich sind ins unserer Disziplin längts nicht angekommen. Wir sind da sehr betriebsblind und können sicher noch von anderen lernen.
  • Ich freue mich noch auf die Anfragen zur Kooperation und Nutzung der Table. Meldet euch, wenn ich euch dabei unterstützen kann.
  • Der Beitrag ist auch im Tagungsband enthalten.

Linderung von technischen Schulden in Startups – Jil Klünder

  • Online-Session
  • Ok, Enterpreneural Software Engineering war mir noch kein Begriff
  • und der Terminus der technischen Schulden gefällt mir
  • Ansatz nutzt die Ideen des Feature Driven Developments (FDD)

Resiliente Verwaltung – Rebecca Borges (ich hoffe, ich habe den richtigen Nachnamen erwischt)

  • Es gibt 10.000 Kommunalverwaltungen in Deutschland
  • Der Hack einer Kommune bei Hannover verursachte einen Schaden von 46 Millionen Euro.
  • Nutzt den BSI Standard 200-4 für das Business Continuity Management
  • Und dann sagt eine junge Beamtin: „Die Boomer gehen in den Ruhestand. Wir haben jetzt keine Leute mehr. Wir müssen zusammenarbeiten.“ – Wenn die Schmerzen groß genug sind, funktioniert die Zusammenarbeit.

Daneben noch viele alte und neue Bekannte getroffen, z.B. Alexander Volland (wir kennen uns in der Tat aus Wikipedia und das schon seit Ewigkeiten), Oliver Linssen, Karin Wenzel, Michaela Hildt-Miowitz, Claus Hüsselmann, Martin Bertram, Martin Engstler, Eckhart Hanser, Tim Eichenberg, Michael Städler und viele mehr.

PVM 2025

Und mehr Infos zur Table gibt es auf unserer Homepage, auf LinkedIn, im Buch „Das Methodensystem für Projekte“ (Amazon) oder in Apples Appstore in Form unsererer App „PM Elements„.

Auf LinkedIn Learning gibt zur Table noch die Reihe: „Projektmanagement Methoden: Jede Woche neu

Zürich

Genug lamentiert über den Niedergang von openPM und den PMCamps, denn es gibt ja noch ein kleines gallisches Dorf, das sich wacker hält: Zürich. Und am Freitag war PMCamp Zürich.

Mit dem Debattierhaus Karl der Große, eine wunderbare Location im Herzen der Altstadt (und ich Idiot hab anfangs ernsthaft darüber nachgedacht mit dem Auto anzureisen, dabei war es umso schöner Bahnhof, Hotel und Location alles fußläufig zu haben, wobei man bei den Hotelpreisen in Zürich schon mal schlucken darf).

Aber zum PMCamp, in Zürich eintägig, in besagter historische Umgebung mit ganz tollen Gastgebern – ein herzliches Dankeschön an Lucia, Anne, Katrin und Mathias. Ihr hattet ein hervorragendes Händchen bei der Auswahl der Keynote (Stefan Schwitter), denn das Thema Achtsamkeit hat tatsächlich in die eine andere Session und das eine oder Gespräch am Rande ausgestrahlt und zum Mindsetting beigetragen. Die Sessions waren in bester Barcamp-Tradition bunt und vielfältig. Bemerkenswert: es gab keine einzige „PM und KI“-Session. Gott sei dank. (Die Vertreter dieser Fraktion sind wohl gerade alle beim IPMA World Kongress in Berlin.) Ich empfand das als sehr wohltuend, weil mir die Gespräche durchaus gezeigt haben, dass die meisten von uns sich selbstverständlich damit beschäftigen und KI nutzen, aber eben ganz normal und nicht als Hype und dass es gerade in Projekten immer um Menschen geht, die eben achtsam miteinander umgehen müssen, wobei die konkrete Perspektive viel persönlicher war: wie gehe ich mit mir in dieser (Projekt-)Welt achtsam um. Die Themen der Sessions reichten vom Zielparadoxon, PMO, Projektfinanzierung bis hin zu psychologischen Effekten, um nur einige zu nennen. Natürlich gab es auch eine Session zu Table of Elements. In den Sessions an denen ich teilgenommen habe, haben wir alle auf den Präsentationscharakter verzichtet, was sehr angenehm war und gleich zu vertrauensvollen Gesprächen geführt hat. Ein kleines persönliches Highlight für mich war Ivanas Session, die ihr ganz persönliches „Problem“ mit ihrem Auftraggeber mitgebracht hat und Rat von den Teilnehmern gesucht hat. Auch wenn wir am Schluss in ihrer Runde nur mehr 5 oder 6 Teilgenberinnnen waren, haben Menschen die sich vorher nicht kannten, miteinander diskutiert, Mut gemacht und Wege gesucht. Auch so etwas ist in einem Barcamp möglich. Danke, liebe Ivana, für deine Bereitschaft dich so zu öffnen und deinen Mut uns zu fragen und mit uns zu diskutieren.

Nach dem Closing gab es den für Zürich obligatorischen Apero und die Gespräche und das Vernetzen gingen auf der Terrasse noch bis in den Abend weiter.

Haltet die Stellung! Gut möglich, dass ich wiederkomme.

Kollegiale Beratung oder die Case Clinic

Diese Woche geht es in dem aktuellen Beitrag der Reihe Projektmanagement Methoden um die kollegiale Beratung oder Englisch: die Case Clinic.

Die Kollegiale Beratung oder Case Clinic ist eine strukturierte Methode, bei der ein Teammitglied ein aktuelles berufliches Problem oder einen Fall vorstellt und die anderen Teilnehmer Lösungsvorschläge erarbeiten. Diese Methode fördert gemeinsames Lernen und die Entwicklung neuer Perspektiven.

Mehr dazu in der iOS App PM Elements oder im Buch Das Methodensystem für Projekte bei Hanser – das Buch zur Table of Elements.

5 Fragen an…

Also der Verlag hat uns zu unserem neuen Buch befragt:

Wer hat das Buch geschrieben?

Christian Botta und Bernhard Schloß sind „alte Hasen” im Projektgeschäft. Ihre Trainingsvideos auf LinkedIn Learning erreichen eine große Community. Darüber hinaus sind sie als Berater, Trainer und Autoren tätig.

Das Methodensystem für Projekte ist nach Business Visualisierung ihr zweites Buch im Hanser Verlag.

Warum ist das Thema wichtig?

Projekte sind nach wie vor allgegenwärtig. Und eigentlich wüssten wir alle, was zu tun wäre, aber um systematisch den Projekterfolg voranzutreiben braucht es Methoden und Werkzeuge und zwar nicht nur theoretisch, sondern wir müssen sie auch tatsächlich anwenden.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Willkommen im Dschungel der Projektmanagement-Methoden: Die Table of Elements gibt einen Überblick und Orientierung:

  • Kompakte Beschreibungen der Methoden und Werkzeuge, inklusive Kategorisierung und Bewertung. Außerdem finden sich Tipps und Tricks zu den einzelnen Tools.
  • Methodenfinder und Index unterstützen das zielgenaue Suchen und Finden, der in der jeweiligen Situation passenden Methode.

Welche Themen stehen im Fokus?

Methoden und Werkzeuge. Das Methodensystem für Projekte ist ein Nachschlagewerk für Praktiker in Projekten, aber auch für Anfänger, die eine Übersicht suchen.

Warum hilft mir das Buch mein Problem zu lösen?

Tools gibt es mehr als genug, die Methodenvielfalt erschlägt viele und Das Methodensystem für Projekte. gibt Orientierung im Methodendschungel. Die Table of Elements im Buch ist ein visuelles Schema (inspiriert vom Periodensystem der Chemie), dass eine Übersicht über die elementaren Werkzeuge für Projekte gibt. Alle Elemente sind kompakt beschrieben und enthalten Querverweise auf ähnliche oder unterstützende Werkzeuge, um den Einsatz in der Praxis bestmöglich zu unterstützen. Das Buch bietet somit Hilfe zur Selbsthilfe für alle Menschen, die mit oder in Projekten arbeiten.

Erhältlich u.a. direkt beim Verlag oder bei Amazon.
Neben dem Buch gibt es natürlich noch unser Poster auf www.table-of-elements.io, die App im Appstore und die Video-Bibliothek auf Linkedin Learning.

Das Buch ist da!

Das Methodensystem für Projekte – das Buch zur Table of Elements ist frisch im Hanser Verlag erschienen.

Erhältlich u.a. direkt beim Verlag https://lnkd.in/dfkPHneD oder bei Amazon; https://lnkd.in/d7dh_NY5
Und natürlich haben wir auch ein Reel hierfür:

Neben dem Buch gibt es natürlich noch unser Poster auf www.table-of-elements.io, die App im Appstore (https://apps.apple.com/de/app/pm-elements/id6738084498) und die Video-Bibliothek auf Linkedin Learning (https://www.linkedin.com/learning/projektmanagement-methoden-jede-woche-neu/).

Projekterfolg

Projekterfolg ist eines meiner Lieblingsthemen. War ja hier schon das eine oder andere mal auf der Agenda. Eine kleine Spielerei am Samstagabend: ein sokratischer Dialog mit ChatGPT über Projekterfolg, den ich euch nicht vorenthalten will:

ChatGPT: Was meinst du – was ist Projekterfolg?

Bernhard: Das ist eine Frage der Perspektive.

ChatGPT: Okay. Und wessen Perspektive würdest du als entscheidend ansehen, wenn du sagen willst: „Dieses Projekt war erfolgreich“?

Bernhard: Wenn du mich so frägst, immer meine eigene, aber dummerweise sind wir oft auch abhängig von der Sichtweise anderer.

ChatGPT: Okay. Wenn deine eigene Perspektive im Kern zählt, aber du gleichzeitig von anderen abhängig bist – was macht dann deinen persönlichen Projekterfolg aus? Ist er unabhängig von der Bewertung anderer, oder nur dann möglich, wenn deren Erwartungen erfüllt sind?

Bernhard: Jetzt muss ich den Spieß umdrehen, denn du hast den Zusammenhang zwischen Projekterfolg und Erwartungen hergestellt. Ist Projekterfolg also abhängig von Erwartungen?

ChatGPT: Okay. Wenn wir diesen Spieß umdrehen: Erwartungen setzen einen Maßstab – aber sind sie immer realistisch, immer klar, immer geteilt? Wenn also Erfolg sich an Erwartungen misst: Wer bestimmt, was zu erwarten ist – und wann das Erwartete als erfüllt gilt?

Bernhard: Diese Frage lasse ich nicht gelten. Niemand bestimmt, was zu erwarten ist. Erwartungen müssen wir hinnehmen. Oder siehst du das anders?

ChatGPT: Okay. Wenn Erwartungen einfach da sind und wir sie hinnehmen müssen – bedeutet das dann, dass Projekterfolg immer ein Reagieren ist? Also nie etwas, das wir selbst aktiv bestimmen, sondern nur etwas, das sich daran misst, ob wir den Erwartungen anderer gerecht wurden?

Bernhard: oder den eigenen Erwartungen…

ChatGPT: Okay. Dann frage ich dich: Was unterscheidet fremde von eigenen Erwartungen – wenn es um Projekterfolg geht? Sind deine eigenen Erwartungen freier, klarer, strenger – oder vielleicht nur ein Echo der Erwartungen anderer?

Bernhard: Das lässt ich nicht pauschal beantworten, denn es gibt nicht die eine fremde Erwartung, sondern ein ganzes Spektrum.

ChatGPT: Okay. Wenn es also ein Spektrum fremder Erwartungen gibt – und deine eigenen irgendwo darin verortet sind: Kann es dann überhaupt einen Projekterfolg geben, der für alle gleichermaßen gilt? Oder ist Projekterfolg immer ein Kompromiss zwischen konkurrierenden Erwartungshaltungen?

Bernhard: Da gehe ich mit. Natürlich gibt es unter den Erwartungshaltungen vielleicht dominantere, sei es aufgrund der Anzahl der Personen, die sie vertreten oder weil sie besonders einflussreiche Stakeholder vertreten.

ChatGPT: Okay. Wenn also Projekterfolg vom Gewicht einzelner Erwartungshaltungen abhängt – ist Erfolg dann eher eine soziale Verhandlung als ein objektiver Zustand? Und wenn ja: Wird Projekterfolg damit nicht zu etwas, das man kommunikativ herstellt, nicht nur durch Ergebnisse?

Bernhard: Ja, so würde ich das sehen. Danke für dieses Gespräch.

Again what learned: Projekterfolg wird kommunikativ hergestellt – nicht durch Ergebnisse.



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