Monatsarchiv für September 2009

 
 

#259 Neue GPM-Homepage

Heute wurde die neue GPM-Homepage freigeschaltet. Die GPM gibt sich nun im zeitgemäßen Layout – zumindest teilweise, denn das Infocenter mit den fachlichen Informationen (z.B. dem übersichtlichen Methodenwürfel) kommt noch im alten Design daher. Auf der Haupseite der GPM finden sich v.a. Informationen zu Zertifizierung und aktuellen Veranstaltungen.

#258 IT-Abteilungen abschaffen!

… überspitzt formuliert fordert dies Peter Hinssen, Autor und Chef der belgischen Beratungsfirma Porthus, in einem Beitrag für das kanadische Schwesterblatt des CIO-Magazins. er meint:

IT ist viel zu wichtig, um sie der IT-Abteilung zu überlassen.

 Und deswegen fordert er eine Fusion von IT-Abteilungen und dem Business:

Heutzutage sei die IT komplett in das Unternehmen eingebettet und mit ihm verbunden: „Wir können Business und IT nicht mehr trennen.“

Bei all dem was z.B. hier schon über das Verhältnis von Business und IT geschrieben wurde, zumindest ein interessanter Denkanstoss. Die praktische Umsetzung dürfte aber sicher nicht so radikal ausfallen, man denke z.B.  an Infrastrukturdienste wie Mailserver oder unternehmensweite Anwendungen.

#257 Strategisches Denken

Strategisches Denken heißt, gegensätzliche Ansichten und Ideen zuzulassen und zu verbinden.

nach: Henry Mintzberg, Bruce Ahlstrand, Joseph Lampel, Strategy Safari – Eine Reise durch die Wildnis des strategischen Managements, Wien 1999, S. 34f

#256 PMO und Projektmanagement: Die Wege trennen sich…

Wer gedacht hat, dass ein PMO mit Projektmanagement zu tun hat, der liegt scheinbar falsch. Das Marktforschungsinstitut OpenSky Research hat eine PMO 2.0-Studie durchgeführt (heutzutage muss alles 2.0 sein) und das CIO-Magazin zitiert daraus:

Wie die Ergebnisse zeigen, hat das PMO inzwischen Aufgaben in wichtigen Bereichen des Managements inne. (…) Entsprechend weit oben sind PMOs inzwischen in die Unternehmenshierarchien eingegliedert. 55 Prozent berichten direkt an die Geschäftsführung, 25 Prozent fungieren als Enterprise PMO. Sie sind Katalysator für unternehmensweite Verbesserungsprozesse.

Es spricht sicher für die moderne Unternehmensführung, dass man Projekte und PMOs für sich entdeckt hat, aber dieser „Upgrade“ Richtung Programm- und Portfoliomanagement führt dazu, dass jetzt jemand anderes das eigentliche Projektmanagement machen darf. PMOs, wie sie in der Studie beschrieben werden, richten ihren Blick nur mehr zur Unternehmensleitung, aber sie unterstützen nicht mehr den Projektleiter und sein Team. So ein PMO quält und behindert dann schon einmal ein Projekt mit standardisierten  Berichtsanforderungen – ohne Mehrwert für das eigentliche Projekt.

Ich will ja gar nicht ketzerisch gegen so ein PMO 2.0 sein, aber bitte vergesst nicht die Arbeit, die auf der Straße (sprich: in den Projekten) liegt.

#255 Google Waves schlägt Wellen

Über Google Waves war hier schon zu lesen. Jetzt schlägt Googles Innovation Wellen, nachdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem aktuellen Lagebericht Unternehmen vor dem Einsatz warnt (heise online berichtet). Kernpunkt der Kritik:

„Da alle Google-Wave-Daten auf Google-Servern liegen, gelte dieselbe Kritik, die von Datenschützern und dem BSI an Mail, Docs, Calendar und anderen Online-Diensten des Unternehmens geübt wurde: Der Nutzer verliert vollständig die Kontrolle über seine Daten.“

Google sieht das naturgemäß etwas anders (wieder bei heise online):

Google Waves ist „…im strengeren Sinne eigentlich kein Dienst von Google, sondern eigentlich eine Architektur, für die Google gerade die Quellcodes veröffentlicht. Damit kann jeder Anwender einen eigenen Wave-Server betreiben und somit zum Wave-Provider werden, mit dem sich Wave-Clients verbinden können. Google ist in dem geplanten Modell nur einer von vielen möglichen Wave-Providern.“

Nachdem wir hier ja noch von ungelegten Eiern reden, darf man wohl gespannt sein, mit welchem Geschäftsmodell Google mit Waves erfolgreich sein will.

#254 Requirements

Craig Brown von Better Projects hat eine Taxonomie für Requirements von Don Firesmith ausgegraben. Zugegeben, solche Übersichten sind immer etwas abstrakt und theoretisch, haben aber durchaus ihre Berechtigung, z.B. um einen Anforderungskatalog auf Vollständigkeit und Qualität hin zu überprüfen.

Je besser der Anforderungskatalog, umso überschaubarer werden die erforderlichen Änderungen (jedenfalls im Normalfall).

Natürlich wird es immer Änderungen geben, denn die Welt dreht sich immer weiter und wir wissen heute (hoffentlich) auch mehr als gestern. Paul Ritchie von Crossderry Blog weist darauf hin, dass bei Change Requests häufig eine der wichtigsten Fragen nicht gestellt wird, nämlich welche anderen Anforderungen/Changes möglicherweise auf der Strecke bleiben wenn ein bestimmter Change Request verabschiedet und realisiert wird. Sozusagen die Opportunitätskosten eines CRs.

#253 IT-Marketing

Die Beziehung zwischen IT und Business hatten wir z.B. hier oder beim beim Thema Dauer von IT-Projekten schon öfters diskutiert. Die Computerwoche zitiert nun ein Whitepaper des IT-Dienstleister Beck et al. Services GmbH, das daher aus Sicht der IT die Bedeutung eines IT-Marketing unterstreicht und den CIOs dieser Welt drei entscheidende Fragen stellt:

  • Wer bin ich?
  • Welchen (Business-)Nutzen stifte ich?
  • Wie kommuniziere ich?

#252 Externe Berater häufig im Projektmanagement eingesetzt

Das Projektmagazin berichtet in seinen News über eine Studie der Beratervermittlung NPS Network Profiling Services unter 500 Unternehmensberatungen. Demnach übergeben viele mittelständische Unternehmen Projektmanagement-Aufgaben an externe Unternehmensberater. Ein Viertel aller Arbeitsleistungen der Berater entfällt bereits auf PM-Leistungen.

#251 Neues Forum des Projektmagazins

Das Projektmagazin hat sein Forum gründlich renoviert und renommierte Moderatoren u.a. aus der PM-Bloggerszene dafür gewonnen, wie Andreas Heilwagen und Sigrid Hauer. Weitere Moderatoren sind Mey Mark Meyer und Wolfram von Schneyder. Das alte Forum (die Beiträge sind aber erhalten geblieben) war leider schon ziemlich eingeschlafen und wie das bei den Web 2.0-Geschichten so ist: sie leben von der Beteiligung. Insofern kann ich diesen ambitionierten Ansatz nur begrüßen und wünsche den Beteiligten gutes Gelingen, allerdings hat sich seit der Ankündigung von Anfang letzter Woche auch noch nicht sehr viel getan…

Andreas Heilwagen preist in seinem eigenen Blog vor allem die Unabhängigkeit des neuen Forums gegenüber geschlossenen Gruppen, wie beispielsweise beim Abodienst-XING. Dort finden sich gleich eine ganze Reihe entsprechender Gruppen, die vergleichsweise sogar eine ordentliche Aktivität ausweisen können:

Schauen wir mal wie es dem neuen Forum ergehen wird.

#250 VisualPM: Storyboards im Requirements Engineering

Craig Brown schlägt Storyboards als „requirement tool“ vor. Leider beschränken sich seine Ausführungen auf die Überschrift und ein Youtube-Video über Storyboards im Film. Storyboards sind natürlich auch wieder eine Visualisierungstechnik, insofern ist der Ansatz interessant. Die Frage liegt darin, wie Storyboards auch auf abstraktere, weniger visuelle Themen als Film oder beispielsweise die Präsentationserstellung angewendet werden können.