Monatsarchiv für November 2011

 
 

#500 Großprojekte als Wetten auf die Zukunft

Roland Dürre sinniert im IF-BLOG über Sinn und Unsinn von Großprojekten und bezeichnet Großprojekte (er nennt z.B. Stuttgart 21 oder die dritte Landebahn des Münchner Flughafens) sehr trefffend als Wetten auf die Zukunft. Er betrachtet weiter die Aspekte Risiko und Finanzierung der Wette und kommt zu dem Schluß: Wir gehen sehr riskante Wetten auf Pump ein!

Soweit bin ich voll und ganz bei Roland.

Wenn man Großprojekte betrachtet, muss man aber noch eine weitere Seite einbeziehen: Das Umfeld.

Großprojekte „passieren“ nicht auf der grünen Wiese, sondern in großen Organsiationen (unser Staat/unsere Gesellschaft ist auch eine Organisation in diesem Sinn). Große Organisationen sind von Haus aus träge, wenn nicht sogar manövrierunfähig. Hier kommt das Bild des Tankers, der nur schwer zu steuern geschweige denn zu bremsen ist.

Soll nun so ein Tanker die Richtung ändern, so hilft mitunter nur ein gewagtes Manöver. Der Ausgang eines solchen Manövers lässt sichnicht immer prognostizieren und führt häufig zu ungewünschten Ergebnissen: Vom Abdriften in eine andere Richtung, bis hin zum Sinken des Tankers. Auch dieses Bild passt zu Großprojekten…

#499 PM Camp – Nachtrag

Es hat zugegebenermaßen etwas gedauert bis zu diesem Beitrag, aber ich war zuletzt in Sachen openPM aktiv (Am besten auch gleich unterstützen!). Aber neben openPM gibt es noch einiges mehr vom Camp, worüber ich hier berichten wollte:

Erstmal ein herzliches Danke an Guntram, der nicht nur die Teilnehmer mit seinen persönlich gestalteten Eierkartons (na, wer erkennt mich?) überraschte,

sondern auch eine sehenswerte Mitschrift vom Camp zur Verfügung stellt. VisualPM (hatten wir hier nicht mal eine Serie gleichen Namens?) lässt grüssen.

A pro pos VisualPM seit dem Camp verfolgen mich auch Stattys, egal als was man sie bezeichnen will: Moderne Post It´s oder Moderationskarten der besonderen Art.

Nicht nur visuell sondern auch haptisch war Katrin Elsters Lego Serious Play-Session, mit der wir uns dem Thema openPM angenähert haben.  Hier gibt es ihr Video von der Session (Meine eigene Lego-openPM Vision wird in Kürze nachgereicht.)

Last but not least sind mir auch noch einige geflügelte Worte hängen geblieben:

  • „Links und rechts vom Meilenstein“
  • „Russisch gerade“
  • „Man muss mehr oder weniger agil arbeiten, ABER mit Verstand.“
  • PM Camp: „Eher Festival als Konferenz“
  • Heiko´s Fazit: eine Woche nach d. #pmcamp11: sehr viele Twitter-Kontakte, viele Xing-Kontakte, ein paar G+Kontakte, keine neuen FB-Freunde 🙂 #ilike

Und Interviews, Berichte und Erwähnungen des PM Camps gab es allerorten, z.B. hier:

Und auf Twitter folgen dem #pmcamp11 jetzt #pmpunsch, #pmbier, #pmsecco und, und, und…

Scheint als hätte sich eine wunderbare Community gefunden.

#498 Risikomanagement und Wahrnehmung

Nach all der Euphorie aus dem PM Camp muss auch noch Platz bleiben für andere Themen (auch wenn es danach wieder mit PM Camp weitergeht)!

Die gestern erschienen RiskNEWS enthalten einen interessanten Beitrag zum Thema Risikomanagement: Risiko ist ein Konstrukt der Wahrnehmung von Dr. Stefan Hirschmann. Die Wahrnehmung von Risiken ist hochgradig individuell und wird von vielen Faktoren beeinflusst.

#497 PM Camp – Nachlese

Wo anfangen und wo aufhören? Das PM Camp war richtig inspirierend! Eine ganze Reihe alter Online-Bekannter haben jetzt ein reales Gesicht bekommen. Und es wird vermutlich noch Folgen haben: Viele neue Kontakte, offener Austausch und Diskussion, openPM und last but not least die Aussicht auf Wiederholung beim PM Camp 2012.

Das Thema openPM spare ich erstmal aus, denn das wird uns auch hier noch länger verfolgen. Bedingt durch das Open Space/BarCamp-Format wurden viele Themen angerissen ohne sie abschliessend zu behandeln, aber nachdem der Austausch und die Diskussionen auch nach Camp-Ende noch weiterlaufen, ist das ja vollkommen ok.  Ein großes Kompliment an die Organisatoren, die es geschafft haben, trotz low-budget so viel zu bewegen.

Auf die eine oder andere Session werde ich in den nächsten Posts sicher noch eingehen, aber ganz grundsätzlich finde ich es interessant, was „Projektarbeiter“ so bewegt und für welche Themen sie sich interessieren, aber auch, was sie nicht interessiert. Durchaus bemerkenswert, dass bei der Vielzahl der großteils spontan angebotenen Sessions, die Themen Programm- und Portfoliomanagement überhaupt nicht stattfanden.

Nadja Schröer-Petranovskaja hat mit ihrem Beitrag und dem Pläydoyer für kurze Projektpläne das Thema „Lazy PM“ aufgebracht, das auch in den weiteren Sessions immer wieder angesprochen wurde. Dass weniger häufig mehr ist fiel auch in anderen Vorträgen immer wieder als Stichwort.

Ein echtes Bedürfnis für PMs scheint auch immer wieder die Frage „Wer bin ich?“ zu sein. Völlig unabhängig voneinander wurden in einer Reihe von Beiträgen die verschiedensten Typologien angeführt, häufig allerdings ohne valide wissenschaftliche Basis, bis auf die einzig von ihm angeführte, wie Jens Hoffmann meinte ;-).

Ein Highlight waren die spektakulären Bilder vom Bau eines Stahlwerks, die Andreas Lohrum mitbrachte. Andreas bildete damit einen Pol für „klassisches“ PM. Natürlich gabe es auch sehr viel Agiles, aber dazu mehr in einem weiteren Post.

Stefan Hagen, Eberhard Huber und Marcus Raitner hielten, was wir aus ihren Blogs schon kennen. Stefan befasste sich mit integriertem PM und versuchte u.a. das Spannungsfeld zwischen agilen und klassischen Vorgehenssweisen aufzuzeigen und mit Eberhard bekam auch die Empirie ihren Platz. Tja und Marcus musste ja unbedingt mit openPM anfangen zu zündeln…

Diese Aufzählung ist beim besten Willen nicht vollständig, kann es auch gar nicht sein, bei der Vielzahl von parallelen Aktivitäten. Ich bitte dies zu verzeihen.

Und das Feiern kam übrigens auch nicht zu kurz: Weder beim Get together am Donnerstag Abend, noch bei der Party am Freitag.

Allen Mitstreitern vom Wochenende ein herzliches DANKE!

#496 OpenPM – Mission Statement

Nur ein Vorgriff auf die Nacharbeit des PM Camp 2011 : OpenPM (so der Arbeitstitel) ist gestartet.

Auf dem PM Camp entstand das Mission Statement für eine vollkommen neue, nicht-kommerzielle Initiative in der deutschsprachigen PM-Welt und die Liste der Unterzeichner ist gut bestückt (ja – ich bin auch dabei)!

Mission Statement

Open-PM (#openpm) ist eine offene, frei zugängliche, unabhängige und nicht kommerzielle Plattform für Projektmanagement und alle, die an Projekten arbeiten. Aus der Praxis für die Praxis werden  qualitativ hochwertige, interdisziplinäre, vielfältige und unter einer freien Lizenz nutzbare Tools und Prozesse als zentral verfügbares Know-How gesammelt, bereitgestellt und gemeinsam weiter entwickelt.

Werte

(1) Aus der Praxis für die Praxis.
(2) Wertschätzender Umgang mit  Meinungs- und Ideenvielfalt.
(3) Offen und frei zugänglich und unter einer freien Lizenz nutzbar.
(4) Kollegiale Zusammenarbeit und Bereitschaft zum Teilen.

Wer mehr über das PM Camp wissen möchte kann z.B. den Bericht von Roland Dürre nachlesen oder wartet hier im schlossBlog auf die zahlreichen noch folgenden Beiträge…

#495 Zurück vom PM Camp

Frisch zurückgekehrt vom PM Camp. Spannend war´s und viele interessante Kollegen waren da. Endlich habe ich den einen oder anderen im realen Leben kennen gelernt, nachdem wir längst schon virtuell gemeinsam unterwegs waren.

Mehr vom PM Camp gibt es in den nächsten Tagen hier.