Monatsarchiv für November 2006

 
 

#08 Der Risikomanagement Prozess

Es gibt zahlreiche Darstellungen des Risikomanagement-Prozesses. Die meisten davon unterscheiden sich nur marginal:

(1) Risikomanagementplanung
(2) Risikoidentifikation
(3) Risikoanalyse
(4) Risikoüberwachung und -verfolgung

Analyse, Überwachung und Verfolgung schließen dabei sowohl die Risiken als auch die Mitigations (Bewältigungsstrategien) mit ein.

Risikomanagement ist kein einmaliger Prozess, sondern ein permanenter Begleiter und ein Frühwarnsystem.

#07 Was bitte heißt hier Risikomanagement?

Unter einem Risiko versteht man ein mögliches künftiges Ereignis, das zu unerwünschten Folgen führt, bzw. mitunter auch die unerwünschten Folgen selbst.

Risikomanagement ist demzufolge:

„Unter Risikomanagement versteht man den planvollen Umgang mit Risiken.“ Wikipedia

„Risikomanagement ist der Teil des Projektmanagements, der sich mit der Identifizierung, Analyse und Beherrschung von Risiken für die geplante Projektabwicklung beschäftigt. […] Risikomanagement umfasst die Bereiche Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikovorsorge, Risikoüberwachung und Risikosteuerung.“
Projektmanagement-Lexikon www.projektmagazin.de

[Im Risikomanagement] „… können Probleme im Vorfeld identifiziert und bewertet werden. Und nur an einem bekannten Problem. Lässt sich auch arbeiten.“
Projektmagazin 12/2002

Aufgrund der Bedeutung und Tragweite von Projekten spielt Risikomanagement in der Projektarbeit eine besondere Rolle.

#06 Das gute alte Logbuch/Projekttagebuch

Ganz im Gegensatz zu den zuvor behandelten neuen Medien wie Blogs und Wikis, sind Logbuch/Projekttagebuch gutes altes Handwerkszeug, weniger „sexy“, aber bewährt.

Die chronologische Aufzeichnung in einem Journal dient in erster Linie der Dokumentation. Während diese Werkzeuge bei komplexen Projekten schnell an ihre Grenzen stoßen, bieten sie sich hervorragend an z.B. bei Urlaubvertretungen, um den Urlaubenden anschließend schnellst möglich wieder aufnorden zu können oder in frühen, unsstrukturierten Projektphasen, um Informationsverlust zu vermeiden oder in „brenzligen“ Phasen zur Dokumentation und Absicherung.

Für die Aufzeichnung wichtig ist der Zeitstempel, bei mehreren Autoren die Signatur, sowie ggf. eine Verschlagwortung bzw. geeignete Überschriften, um eine schnelle Übersicht zu gewährleisten.

Das Medium kann unterschieldich sein. Für kurze Vertretungen reicht mitunter schon eine Zusammenfassung in einer einfachen Email.

#05 Wikis und Blogs im Projektmanagement

Wiederholt wird die Frage diskutiert, inwiefern Wikis und Blogs im Projektmanagement eingesetzt werden können.

Wikis sind von den Benutzern online editierbare Hypertexte wie z.B. die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ein Blog oder Weblog ist hingegen eine Website, die periodisch neue Einträge enthält, die in umgekehrter chronologischer Reihenfolge (der jüngste Eintrag an erster Stelle) dargestellt werden. schlossBlog ist ein Beispiel für einen Blog.

Für mich sind Blogs und Wikis nichts anderes als eine sehr freie und variable Form der Groupware oder von Content Management Systemen.

Der Einsatz von Groupware ist heutezutage im Projektmanagement nichts Besonderes mehr.

Blogs und Wikis werden n der Praxis auch als Ersatz von Groupware „missbraucht“, wenn solche aus lizenztechnischen oder finanziellen Gründen nicht zur Verfügung steht.

Während Wikis eher einen iterativen Entstehungsprozess unterstützen, ist für Blogs tendenziell ein Einsatz im Changemanagement („Letter from CEO“) denkbar. Blogs sind somit eher ein Kommunikationskanal, Wikis eine basisdemokratische Arbeits- und Dokumentationsplattform.

#04 Management-Werkzeuge

Fredmund Malik zählt 7 Werkzeuge wirksamer Führung auf:

1. Die Sitzung
2. Der Bericht
3. Job Design und Assignment Control
4. Persönliche Arbeitsmethodik
5. Budget und Budgetierung
6. Leistungsbeurteilung
7. Systematische Müllabfuhr

Wir sollten uns regelmäßig daran erinnern, dass diese einfachen Werkzeuge unseren Gestaltungsrahmen bilden und diesen Gestaltungsrahmen auch entsprechend nutzen.

Buchempfehlung: Fredmund Malik, Führen Leisten Leben – Wirksames Management für eine neue Zeit, Stuttgart/München 2000, jetzt als völlig überarbeitete Neuausgabe, Oktober 2006, 400 Seiten , Gebunden Campus Verlag, Frankfurt a.M. ISBN: 3-593-38231-8