Monatsarchiv für April 2008

 
 

#56 Inhaltliche Orientierung im PM

Projektmanagement wirf häufig als ein formaler Methodenbaukasten verstanden.

Ein solches Verständnis greift allerdings zu kurz: Projektmanagement ist weitaus mehr, denn vor allem: Projektmanagement ist kein Selbstzweck!

Projekte sind eine zielorientierte Veranstaltung und damit dies auch tatsächlich so ist, ist das Projektmanagement gefordert. Projektmanagement muss hierfür vor allem auch erfolgs- und zielorientiert sein. Ein rein formales Projektmanagement kann dies nicht gewährleisten. Bei einer formalen Orientierung wird lediglich der Erfolg oder Misserfolg dokumentiert.

Erfolgreiches Projektmanagement muss sich daher auch mit den Inhalten, die es umzusetzen gilt, beschäftigen.

Der Projektmanager ist kein bürokratischer Verwalter, sondern Umsetzungsberater.

#55 Excel im Projektmanagement

In aktuellen Spotlight des Projektmagazins sind unter dem Motto „Wie manage ich Projekte mit Microsoft Excel?“ diverse bisher erschiene Beiträge zusammengestellt.
Excel ist kein Allheilmittel, aber es ist uns allen vergleichsweise vertraut und die meisten Anwender haben es…
Natürlich gibt es Grenzen für den sinnvollen Einsatz, aber die wenigsten von uns sind sich bewußt wie mächtig Excel auch sein kann.

Nachdem die meisten Beiträge des Projektmgazins nur für Abonennten zugänglich sind, noch ein Tipp: Von Ignaz Schels, ebenfalls Autor im Projektmagazin, sind auch zwei Bücher zum Thema erschienen:

Projektmanagement mit Excel. Projekte budgetieren, planen und steuern.
Gebundene Ausgabe: 452 Seiten
Verlag: Addison-Wesley, München (November 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827323096
ISBN-13: 978-3827323095

und

Projektmanagement mit Excel 2007
Gebundene Ausgabe: 456 Seiten
Verlag: Addison-Wesley, München; Auflage: 1 (19. November 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827326001
ISBN-13: 978-3827326003

#54 Projektarchäologie

Jeder Projektarbeiter kennt solche Fragen:

  • Wie war noch mal die genaue Entscheidung im Steering Committee vor zwei Jahren?
  • Wie hat sich eigentlich unser geplantes Projektbudget im Zeitverlauf entwickelt?
  • Wann wurde eigentlich zum ersten mal auf das Risiko XY hingewiesen?
  • Seit wann ist die Anforderung ABC bekannt?
  • Wo finden sich für die Revision unsere gesammelten Teamprotokolle?
  • Wie war das damals noch…
  • Je nach Erinnerungsvermögen und Dateiablage lassen sich viele Fragen schnell beantworten. Eine ganze Reihe von Fragen sind zwar berechtigt, aber für genau diese Formulierung wurden die Projektergebnisse nie aufbereitet und jetzt wäre an „jahrealten“ Unterlagen weiterzuarbeiten oder diese wären auszuwerten.

    Vielleicht erschließt sich uns der Sinn auch nicht… Diese Frage mag berechtigt sein, aber sie bringt uns nicht weiter. Dafür interessiert sich nur mehr die Revision.

    Und schon sind wir mitten in meiner „Lieblingsdisziplin“, der Projektarchäologie.

    Der Begriff kostet zunächst meist ein Stirnrunzeln, aber wer selbst schon Stunden damit verbracht hat in alten Projektunterlagen zu wühlen, längst vergrabene Informationen und Dokumente wieder freizuschaufeln, der weiß wovon ich spreche! Statt Strinrunzeln folgt ein wissendes Seufzen.

    #53 Mind Map Sammlung

    Mindjet, der Hersteller der Mind Map-Software Mindmanager bietet kostenlos eine Sammlung von englischsprachigen Mindmaps zu vielen Themen, u.a. Beispiele für die Projektplanung und Risikoassessment, zum Download an.
    Ebenfalls kostenlos erhältlich ist ein Viewer, so dass auch nicht Mindmanager-Besitzer diese Mind Maps nutzen können. Mit dem Viewer ist es allerdings nicht möglich die Mind Maps zu verändern und weiterzuentwickeln.

    #52 Mind Maps zur Einarbeitung in neue Themen und Projekte

    Mind Maps sind eigentlich ein Kreativwerkzeug, das auf die Ideen von Tony Bzuan zurückkgeht. Sie lassen sich aber auch sehr gut auf andere Aufgabenstellungen, wie z.B. die schnelle Einarbeitung in neue Themen oder Projekte anwenden.
    Mind Maps erfassen und strukturieren gleichzeitig Informationen.
    Nichts anderes benötigt man bei der Einarbeitung in neue Themengebiete.

    Hilfreicher noch als klassische Mind Maps sind hierbei elektronische Mind Maps, z.B. mit dem Mindmanager. Diese haben den Vorteil, dass man durch einfaches Drag and Drop die Struktur leicht wieder verändern kann, dass man z.B. in Kommentarfeldern zusätzliche Informationen hinterlegen kann, ohne das eigentliche Mind Map zu überfrachten oder dass man mehrere Mindmaps miteinander verknüpfen kann. Fehler lassen sich auch wieder leicht korrigieren. Wenn der Kollege Meier eigentlich Mayr heißt, ist das schnell korrigiert.

    Wenn Sie der Meinung sind, ihr Einarbeitungs-Mind Map wäre fertig, können sie es schon fast wieder wegschmeißen… Seinen Dienst hat es dann nämlich getan. Die Struktur steht und die Inhalte sind ihnen vertraut. Sie können das Mind Map aber beispielsweise noch als Checkliste für die Einarbeitung neuer Kollegen verwenden. Sie werden es in der täglichen Arbeit aber immer weniger Heranziehen.