Monatsarchiv für Oktober 2009

 
 

#278 Social Project Management Bullshit

So direkt wie Pawel Brodzinski hätte ich es nicht formuliert: Er spricht von Social Project Management Bullshit!

#277 Social Networking III

Jan A. Poczynek setzt sich mit dem „Digital Mindshift“ auseinander: Wie hat sich unsere Kommunikation in den letzten Jahren verändert?

Und da kommt er natürlich auch nicht um das Thema Social Media/Social Networking herum.

Zielgenau und amüsant ist seine Beschreibung des typischen Twitter-Users im Jahr 1998.

#276 Social Networking II

Social Networking auf Twitter & Co zu reduzieren ist zu einfach und oberflächlich. Social Software bietet weit mehr: Collaboration!
Christoph Rauhut fasst auf Projektmanagement 2.0 eine Gartner Analyse über den Social Software Markt zusammen und da ist dann eher von Lotus und von Sharepoint die Rede als von Twitter.
Andreas Heilwagen versucht das Ganze dann in Bezug zu EnterpriseWikis zu setzen.

#275 Social Networking I

Seth Godin auf Youtube über Social Networking:

Ausgegraben von Christian Henner-Fehr.

Seth Godin bringt es auf den Punkt indem er zwischen „fake“ und „“real“ unterscheidet. Was Twitter & Co leisten ist nämlich häufig gar kein Networking. Würde ein Follower oder ein Kontakt wirklich etwas für einen tun? Würde man umgekehrt für einen Follower oder einen Kontakt etwas tun?

#274 Microblogging im PM

Claudio Sprenger versucht sich systematisch mit dem Beitrag den Microblogging in der Projektarbeit leisten kann auseinander zu setzen und findet dabei durchaus positive Aspekte als Ergänzung zu anderen Medien. Auf den Ergänzungsapsekt weist er in der Replik auf einen Kommentar noch einmal deutlich hin.

Meine Skepsis zu dieser Kmmunikationsform in Projekten bleibt allerdings (siehe auch hier, hier und hier).

#273 Werbung, Cäsar und das PMO

Im CIO-Magazin findet sich ein etwas eigenartiger Beitrag, der im Wesentlichen auf einem Interview mit Manfred Esser beruht. Manfred Esser ist nicht nur Professor in St Petersburg, nein, wie wir erfahren hat er auch eine „gescheite Softwarelösung“ (wenn das mal keine Werbung ist), plädiert für ein Multi-Projektmanagement und nennt Julius Cäsar ein Vorbild für die Projektarbeit:

Ein zupackender Machtmensch und ein Kommunikationsgenie sei das gewesen. Der Feldherr aus der Antike ließ Straßen bauen und nutzte Kuriere, um über die Ereignisse im Imperium im Bilde zu sein. Außerdem: „Caesar hat sich über seine Soldaten gestellt – und genauso sollten CIOs immer über ihren Projekten stehen“

Er spricht von Moderation und beschreibt ein PMO, das sich vorwiegend um Controlling, Zeit, Geld und Rahmenbedingungen kümmert.

Leider ist diese Grundhaltung Ausdruck eines grundlegenden Missverständnisses: Projektarbeit hat in erster Linie mit Kommunikation und Problemlösung zu tun und erst dann mit Controlling & Reporting. Projekte sind mittlerweile in fast allen Unternehmen angekommen. Jetzt feht nur noch das Projektmanagement… Portfoliobetrachtungen sind schön und gut. Es geht aber nicht darum die Mitarbeiter mit den Formalismen und Genehmigungsorgien zu quälen, sondern gemeinsam Ziele zu erreichen.

#272 Systemperspektive und die Umfeldanalyse

Betrachten wir Projekte als Systeme und differenzieren zwischen System (Projekt) und Umwelt, dann ist schnell klar welchen Beitrag eine Umfeldanalyse leisten kann. Chrsitian Henner-Fehr zeigt in einem lesenswerten Beitrag auf, wie der Projekterfolg vom Umfeld abhängt. Der Schlüssel kann dann die Umfeldanalyse sein.

#271 Edward de Bono_02

Diesmal ein Interview mit Edward de Bono in der Financial Times Deutschland.
(Letzte Woche noch in der SZ.)

#270 Nutzen von Projekten

Andreas Heilwagen zeigt in einem lesenswerten Beitrag den Weg vom magischen Dreieck, über das Earned Value Management hin zu einer nutzenorientierten Sichtweise (Business Value) auf. Er versucht dabei einige Gedanken von Harold Kerzner aufzunehmen und mit den Projektrahmenbedingungen aus der 4th edition des PMBOK zusammenzuführen. Er hält aber an einer an Metriken orientierten Betrachtungsweise fest:

„Die besonderen Herausforderungen dieses Modells sind, geeignete Metriken für Qualität und Business Value bzw. Kundenzufriedenheit zu definieren bzw. eine Kennzahl festzulegen, die den letztlichen Nutzen bzw. Wert des Projekts beschreibt.“

und plädiert für ein einfaches Kennzahlensystem:

„Es ist auch zu prüfen, inwiefern die Menge der Kennzahlen reduziert wird, da deren hohe Anzahl nicht notwendigerweise zu besseren Aussagen führt.“

Die Nutzenorientierung bringt einen echten Mehrwert in der Betrachtung, da Sie wunderbar erklären kann, wie sich die Erfolgskriterien eines Projektes im Zeitverlauf verschieben können, denn was uns nützt beurteilen wir heute oft anders wie gestern. Ich führe an dieser Stelle immer gerne das Beispiel von Toll-Collect an, das einerseits ein Riesen-Projekt-Disaster war, aber andererseits heute (etwas verklärt) fast nur noch mit den Einnahmen im Bundeshaushalt gesehen wird (wen interssieren schon noch die noch ausstehenden juristischen Scharmützel…). Im Kleinen kennen wir solche Verschiebungen entweder in der Wahrnehmung oder in der tatsächlichen Beurteilung doch alle.

Was mich allerdings zweifeln lässt, ist die Umsetzung der Nutzenkategorie in eine Metrik. Nutzen ist eine hochgradige subjektive Größe. Ihre Reduzierung auf eine (oder wenige Kennzahlen) birgt die Gefahr, dass sie die Bereicherung, die wir durch die Berücksichtigung des Nutzens im Modell erfahren, schon wieder einseitig unterhöhlt.

#269 Readers Digest: iX Kompakt – IT-Projekte

Ein bisschen was von Readers Digest hat das Sonderheft iX Kompakt: IT-Projekte aus dem Heise-Verlag schon: Die Beiträge sind ein Best-of bekannter Autoren (z.B. Uwe Techt, Roman Pichler, Jutta Eckstein, Frederik Ahlemann, Mey Mark Meyer,  Bernd Oestereich, u.a.) und aktueller PM/SW-Entwicklungsliteratur (bitte nicht die Anzeigen mit dem redaktionellen Teil verwechseln). Die Heft-DVD enthält u.a.  das Eclpise Process Framework, aber auch ein UML2-Poster der Sophisten, die Dokumentation des V-Modells, Pod- und Webcasts, sowie Software wie Agilo, IRQA, das Rational Focal Point for Project Management und mehr.

Alles in allem absolut lesenwert und interessant, aber halt nicht wirklich so innovativ wie die Vorlagen, sondern eine robuste Zweitverwertung. Durchaus interesant für alle die, die das Orignal noch nicht kennen.