{"id":5889,"date":"2026-08-11T18:38:20","date_gmt":"2026-08-11T16:38:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/?p=5889"},"modified":"2026-08-13T19:33:42","modified_gmt":"2026-08-13T17:33:42","slug":"brauchen-wir-ueberhaupt-ziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/brauchen-wir-ueberhaupt-ziele\/","title":{"rendered":"Brauchen wir \u00fcberhaupt Ziele? (2\/x)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Handlungsf\u00e4higkeit unter Unsicherheit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<a href=\"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/klares-ziel-flexibler-weg\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5882\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klares Ziel, flexibler Weg<\/a>\u201c \u2013 so lautete die Leitidee des ersten Beitrags dieser Reihe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber diese Formel enth\u00e4lt eine Voraussetzung, die keineswegs selbstverst\u00e4ndlich ist: dass wir unser Ziel bereits kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aber, wenn wir zwar sp\u00fcren, dass sich etwas ver\u00e4ndern soll, den gew\u00fcnschten Zielzustand aber noch gar nicht beschreiben k\u00f6nnen? Was, wenn sich erst im Handeln zeigt, was \u00fcberhaupt m\u00f6glich und erstrebenswert ist? Und was geschieht, wenn wir keine eigenen Ziele bewusst verfolgen? Handeln wir dann tats\u00e4chlich ziellos \u2013 oder arbeiten wir nur zunehmend an den Zielen anderer?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage lautet deshalb zun\u00e4chst:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brauchen wir \u00fcberhaupt Ziele, um handlungsf\u00e4hig zu sein?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Effectuation: Wenn das Ziel erst im Handeln entsteht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im ersten Beitrag haben wir Saras Sarasvathys Unterscheidung zwischen Causation und Effectuation bereits aufgegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kausales Vorgehen beginnt mit einem bestimmten Ziel und fragt anschlie\u00dfend nach den geeigneten Mitteln:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch wei\u00df, was ich erreichen will \u2013 wie komme ich dorthin?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Effectuation dreht die Perspektive um. Den Ausgangspunkt bilden die bereits verf\u00fcgbaren Mittel:<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer bin ich? Was wei\u00df ich? Wen kenne ich \u2013 und was kann ich damit anfangen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das m\u00f6gliche Ergebnis ist hier nicht vollst\u00e4ndig vorgegeben. Es entwickelt sich durch Handlungen, neue Erfahrungen, \u00fcberraschende Ereignisse und Vereinbarungen mit anderen. Sarasvathy beschreibt Effectuation deshalb als eine Logik f\u00fcr Situationen, in denen die Zukunft nicht nur schwer vorherzusagen ist, sondern durch das Handeln der Beteiligten \u00fcberhaupt erst mitgestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, ohne jede Orientierung loszulaufen. Werte, Interessen, F\u00e4higkeiten und verf\u00fcgbare Mittel begrenzen und strukturieren den Handlungsraum. Aber das endg\u00fcltige Ziel muss nicht bereits zu Beginn feststehen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Unsicherheit kann Zielarbeit beginnen, bevor ein konkreter Zielzustand feststeht.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal suchen wir also den passenden Weg zu einem bekannten Ziel. Manchmal m\u00fcssen wir durch das Handeln erst herausfinden, welches Ziel sinnvoll und erreichbar ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Psychologie: Ziele lenken unsere Aufmerksamkeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe selbst zeitweise sehr konsequent mit Zielen gearbeitet, in den vergangenen Jahren aber deutlich weniger bewusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, dass ich ziellos geworden w\u00e4re. Ich habe weiter Entscheidungen getroffen, Projekte verfolgt und Dinge umgesetzt. Trotzdem stellt sich die Frage, was unser Handeln steuert, wenn wir unsere eigenen Ziele nicht mehr bewusst entwickeln und pr\u00e4sent halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die psychologische Zielsetzungsforschung liefert dazu einige Anhaltspunkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edwin Locke und Gary Latham beschreiben mehrere Mechanismen, \u00fcber die Ziele unsere Leistung beeinflussen. Ziele lenken Aufmerksamkeit und Anstrengung auf zielrelevante T\u00e4tigkeiten. Sie k\u00f6nnen Energie mobilisieren, die Ausdauer erh\u00f6hen und die Suche nach geeigneten Handlungsstrategien anregen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziele sind damit nicht nur Beschreibungen eines gew\u00fcnschten Ergebnisses. Sie wirken als Filter:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie beeinflussen, worauf wir achten, wof\u00fcr wir Energie aufbringen und welche Handlungsm\u00f6glichkeiten wir \u00fcberhaupt wahrnehmen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gordon Moskowitz hat untersucht, wie aktive Ziele die Zug\u00e4nglichkeit zielrelevanter Informationen beeinflussen k\u00f6nnen. Arie Kruglanski und Kollegen beschreiben Ziele und m\u00f6gliche Mittel als kognitiv miteinander verbundene Netzwerke. Unterschiedliche Ziele stehen dabei nicht isoliert nebeneinander. Sie k\u00f6nnen sich erg\u00e4nzen, aber auch um begrenzte Aufmerksamkeit und Ressourcen konkurrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">James Shah, Ron Friedman und Arie Kruglanski bezeichnen die zeitweise Hemmung konkurrierender Ziele als Goal Shielding. Ein wichtiges und aktives Ziel kann gegen Ablenkungen abgeschirmt werden. Diese Fokussierung hilft bei der Zielverfolgung \u2013 sie kann aber auch andere Anliegen aus dem Blick dr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesen Befunden l\u00e4sst sich eine weitergehende Arbeitshypothese ableiten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir unsere eigenen Ziele nicht bewusst pr\u00e4sent halten, entsteht nicht automatisch ein Vakuum. Andere aktivierte Ziele und Anforderungen k\u00f6nnen unsere Aufmerksamkeit \u00fcbernehmen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann bestimmen kurzfristige Deadlines, offene Aufgaben, Kundenw\u00fcnsche, Erwartungen anderer und das gerade Dringliche, womit wir uns besch\u00e4ftigen. Wir sind dabei wom\u00f6glich au\u00dferordentlich produktiv \u2013 aber nicht unbedingt in Bezug auf das, was uns selbst wichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine bewussten Ziele zu verfolgen bedeutet also nicht, ziellos zu handeln. Es kann auch bedeuten, \u00fcberwiegend Ziele zu verfolgen, die wir nie bewusst gew\u00e4hlt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">D\u00f6rner: Wenn das Dringliche das Ziel verdr\u00e4ngt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dietrich D\u00f6rner beschreibt in <em>Die Logik des Misslingens<\/em>, wie Menschen mit komplexen und dynamischen Situationen umgehen \u2013 und dabei immer wieder an typischen Denk- und Handlungsmustern scheitern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines dieser Muster nennt er Reparaturdienstverhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei konzentrieren sich die Handelnden auf einzelne, unmittelbar sichtbare Missst\u00e4nde. Sie beheben, was gerade st\u00f6rt, reagieren auf Symptome und wechseln von einem Problem zum n\u00e4chsten. Die Vorstellung davon, welcher Zustand eigentlich erreicht werden soll, tritt dabei zunehmend in den Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann ausgesprochen aktiv sein und trotzdem die Orientierung verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00f6rner zeigt allerdings nicht nur die Gefahren fehlender Zielorientierung. Auch ein zu enges oder unzureichend \u00fcberpr\u00fcftes Zielbild kann problematisch werden. In komplexen Systemen bestehen Abh\u00e4ngigkeiten, Verz\u00f6gerungen, Nebenwirkungen und Zielkonflikte. Wer nur auf eine einzelne Zielgr\u00f6\u00dfe schaut, kann an anderer Stelle erheblichen Schaden verursachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den von D\u00f6rner diskutierten hilfreichen Strategien geh\u00f6ren deshalb unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ziele konkretisieren,<\/li>\n\n\n\n<li>Zielkonflikte erkennen,<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitshypothesen regelm\u00e4\u00dfig pr\u00fcfen,<\/li>\n\n\n\n<li>Zwischenziele bilden,<\/li>\n\n\n\n<li>vorausschauend planen,<\/li>\n\n\n\n<li>Handlungsm\u00f6glichkeiten offenhalten,<\/li>\n\n\n\n<li>den Suchraum abwechselnd einengen und erweitern.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zielorientierung und Anpassungsf\u00e4higkeit sind bei D\u00f6rner keine Gegens\u00e4tze. Ein Zielbild soll dem Handeln Richtung geben, darf aber nicht gegen neue Informationen und beobachtete Wirkungen immunisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausweg aus dem Reparaturdienstverhalten ist deshalb nicht der unverr\u00fcckbare Masterplan. Es ist ein Zielbild, das Orientierung gibt und zugleich durch Handeln, Beobachten und Lernen weiterentwickelt werden kann. Genau hier trifft D\u00f6rners Analyse auf Effectuation.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ziele wirken \u2013 aber nicht immer gleich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Locke und Latham zeigen in ihrer Goal-Setting Theory, dass spezifische und anspruchsvolle Ziele h\u00e4ufig zu besseren Leistungen f\u00fchren als leichte Ziele oder die blo\u00dfe Aufforderung, sein Bestes zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese h\u00e4ufig verk\u00fcrzte Aussage gilt allerdings nicht bedingungslos. Die Wirkung eines Ziels h\u00e4ngt unter anderem davon ab,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ob eine Bindung an das Ziel besteht,<\/li>\n\n\n\n<li>ob R\u00fcckmeldung \u00fcber den Fortschritt verf\u00fcgbar ist,<\/li>\n\n\n\n<li>ob die notwendigen F\u00e4higkeiten und Kenntnisse vorhanden sind,<\/li>\n\n\n\n<li>wie komplex die Aufgabe ist,<\/li>\n\n\n\n<li>ob das Ziel \u00fcberhaupt beeinflussbar erscheint.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei neuen und komplexen Aufgaben k\u00f6nnen Lernziele geeigneter sein als reine Ergebnisziele. Wer noch nicht wei\u00df, wie eine Aufgabe gel\u00f6st werden kann, sollte nicht nur festlegen, welches Ergebnis erreicht werden muss. Zun\u00e4chst kann die entscheidende Frage lauten, was herausgefunden, ausprobiert oder gelernt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziele k\u00f6nnen au\u00dferdem unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen entwickeln. Lisa Ord\u00f3\u00f1ez, Maurice Schweitzer, Adam Galinsky und Max Bazerman haben diese Risiken unter dem Titel <em>Goals Gone Wild<\/em> zusammengetragen. Zu enge oder \u00fcberzogene Zielvorgaben k\u00f6nnen die Aufmerksamkeit verengen, Lernen behindern, Risikoverhalten f\u00f6rdern oder Menschen dazu verleiten, unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen zu ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ver\u00f6ffentlichung l\u00f6ste eine fachliche Kontroverse aus. Locke und Latham widersprachen Teilen der Argumentation. Trotzdem bleibt eine f\u00fcr unsere Fragestellung wichtige Erkenntnis:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziele sind wirksame Steuerungsinstrumente. Gerade deshalb kommt es darauf an, welche Ziele wir in welchem Kontext einsetzen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Situation braucht ein konkretes Ergebnisziel. Manchmal ist ein Lernziel geeigneter. Manchmal ben\u00f6tigen wir zun\u00e4chst eine Richtung, ein Anliegen oder eine Frage, die wir durch Handeln kl\u00e4ren wollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wessen Ziel verfolgen wir?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ein gut formuliertes Ziel muss nicht zwangsl\u00e4ufig ein gutes Ziel f\u00fcr denjenigen sein, der es verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edward Deci und Richard Ryan unterscheiden in ihrer Selbstbestimmungstheorie zwischen st\u00e4rker selbstbestimmten und st\u00e4rker kontrollierten Formen der Motivation. Menschen k\u00f6nnen ein Ziel verfolgen, weil es ihren eigenen Interessen und Werten entspricht. Sie k\u00f6nnen es aber auch verfolgen, weil sie Anerkennung erwarten, Schuldgef\u00fchle vermeiden wollen oder sich durch andere unter Druck gesetzt f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kennon Sheldon und Andrew Elliot sprechen in diesem Zusammenhang von Self-Concordance. Ziele sind selbstkongruent, wenn sie zu den eigenen Interessen und grundlegenden Werten passen. In ihren Untersuchungen waren solche Ziele mit st\u00e4rkerem und l\u00e4nger anhaltendem Einsatz verbunden. Fortschritte bei selbstkongruenten Zielen standen au\u00dferdem st\u00e4rker mit dem pers\u00f6nlichen Wohlbefinden in Zusammenhang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit reicht es nicht, nur nach der Klarheit eines Ziels zu fragen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verfolge ich tats\u00e4chlich mein eigenes Ziel \u2013 oder habe ich lediglich eine fremde Erwartung \u00fcbernommen?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gilt nicht nur f\u00fcr pers\u00f6nliche Ziele. Auch Organisationen k\u00f6nnen mit gro\u00dfem Aufwand Ziele verfolgen, deren Sinn kaum noch jemand erkl\u00e4ren kann. Kennzahlen werden erf\u00fcllt, Budgets ausgesch\u00f6pft und Projekte planm\u00e4\u00dfig abgeschlossen \u2013 selbst wenn ihr Beitrag zum eigentlichen Zweck fraglich geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drucker: Ziele als Grundlage von Selbststeuerung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Peter Drucker f\u00fchrte den Ansatz des Management by Objectives 1954 in <em>The Practice of Management<\/em> aus. H\u00e4ufig wird dabei nur der erste Teil seines Konzepts genannt. Drucker sprach jedoch von:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Management by Objectives and Self-Control.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Erg\u00e4nzung ist entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziele sollten bei Drucker nicht nur der Kontrolle von Mitarbeitern dienen. Sie sollten den Beitrag des Einzelnen mit den \u00fcbergeordneten Aufgaben der Organisation verbinden und dadurch eigenverantwortliches Handeln erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer verstanden hat, welchen Beitrag er leisten soll, muss nicht bei jeder einzelnen Handlung gesteuert werden. Ziele schaffen einen Rahmen f\u00fcr Selbststeuerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Druckers Perspektive l\u00e4sst sich deshalb nicht auf die Frage reduzieren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWelche Kennzahl soll erreicht werden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die grundlegendere Frage lautet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welchen Beitrag soll meine Arbeit zum Ganzen leisten?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit liefert Drucker auch eine Antwort auf D\u00f6rners Reparaturdienstverhalten. Wer den angestrebten Beitrag nicht kennt, kann sehr effizient einzelne Probleme l\u00f6sen, ohne damit das Richtige zu bewirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vielen Organisationen wurde Management by Objectives allerdings zu einem formalen Zielvereinbarungs- und Bewertungssystem verengt. Ziele wurden hierarchisch heruntergebrochen, mit Kennzahlen versehen und am Jahresende abgerechnet. Aus Selbststeuerung wurde erneut Fremdkontrolle \u2013 nur diesmal im Gewand vermeintlich objektiver Zielgr\u00f6\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">OKR: Die modernere Variante<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Objectives and Key Results \u2013 kurz OKR \u2013 lassen sich als modernere Weiterentwicklung dieser MBO-Tradition verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andy Grove entwickelte bei Intel eine eigene Form des Management by Objectives, die sp\u00e4ter als OKR bekannt wurde. John Doerr brachte den Ansatz Ende der 1990er-Jahre zu Google, wo er weiterentwickelt und bekannt gemacht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein OKR beantwortet zwei grundlegende Fragen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Objective:<\/strong> Wohin wollen wir?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Key Results:<\/strong> Woran erkennen wir, dass wir vorankommen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Objective beschreibt eine qualitative Richtung oder einen angestrebten Zustand. Die Key Results sollen anhand \u00fcberpr\u00fcfbarer Ergebnisse zeigen, ob Fortschritt erzielt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen\u00fcber klassischen j\u00e4hrlichen Zielvereinbarungen versucht OKR, Zielarbeit dynamischer zu organisieren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ziele werden in k\u00fcrzeren Zyklen formuliert und \u00fcberpr\u00fcft.<\/li>\n\n\n\n<li>Ziele und Fortschritte werden transparent gemacht.<\/li>\n\n\n\n<li>Ambitionierte Objectives werden mit \u00fcberpr\u00fcfbaren Ergebnissen verbunden.<\/li>\n\n\n\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Reviews erm\u00f6glichen Lernen und Anpassung.<\/li>\n\n\n\n<li>Ziele sollen Priorit\u00e4ten sichtbar machen und die Aufmerksamkeit b\u00fcndeln.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">OKR ist damit nicht nur ein Instrument zur Zielsetzung, sondern im Idealfall ein Rhythmus kontinuierlicher Zielarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings l\u00f6st auch OKR die grundlegenden Probleme von Zielsystemen nicht automatisch. Ein schlecht gew\u00e4hltes Objective wird nicht dadurch sinnvoller, dass es mit drei messbaren Key Results versehen wird. Und Key Results k\u00f6nnen erneut zu einem Kennzahlenregime werden, wenn die Messbarkeit wichtiger wird als die beabsichtigte Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Operationalisiert OKR tats\u00e4chlich Zielarbeit \u2013 oder manchmal nur Zielmessung?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die modernere Variante nimmt uns die inhaltliche Auseinandersetzung mit unseren Zielen nicht ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zielsetzung ist ein Ereignis \u2013 Zielarbeit ist ein Prozess<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brauchen wir also Ziele?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung und die verschiedenen Managementans\u00e4tze liefern darauf keine einfache Ja-oder-Nein-Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkrete Ziele k\u00f6nnen Aufmerksamkeit b\u00fcndeln, Anstrengung mobilisieren, Entscheidungen erleichtern und Selbststeuerung erm\u00f6glichen. Sie k\u00f6nnen aber auch den Blick verengen, Lernen behindern oder fremde Erwartungen als eigene Orientierung erscheinen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter hoher Unsicherheit kann es zu fr\u00fch sein, einen bestimmten Zielzustand festzuschreiben. Dann k\u00f6nnen zun\u00e4chst eine Richtung, ein Anliegen, ein Wert oder eine Lernfrage gen\u00fcgen. Durch Handeln und Beobachten gewinnt das m\u00f6gliche Ziel schrittweise an Kontur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist deshalb nicht, m\u00f6glichst viele Ziele zu formulieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zielsetzung ist ein Ereignis \u2013 Zielarbeit ist ein Prozess.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zielarbeit bedeutet,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ziele zu entwickeln,<\/li>\n\n\n\n<li>Ziele pr\u00e4sent zu halten,<\/li>\n\n\n\n<li>Ziele tats\u00e4chlich zu verfolgen,<\/li>\n\n\n\n<li>und Ziele regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht besteht Zielarbeit weniger darin, immer genau zu wissen, wo man ankommen will, als bewusst zu entscheiden, woran man sein gegenw\u00e4rtiges Handeln ausrichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder k\u00fcrzer:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Handlungsf\u00e4higkeit braucht nicht immer ein pr\u00e4zises Ziel. Aber sie braucht bewusste Orientierung.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst dann stellt sich die n\u00e4chste Frage: Wie konsequent sollten wir diese Orientierung verfolgen \u2013 und wann wird Konsequenz zur Sturheit?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deci, E. L. &amp; Ryan, R. M. (2000): The \u201cWhat\u201d and \u201cWhy\u201d of Goal Pursuits: Human Needs and the Self-Determination of Behavior. <em>Psychological Inquiry<\/em>, 11(4), 227\u2013268.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00f6rner, D. (1989): <em>Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen<\/em>. Rowohlt., siehe auch <a href=\"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/best-of-gelesen-logik-des-misslingens\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4894\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schlossBlog<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drucker, P. F. (1954): <em>The Practice of Management<\/em>. Harper &amp; Brothers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Google re:Work: <em>Set Goals with OKRs<\/em>. Urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grove, A. S. (1983): <em>High Output Management<\/em>. Random House.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kruglanski, A. W., Shah, J. Y., Fishbach, A., Friedman, R., Chun, W. Y. &amp; Sleeth-Keppler, D. (2002): A Theory of Goal Systems. <em>Advances in Experimental Social Psychology<\/em>, 34, 331\u2013378.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Locke, E. A. &amp; Latham, G. P. (2002): Building a Practically Useful Theory of Goal Setting and Task Motivation: A 35-Year Odyssey. <em>American Psychologist<\/em>, 57(9), 705\u2013717.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moskowitz, G. B. (2002): Preconscious Effects of Temporary Goals on Attention. <em>Journal of Experimental Social Psychology<\/em>, 38(4), 397\u2013404.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ord\u00f3\u00f1ez, L. D., Schweitzer, M. E., Galinsky, A. D. &amp; Bazerman, M. H. (2009): Goals Gone Wild: The Systematic Side Effects of Overprescribing Goal Setting. <em>Academy of Management Perspectives<\/em>, 23(1), 6\u201316.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sarasvathy, S. D. (2001): Causation and Effectuation: Toward a Theoretical Shift from Economic Inevitability to Entrepreneurial Contingency. <em>Academy of Management Review<\/em>, 26(2), 243\u2013263.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Shah, J. Y., Friedman, R. &amp; Kruglanski, A. W. (2002): Forgetting All Else: On the Antecedents and Consequences of Goal Shielding. <em>Journal of Personality and Social Psychology<\/em>, 83(6), 1261\u20131280.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sheldon, K. M. &amp; Elliot, A. J. (1999): Goal Striving, Need Satisfaction, and Longitudinal Well-Being: The Self-Concordance Model. <em>Journal of Personality and Social Psychology<\/em>, 76(3), 482\u2013497.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KI-Hinweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag entstand im Dialog mit KI. Ausgangspunkt, Fragestellung, pers\u00f6nliche Einordnung und zentrale inhaltliche Entscheidungen stammen vom Autor. KI wurde zur Strukturierung, Rechercheunterst\u00fctzung und Ausarbeitung genutzt. Die verwendeten Konzepte und Quellen wurden anschlie\u00dfend gepr\u00fcft und in einen eigenen argumentativen Zusammenhang gebracht.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_5889 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_5889')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_5889').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"recommend\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"schlossblog\",\"tweet_text\":\"Brauchen%20wir%20%C3%BCberhaupt%20Ziele%3F%20%282%2Fx%29%20%C2%BB%20schlossBlog\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"xing\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"t3n\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an t3n senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"}},\"txt_help\":\"\",\"settings_perma\":\"\",\"info_link\":\"\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/www.bernhardschloss.de\\\/blog\\\/brauchen-wir-ueberhaupt-ziele\\\/\",\"post_id\":5889,\"post_title_referrer_track\":\"Brauchen+wir+%C3%BCberhaupt+Ziele%3F+%282%2Fx%29\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handlungsf\u00e4higkeit unter Unsicherheit \u201eKlares Ziel, flexibler Weg\u201c \u2013 so lautete die Leitidee des ersten Beitrags dieser Reihe. Aber diese Formel enth\u00e4lt eine Voraussetzung, die keineswegs selbstverst\u00e4ndlich ist: dass wir unser Ziel bereits kennen. Was aber, wenn wir zwar sp\u00fcren, dass sich etwas ver\u00e4ndern soll, den gew\u00fcnschten Zielzustand aber noch gar nicht beschreiben k\u00f6nnen? Was, wenn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[737,161],"tags":[1045,903,91,1048,1046,1047,162],"class_list":["post-5889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-psychologie","category-ziele","tag-aufmerksamkeit","tag-effectuation","tag-management-by-objectives","tag-okr","tag-selbstbestimmung","tag-selbststeuerung","tag-zielarbeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5889"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5889\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5904,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5889\/revisions\/5904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}