{"id":2755,"date":"2014-07-15T20:34:24","date_gmt":"2014-07-15T18:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/?p=2755"},"modified":"2014-07-16T07:25:56","modified_gmt":"2014-07-16T05:25:56","slug":"609-visualpm-klassisch-agil-design-thinking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/609-visualpm-klassisch-agil-design-thinking\/","title":{"rendered":"#609 visualPM: klassisch, agil &#8211; Design Thinking"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn wir hier etwas einseitig auf die Prozessperspektive des Design Thinking blicken, so ist das doch ein hilfreicher Ansatz um auch Projektmanagement-Schulen zu\u00a0reflektieren.<\/p>\n<p>Das &#8222;klassische&#8220; PM unterstellt fast schon tayloristisch den &#8222;one best way&#8220; zum Projektziel, der anfangs geplant und dann konsequent sequentiell in einem Wasserfallmodell abgearbeitet wird. Dieses Bild ist nat\u00fcrlich stark vereinfacht, denn auch die &#8222;agilen&#8220; <a title=\"schlossBlog: Oesterreich\/Wei\u00df\" href=\"http:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/?p=2187\" target=\"_blank\">Oesterreich und Wei\u00df<\/a> weisen bereits darauf hin, dass die V\u00e4ter des Wasserfallmodells durchaus (R\u00fcck-)Spr\u00fcnge zwischen Prozesschritten\/-phasen gesehen haben.<\/p>\n<p>Im agilen PM wird die Idee der Umsetzung auf dem direkten Weg in einem gro\u00dfen Wurf aufgegeben. Der Fokus bleibt zwar auf der Umsetzung einer L\u00f6sung, aber nicht auf der Umsetzung eines gro\u00dfen Plans, sondern auf der Umsetzung der Anforderungen im Backlog in vielen kleinen Schritten\/Iterationen. Iteratives Vorgehen l\u00e4sst bewusst Platz f\u00fcr permanente Changes, die den klassischen PM doch in Verzweiflung treiben. Schrittweises Vorgehen und die permanente Integration erlauben von Anfang an einen Lernprozess. Risiken werden durch die laufende Integration minimiert, da Fehler schnell erkannt werden und korrigiert werden k\u00f6nnen. \u00c4nderungen k\u00f6nnen problemlos in den laufenden Prozess einflie\u00dfen. Was gerne vernachl\u00e4ssigt wird ist aber, dass agiles PM auch einige implizite Annahmen mit sich bringt, z.B. bzgl. der Skalierbarkeit von Anforderungen\/Features und der Skalierbarkeit des Teams.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese beiden Ans\u00e4tze also auf die Umsetzung von Anforderungen fokussieren, fokussiert Design Thinking auf den kreativen Prozess, auf die Gestaltung und Probleml\u00f6sung. Wir entwickeln ja erst die L\u00f6sung und auch nicht die EINE L\u00f6sung, sondern m\u00f6glicherweise erst einmal eine ganze Reihe verschiedener L\u00f6sungsans\u00e4tze, die wir parallel verfolgen und weiterentwickeln, bevor wir uns f\u00fcr eine Variante entscheiden. Wir suchen quasi die L\u00f6sung f\u00fcr ein komplexes Problem, statt von Anfang an einen mehr oder weniger komplizierten Plan zu verfolgen.<\/p>\n<p>STOP. Denkpause.<\/p>\n<p>Aber eigentlich ist doch Komplexit\u00e4t ein konstituierendes Merkmal der Projektdefinition. Hei\u00dft das dann nicht im Umkehrschluss, dass wir im Projektmanagement (egal ob klassisch oder agil) auf der Suche nach dem einen Weg zum Ziel die Komplexit\u00e4t (trotz besserem Wissen) ignorieren bzw. vernachl\u00e4ssigen?<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass so viele Projekte scheitern\u2026<\/p>\n<p>Umgekehrt ben\u00f6tigt der kreative Prozess aber Freiraum, Zeit und Ressourcen. Er ist vielleicht effektiv, aber m\u00f6glicherweise nicht so effizient, wie es sich der eine oder andere Stakeholder erhofft.<\/p>\n<p>Folgende Grafik skizziert noch einmal die drei Herangehensweisen, vom klassischen direkten Weg zum Projektziel, \u00fcber das agile Herantasten, bis hin zur parallelen Entwicklung von L\u00f6sungsalternativen im Design Thinking:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh4.googleusercontent.com\/-y0_eP_IeJTs\/U7L3lgskGhI\/AAAAAAAABns\/954TbLSfKnM\/w720-h540-no\/Folie25.PNG\" alt=\"\" width=\"500\" \/><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2755 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2755')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2755').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"recommend\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"schlossblog\",\"tweet_text\":\"%20%23609%20visualPM%3A%20klassisch%2C%20agil%20%E2%80%93%20Design%20Thinking%20%C2%BB%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"xing\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"t3n\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an t3n senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"}},\"txt_help\":\"\",\"settings_perma\":\"\",\"info_link\":\"\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/www.bernhardschloss.de\\\/blog\\\/609-visualpm-klassisch-agil-design-thinking\\\/\",\"post_id\":2755,\"post_title_referrer_track\":\"%23609+visualPM%3A+klassisch%2C+agil+%26%238211%3B+Design+Thinking\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn wir hier etwas einseitig auf die Prozessperspektive des Design Thinking blicken, so ist das doch ein hilfreicher Ansatz um auch Projektmanagement-Schulen zu\u00a0reflektieren. Das &#8222;klassische&#8220; PM unterstellt fast schon tayloristisch den &#8222;one best way&#8220; zum Projektziel, der anfangs geplant und dann konsequent sequentiell in einem Wasserfallmodell abgearbeitet wird. Dieses Bild ist nat\u00fcrlich stark vereinfacht, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[8],"tags":[54,463,444,49,16],"class_list":["post-2755","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-projektmanagement","tag-agil","tag-design-thinking","tag-klassisch","tag-komplexitat","tag-visualpm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2755"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2758,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2755\/revisions\/2758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}