{"id":1178,"date":"2010-02-08T21:51:53","date_gmt":"2010-02-08T19:51:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/?p=1178"},"modified":"2010-02-08T22:00:02","modified_gmt":"2010-02-08T20:00:02","slug":"324-pm-und-komplexitat-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/324-pm-und-komplexitat-2\/","title":{"rendered":"#324 PM und Komplexit\u00e4t (2)"},"content":{"rendered":"<p>Gerne greife ich Peter Addors Kommentar zum <a title=\"schlossBlog #324 PM und Komplexit\u00e4t\" href=\"http:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/?p=1175\" target=\"_blank\">vorangegangenen Beitrag<\/a> auf:<\/p>\n<p>Dass der Projektbegriff bei weitem nicht so eindeutig ist, wie wir es uns vielleicht w\u00fcnschen w\u00fcrden, darin sind wir uns einig.<\/p>\n<p>Die Begrenztheit der Mittel ist letztlich die Grundfrage jeglichen Wirtschaftens &#8211; sprich der \u00d6konomie. Sie ist nur ein notwendiges aber kein hinreichendes Kriterium f\u00fcr Projekte.<\/p>\n<p>Aber vielleicht m\u00fcssen wir uns auch dem Komplexit\u00e4tsbegriff noch einmal n\u00e4hern: Peter Addors Sichtweise von Komplexit\u00e4t kann ich nachvollziehen, wenn ich eine objektive Sicht auf ein System h\u00e4tte. Diese Herangehensweise w\u00fcrde einer kybernetischen Tradition entsprechen. Nimmt man aber beispielsweise eine konstruktivistische Betrachtungsweise, sieht das Ganze wieder etwas anders aus. Betrachte ich ein System als meine subjektive Konstruktion eines Realit\u00e4tsausschnitts, dann kann eine vermeintliche &#8222;Komplexit\u00e4tsreduktion&#8220; f\u00fcr meine pers\u00f6nliche Verhaltensweise durchaus sinnvoll und zielf\u00fchrend sein, denn meine pers\u00f6nlichen (auch geistigen) Ressourcen sind beschr\u00e4nkt (wie sich das anh\u00f6rt!). Die Vereinfachung des Modells ver\u00e4ndert aber nicht die Realit\u00e4t, sondern lediglich meine Wahrnehmung. Das kann auch gef\u00e4hrlich sein, ist aber durchaus eine legitime Bew\u00e4ltigungsstrategie zum Umgang mit der Realit\u00e4t &#8211; zur Vermeidung von \u00dcberforderung.<\/p>\n<p>Peter Addor w\u00fcrde wahrscheinlich argumentieren, dass wenn ich f\u00fcr viele B\u00e4ume als Metaebene den Begriff &#8222;Wald&#8220; einf\u00fchre, sich damit die Komplexit\u00e4t des Systems erh\u00f6ht (es gibt eine zus\u00e4tzliche Begriffebene). F\u00fcr mich reduziert sich hingegen zun\u00e4chst\u00a0die Komplexit\u00e4t, da ich jetzt von Wald spreche und die einzelnen B\u00e4ume m\u00f6glicherweise gar nicht mehr betrachte. W\u00e4hrend er Gefahr l\u00e4uft den Wald vor lauter B\u00e4umen nicht mehr zu sehen, laufe ich hingegen Gefahr nur mehr von ganzen W\u00e4ldern zu schwadronieren, aber den einzelnen Baum nicht mehr zu sehen.<\/p>\n<p>Ein Patentrezept, welche Sichtweise besser ist, gibt es nicht. Fallweise mag die eine oder die andere Vorgehensweise zielf\u00fchrend sein. In Projekten &#8211; in denen sich in der Regel der L\u00f6sungsweg nicht sofort abzeichnet &#8211; fehlt uns die \u00dcbersicht, wir sind also erschlagen vor lauter B\u00e4umen. In dieser Situation kann es tendenziell hilfreich sein, die Komplexit\u00e4t zu reduzieren. Sobald wir Land gewonnen haben, k\u00f6nnen wir dann auch wieder auf die Detailebene der B\u00e4ume zur\u00fcckkehren, denn auch wenn wir W\u00e4lder roden wollen, m\u00fcssen wir einzelne B\u00e4ume f\u00e4llen.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1178 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1178')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1178').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"recommend\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"schlossblog\",\"tweet_text\":\"%23324%20PM%20und%20Komplexit%C3%A4t%20%282%29%20%C2%BB%20schlossBlog\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"xing\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"t3n\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an t3n senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"}},\"txt_help\":\"\",\"settings_perma\":\"\",\"info_link\":\"\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/www.bernhardschloss.de\\\/blog\\\/324-pm-und-komplexitat-2\\\/\",\"post_id\":1178,\"post_title_referrer_track\":\"%23324+PM+und+Komplexit%C3%A4t+%282%29\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerne greife ich Peter Addors Kommentar zum vorangegangenen Beitrag auf: Dass der Projektbegriff bei weitem nicht so eindeutig ist, wie wir es uns vielleicht w\u00fcnschen w\u00fcrden, darin sind wir uns einig. Die Begrenztheit der Mittel ist letztlich die Grundfrage jeglichen Wirtschaftens &#8211; sprich der \u00d6konomie. Sie ist nur ein notwendiges aber kein hinreichendes Kriterium f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-1178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-projektmanagement"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1178"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1178\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1180,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1178\/revisions\/1180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernhardschloss.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}