Monatsarchiv für März 2011

 
 

#458 PM-Reader

Viele englischsprachige PM-Beiträge ignoriere ich hier (weil ich sie meist nicht sonderlich innovativ finde), weiter gibt es zur Zeit so viele agile Postings, dass es schwer fällt die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein echtes Highlight liefert jetzt Glen B. Alleman, den ich mit seinen häufig technokratischen PM-Ansichten gar nicht so sehr schätze, aber sein Vorschlag für einen Fix des agilen Manifests ist – ohne Ironie – nicht von schlechten Eltern. Er tauscht ganze vier Wörter aus und bringt mich gleich ins Grübeln. Die Thesen werden weniger moralisch und dafür präziser. UNBEDINGT LESEN!

Marcus Raitners Reihe Projektcoaching geht weiter mit 09 – Planung und 10 – Marketing.

Und auch Stefan Hagen war am Wochenende fleißig: Hier sein Konzept für die Professionalisierung von Projektmanagement in Unternehmen. Und auch Stefan beschäftigt sich mit dem Agilen Manifest. Und dann zweifelt er auch noch am PMI, aber seine Kritik lässt sich sicherlich auch auf andere Verbände übertragen.

#457 Risikomanagement in Japan

Nachdem im vorstehenden Beitrag schon von Risikomanagement die Rede war, hier ein aktueller Beitrag von Peter Addor, der die aktuellen Ereignisse in Japan reflektiert.

#456 Modernes Risikomanagement

Die Kollegen von Bearing Point haben ein Poster über modernes Risikomanagement ins Netz gestellt:

http://www.bearingpoint.de/de-de/download/Modernes_Risikomanagement.pdf

#455 Technologieexport und Ausfuhrkontrolle in der Cloud

In amerikanischen Universitäten scheint das Thema Technologieexport angekommen zu sein, zumindest für den Eigenbedarf der Unis finden sich zahlreiche Webseiten:

Auch die ersten Berater und Juristen haben die Witterung aufgenommen, insbesondere für das Cloud Computing:

#454 Die Cloud, Compliance und Rechtssicherheit

Hier war ja schon desöfteren von Compliance-Themen in Cloud Computing, IT-Offshoring und -Outsouring die Rede. In der Diskussion mit einem Beraterkollegen verwies dieser darauf, dass es in den letzten 25 jahren immer wieder ähnliche juristische Diskussionen gegeben hat, z.B. beim Thema digitale Archivierung. Nie sind die von den Juristen aufgezeigten Katastrophenszenarien eingetreten. Letztlich ist die Rechtsprechung immer der technischen Wirklichkeit gefolgt.

Ex post würde ich ihm Recht geben, aber Rechtssicherheit sieht anders aus! Wer sich an den technischen Möglichkeiten orientiert und bewusst Compliance-Anforderungen übergeht oder eigenmächtig anpasst, macht dies auf eigenes Risiko.

#453 Wohin geht die Reise im Web?

Momentan lassen sich zwei gegenläufige Entwicklungen im Web beobachten:

Auf der einen Seite haben Facebook, Twitter & Co gerade erst so richtig ihre Wirkung gezeigt, wie wir in der arabischen Welt oder in der Gutenberg-Debatte sehen konnten. Sie mobilisieren Massen und emotionalisieren, auf der anderen Seite lässt sich eine inhaltliche Verflachung beobachten.

Letzteres gilt auch für die genannten Debatten deren Tiefgang sich mitunter auf einen „Find ich gut“-Button reduziert. Man kann dies möglicherweise auf Reizüberflutung und Übersättigung zurückzuführen.

Aber auch in den schon länger etablierten Weiten des Web 2.0 ist diese Verflachung zu beobachten. In vielen etablierten Blogs ist es ruhiger geworden. Wer kommentiert heute noch ein Posting? Höchstens die üblichen Verdächtigen und auch in diesem Kreis wird es immer stiller.

Wir hatten letztes Jahr hier eine Diskussion über die Zukunft der PM-Blogs. Und mir scheint es in den (deutschsprachigen) PM-Blogs seitdem noch ruhiger geworden zu sein.

Die Reizüberflutung schlägt sich auch in Medien wie Email nieder. Wieviele Mails, die vor gar nicht allzu langer Zeit sicher beantwortet worden wären, bleiben heute unbeantwortet? Bitte auch nie mehr als ein Anliegen je Mail, denn weiter wird erst gar nicht gelesen…

#452 E-Learning

Bei einer Recherche zum Thema e-Learning bin ich jüngst auf den Seiten des Niederländers Marcel de Leeuwe auf drei e-Learning Einheiten zum Thema e-Learning gestoßen:

Weitere interessante Links zum Thema sind:

#451 PM-Reader

Hier wieder einige lesenswerte aktuelle PM-Threads:

  • Andreas Heilwagen berichtet im Forum des Projekt-Magazins über eine neue agile Zertifizierung des PMI. (Man könnte böse fragen: Können die überhaupt agil?) Ich habe meine Skepsis gegenüber dem Zertifizierungswahn und der Zertifizierungsindustrie bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht.
  • Also doch: Bei Projektmanagement geht es um gesunden Menschenverstand! Nachzulesen auf PM Student .
  • Lynda Bourne entwickelt die Rolle eines CPO – Chief Project Officer (nach CEO, CFO, CIO, …). Wie ich finde eine schöne Metapher, aber praktisch habe ich meine Zweifel, weil dort, wo ich vergleichbare Ansätze in der Praxis gesehen habe, hat dies nur zu einer massiven Bürokratisierung geführt. Wahrscheinlich ist das Problem, dass es nicht einen CPO geben sollte, sondern dass jeder(!) ein CPO sein sollte…
  • Was wäre der PM-Reader ohne einen Hinweis auf einen neuen Beitrag von Marcus Raitner – diesmal zum Thema Sinn stiften?

In eigener Sache

An dieser Stelle ein Hinweis auf mein Beratungsansgebot:

#450 Outsoucern den Garaus machen

Das fordert der Beraterkollege Winfried Materna in der Computerwoche. Gut – im Artikel selbst klingt das nicht so reißerisch, wie in der Überschrift:

Heute werden Outsourcing-Entscheidungen aus einer defensiven Haltung her- aus gefällt, Kostengründe spielen eine zentrale Rolle. Mit den anzubietenden Services beschäftigt man sich zu wenig. Ich würde als CIO sagen: Meine Fachabteilung bekommmt von mir die Services, die sie braucht. Die definiere ich, und ich bin imstande, sie schnell zu liefern, schneller als ein außenstehendes Unternehmen.

Er sieht dies vor dem Hintergrund des Wandels hin zu einem verstärkten (abteilugnsübergreifenden) Prozessdenken, das vermehrt fachspezifische Services erfordert.