Monatsarchiv für Mai 2008

 
 

#64 exWikipedianer

Wo sind sie nun, die alten Recken aus dem WikiProjekt:Projektmanagement?

Zuletzt vorgestellt habe ich die Projekte von Stefan Hagen.

Bereits vor einer Weile hier zu finden war Alexander Vollands PMQS.

Bemerkenswert ist auch Ulrich Fuchs Engagement mit wikiweise, weil er hier auch explizit Inhalte aus Wikipedia übernommen hat und konsequent versucht diese weiter zu entwickeln.

Und last but not least zählt natürlich auch schlossBlog dazu.

#63 Wikipedia ade

Bereits im allerersten Beitrag von schlossBlog bin ich auf Wikipedia und das dort von mir initierte WikiProjekt:Projektmanagement eingegangen. Die Leute, die sich dort engagiert haben, finde ich auch heute noch immer wieder im Web 2.0. Jeder hat seine Projekte, einige habe ich auch hier bereits vorgestellt, aber von Wikipedia haben wir uns alle abgewandt oder zuminest unser Engagement einschlafen lassen. Klar nutzen wir alle heute noch Wikipedia, aber weniger euphorisch und immer mit der nötigen Portion Skepsis und man findet uns immer weniger beim Editerien in Wikipedia.

Woher diese Abkehr? Woher der Frust?

Natürlich hat jeder von uns seine eigenen Motive, aber diese drehen sich vermutlich alle um die gleichen, wenigen Puntke:

  • In eigenen Projekten ist der Gestaltungsspielraum größer.
  • Die Korrekturmanie und die Löschvormerkungen in frühen Stadien nerven mit der Zeit. (Ich werde nie vergessen, dass ich mich in einem langen Hin und Her mit einem thematisch Ahnungslosen über den korrekten Plural in einem Artikel gestritten habe und schließlich entnervt aufgegeben habe. Die Wikipedia-Formulierung enspricht in diesem Fall jetzt dem Duden, aber leider nicht mehr der Praxis.)
  • Fehlender Qualitätssicherung durch eine Redaktion oder das Einfrieren von qualitativ hochwertigen Artikeln
  • Aber bemerkenswert ist auch noch etwas anderes: es gibt uns immer noch!

    #62 Agile Softwareentwicklung

    Agile Softwareentwicklung „tickt“ anders als gewohnt: Statt brav sequentiell im Wasserfallmodell Anforderungsanalyse, Konzeption, Umsetzung, Test und Produktivsetzung abzuarbeiten, wird mit vielen kleinen iterativen Zyklen gearbeitet.
    Aber mal ehrlich: das Wasserfallmodell haben wir doch schon lange nicht mehr so genau genommen. Die Überlappung von Phasen, mitunter auch ein zyklisches Springen zwischen den Phasen gehören längst dem Projektalltag an.
    Insofern ist es nur konsequent dieser Realität auch methodisch gerecht zu werden, z.B. mit SCRUM, einem Methodenset der agilen Softwareentwicklung, bzw. einem Projektmanagementframework für agile Projekte.
    Diese Darstellung agiler Softwareentwicklung ist zugegebenermaßen reichlich verkürzt. Um der Sache halbwegs gerecht zu werden hier wenigstens noch der Link zur zugrundeliegenden Philosophie: dem Manifesto for Agile Software Development.

    #61 Link: PM-Handbuch und PM-Blog

    Stefan Hagen von Startup euregio ist mir erstmalig, wenn auch nicht persönlich und nur virtuell in dem von mir initiierten Wikiprojekt:Projektmanagement innerhalb von Wikipedia über den Weg gelaufen.
    Anscheinend hat er – ähnlich wie ich – auch seine virtuellen Aktivitäten mittlerweile in Blogs verlagert. (Warum viele der damaligen Mitstreiter ihr Engagement mittlerweile nicht mehr in Wikipedia investieren ist ein anderes Kapitel…)
    Zu seinen aktuellen Online-Projekten gehören z.B. Der Projektmanagement Blog und das PM-Handbuch.

    #60 Brooks Law

    „Als Rettungsversuch für ein in Not geratenes Projekt sollten Sie keinesfalls skalieren oder verteilen. Ist der Fertistellungstermin der Software unrealistisch, sind die Anforderungen nicht verstanden oder Architektur. und Technologieauswahl nicht tragfähig, so verschlimmert das Hinzufügen von neuen Mitarbeitern oder von weiteren Standorten die Situtation. Dies besag Brooks Law: ‚Adding manpower to a late software project makes it later'(…). Bedenken Sie: Neue Mitarbeiter können erst nach einer Einarbeitungsphase produktiv mitarbeiten. Ist ein Projekt in Schwierigkeiten geraten, so sollten Sie eine Ursachenforschung betreiben und dann die richtigen Maßnahmen ergreifen.“

    aus Roman Pichler, Scrum – Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen. Heidelberg 2008, S. 128

    #59 Einsatz von PM-Software

    Ein weiser Ratschlag von Roman Pichler, der nicht nur für agiles Projektmanagement, sondern grundsätzlich gilt:

    „Bevor Sie mächtige Software zum Planen und Verfolgen Ihres (…)-Projekts einsetzen, empfehle ich Ihnen, zunächst mit einfachen Hilfsmitteln und händisch die Pläne und Berichte zu erstellen. So stellen Sie sicher, dass Sie das Planen und Verfolgen beherrschen, bevor Sie sich von softwarebasierten Werkzeugen abhängig machen.“

    aus Roman Pichler, Scrum – Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen. Heidelberg 2008, S. 79

    #58 Link: Kulturmanagement

    In letzter Zeit bin ich wiederholt bei der Recherche von PM-Themen über den Kulturmanagement Blog von Christian Henner-Fehr gestolpert. Auch wenn sein Blog eine mehr kulturelle Ausrichtung hat, kommen hier auf sehr fundierte Art und Weise regelmäßig auch PM-Themen zur Sprache. Für PM-Themen hat er sogar eine eigene Kategorie eingerichtet. Daneben finden sich aber auch noch eine Reihe weiterer sehr interessanter Themenkomplexe, wie z.B. Management, Marketing, Software und Technologie.

    #57 PM und Politik

    Ein aktueller Thread in einer Xing Gruppe (nur für registrierte Mitglieder):
    Wie viel Politik verträgt ein Projekt und wo steht dann PM wenn es zu unrealistischen Zielen kommt?

    Weg mit der Polemik und dem Selbstmitleid!

    Rufen wir uns in Erinnerung, was eigentlich ein Projekt ist: allein seine Einzigartigkeit und seine Bedeutung sind schon hinreichend für die politische Dimension. Natürlich stellen sich abseits jeder Sachfrage bei Themen von solchem Stellenwert machtpolitische Konstellationen ein.

    Die Frage ist nicht, ob Politik ein Rolle in Projekten spielt, sondern eher ob Projekte ohne Politik überhaupt Projekte sind….